Wo es eng wird und unübersichtlich, da kann sowas vorkommen. Habe ich einen Hund, der dann schnappt, dann sichere ich in diesen Situationen mit Maulkorb ab. Deswegen muss deine Erziehung nicht schlecht sein, dein Hund hat deswegen nicht "kein Vertrauen" und schon gar nicht ist dein Hund ein "bissiges Ungeheuer". Es ist alles gut, deinem Hund ist das Anfassen unangenehm und deswegen schnappt er ab. Klar könnt ihr daran auch etwas üben, aber wichtig ist in erster Linie, dass du deinen Hund in Situationen, die du nicht ausreichend kontrollieren kannst ,absicherst. That's it! Und das Leben gleich viel entspannter. :-)
Beiträge von *Sascha*
-
-
Ich weiß immer nicht, ob ich übervorsichtig bin und total übertreibe oder ob ein anderer Umgang nachlässig wäre.
Kommt doch auch total auf das Gegenüber an, also die Einstellung des anderen Hundehalters. Mit den heutigen Hundeverordnungen ist es wahrscheinlich eh besser, man packt bei jedem Hundekontakt einen Maulkorb drauf.
Einen wirklichen Ernstkampf bzw. eine sozial motivierte Tötungsabsicht hat man wohl eher sehr selten, aber je nach Hund kommt es bei einem Kommentkampf oder auch Ressourcenthematiken durchaus auch zu Verletzungen zwischen den Hunden und die werden eben von jedem Hundehalter unterschiedlich bewertet bzw. ist es auch einfach blöd, wenn es zu Verletzungen kommt oder z.B. bei größentechnisch sehr unterschiedlichen Hunden auch zu schlimmerem.
Beutefangverhalten ist immer ein Thema bei Hunden mit entsprechender Motivation und hier besteht, wenn der Hund packt in der Regel auch eine Tötungsabsicht.
Mir ist die Floskel "Der Hund meint es ernst" also viel zu ungenau, denn was genau meint er ernst? Manchmal muss man sich vllt einfach nur von dem Gedanken verabschieden, dass ein erwachsener Hund einfach nur welpenhaft spielen möchte. Manchmal nehmen wir vllt auch einfach unsere Hunde nicht ernst genug. -
Das th kann die Tiere ja nicht vermitteln solange das Eigentumsrecht beim alten Besitzer ist.
Darf es dann die Tiere überhaupt trainieren?
Trainieren ja, weil das das Eigentumsrecht nicht verletzt, tierärztliche Versorgung, Pflege.... das alles geht, Vermittlung jedoch erst, wenn der Eigentümer sein Eigentum aufgibt.
... oder der Eigentümer einer Vermittlung zustimmt. Dafür ist keine Übertragung des Eigentums an das Tierheim oder das Amt notwendig! Das Eigentum an einem Tier einfach "aufgeben", kann man nicht.
-
Ich kenne eine Unterbringung, die sich mit der Aufnahme von gefährlichen/schwierigen Hunden befasst, da kostet ein Hund um die 10.000€ im Monat. Inkl.Unterbringung, Futter, Training.
Kann es sein das da eine null zuviel ist? Ich glaube wir meinen die gleiche Adresse 😊
Wenn es um Küstenköter geht, dann evtl. mit pro Jahr verguckt. Übrigens dort zzgl. MwSt.
-
Es sagt hier ja keiner, dass das gefährliche Monster sind, die alles Schreddern, was sie finden.
Trotzdem sind die Hunde wegen beissvorfällen eingezogen worden und das bedarf definitiv ein anderes Training mit dem Fokus auf den Problemen als zb bei einem Hund, der halt ein bisschen an der Leine zieht.
Und dabei entstehen nun mal Kosten, durchaus auch höher, als bei anderen Problemstellungen, die bezahlt werden müssen.
In den Einrichtungen, die sich mit gefährlichen Hunden beschäftigen, werden da eher keine Unterschiede gemacht, warum der Hund im Training ist. Training kostet Geld. Etwas über 1000 EUR/Monat werden hier in S-H von den bekannten Einrichtungen und Trainern genommen. Wo bitte kostet das 10.000 EUR?
-
Man kann das Eigentum nicht einfach aufgeben, dafür muss es immer jemanden geben, der das Eigentum am Hund übernimmt. Warum sollte ein Tierheim das Eigentum an zwei eingezogenen und gefährlichen Hunden übernehmen wollen?
Mit Training kenne ich Preise von ca. 1000EUR/Hund und Monat. Wenn es nur um die Unterbringung geht, ist es in der Regel günstiger. Nur eine Nacht oder ein paar Tage sind in der Regel auch teurer als eine Langzeitunterbringung. -
Wie wäre es denn statt einem Welpen mit einem älteren großen Hund?
Wo man auch abschätzen kann, wie das Temperament ist und wie man miteinander klar kommt.
Im Tierschutz sitzen ja sicher genug zur Auswahl.
Einfach über seinen Kopf hinweg einen Welpen einer kleinen Rasse zu schenken halte ich persönlich für keine gute Idee!
Aber auch Tierschutz dürfte schwierig werden. Wir haben das mit Schwiegermutter durch. Tierheim keine Chance, da sie zu alt ist *(75). Aus dem Auslandstierschutz ebenfalls nur Absagen.
Gerade die älteren großen Hunde finden so schlecht ein neues Zuhause, dass die Tierheime diese Hunde im Falle eines Ablebens oder im Fall einer Verschlechterung des Allgemeinzustands auch wieder zurücknehmen, das ist zumindest das, was ich so mitbekomme. Muss man dann natürlich bei den wirklich alten gucken, ist dann halt nur die Frage, ob der Opa das kann, also auch das nächste Tier evtl. schon in absehbarer Zeit wieder gehen lassen zu müssen. Muss aber auch nicht so kommen, Bekannte hatten z.B. einen Boxer-Mix mit 8 Jahren aus dem Tierheim bekommen, der schließlich, anders als geplant, lange nachdem alle Kinder aus dem Haus waren, mit 17 Jahren verstarb.
-
Bzgl. des Triebs gehe ich übrigens mit, einen schon genetisch extrem beutefixierten Hund entsprechend zu fördern, das erhöht mMn auf jeden Fall das Risiko, das von diesem Hund ausgeht, ganz unabhängig vom Schutzdienst und insbesondere dann, wenn die Hunde nicht gut im Gehorsam stehen oder nicht entsprechend gehalten werden.
Natuerlich. Mit ein Grund wieso alle gescheiten HH dieser Hunde die ich kenne, da eben extrem viel Wert auf Gehorsam, Kontrolle durch den HH, Impulskontrolle, Frusttoleranz, etc. legen. Von Welpenbeinen an und komplett unabhaengig von irgendeinem Sport oder Beutespielen.
Genau, das Problem betrifft ja nicht nur die IGPler, sondern auch ganz andere Sparten der Hundehaltung. Ich denke, man sollte das halt nicht negieren und auch benennen, dass man da natürlich Motivationen beim Hund verstärkt, die in unserer Gesellschaft zu Problemen führen können. Das heißt für mich aber nicht gleichzeitig, dass man das nicht darf oder sollte, man sollte sich dessen einfach nur bewusst sein, egal ob ich den Mali im Schutzdienst führe, den Terrier versuche mit der Reizangel auszulasten oder mit dem Border Collie Bällchen spiele.
-
@Langstrumpf
Hr. Rütter sagt schon, dass die Hunde durch den Schutzhundesport lernen, dass es völlig in Ordnung ist, wenn man ungehemmt und ungebremst in einen Menschen reinrennt. Für ihn ist es durchaus ein Problem, dass das Spielzeug, auf das der Hund fixiert ist, an einem Menschen festgemacht ist und er sagt, dass man doch nicht wirklich glauben kann, dass ein so ausgebildeter Hund in einer Stresssituation stoppen würde, wenn kein Beißarm vorhanden ist. Diese Aussagen trifft er im letzten Podcast, da geht es ihm also nicht nur darum, dass die Hunde extrem beutefixiert sind, sondern ganz klar auch um die Ausführung des Sports.
Bzgl. des Triebs gehe ich übrigens mit, einen schon genetisch extrem beutefixierten Hund entsprechend zu fördern, das erhöht mMn auf jeden Fall das Risiko, das von diesem Hund ausgeht, ganz unabhängig vom Schutzdienst und insbesondere dann, wenn die Hunde nicht gut im Gehorsam stehen oder nicht entsprechend gehalten werden. -
Also ich habe irgendwie die Stellen überlesen, wo die TS schreibt, dass sie mit dem Kind des Partners nicht zusammenleben will, das ist doch eine ganz andere Überlegung, als die Frage, ob das mit den Hunden funktioniert.
Auch habe ich die Stelle überlesen, wo die TS schreibt, dass ihre Hunde in einem unbeobachteten Moment sofort das Kind anfallen würden. Ich habe nur gelesen, dass sie sich Sorgen macht, weil ihre Hunde tendenziell zubeißen könnten, wenn sich das Kind falsch verhält.
Ich würde auch nochmal darauf hinweisen wollen, dass zwei getrennte Wohnungen in einem Haus etwas anderes sind, als getrennte Räumlichkeiten von Hunden und Kind.
Und zum Alleinelassen der Hunde, sollte der Partner mit dem Kind eine eigene Wohnung in etwas Entfernung nehmen, dann wird die TS ihre Hunde noch häufiger Alleinelassen müssen, wenn sie ihren Partner sehen will, denn der wird sein kleines Kind gar nicht Alleinelassen können. Im gleichen Haus gäbe es da viel mehr Möglichkeiten gemeinsam Zeit zu verbringen, weil auch das Kind mal schläft oder im Kindergarten ist oder die Hunde eh gerade pennen oder im Garten sind. Man den Garten vllt geteilt hat und Kind in der Sandkiste spielt, während die Hunde in ihrer Gartenhälfte Wache schieben usw. Solange die Hunde nicht so aggressiv sind, dass man bei einem Zusammentreffen von Kind und Hund damit rechnen muss, dass die Hunde gleich das Kind angreifen wollen, dann sehe ich da ganz viele Möglichkeiten, die ich auch nicht als unverantwortlich abtun würde.