Beiträge von *Sascha*

    Filz
    Wobei kann man sich denn sicher sein, dass keine Anzeige folgt? Wenn du überfallen wirst und du wehrst dich, dann kannst du dir auch nicht sicher sein, dass du keine Anzeige wegen Körperverletzung bekommst. Warum sollte es da beim Wolf einen Freifahrtschein geben? Wie sagt man so schön, vor Gericht und auf See ...

    By the way ...
    In Nordfriesland ist heute Nacht ein Rind auf die Gleise gelaufen und vom Zug erfasst worden und im Landkreis Cuxhaven sind 50 Rinder aus dem Stall ausgebrochen und haben einen Autounfall verursacht (mind. 2 Rinder tot). Auslöser war nicht der Wolf, sondern die völlig hirnverbrannte und unnötige Knallerei der Spezies Mensch. Wie viele Vorfälle es gar nicht erst in die Nachrichten schaffen, möchte ich nicht wissen.

    Ich will zwar nicht züchten/ausstellen, aber auch nicht über den Tisch ziehen lassen

    Und genau das ist der Trugschluss, wenn man denkt, dass man nur einen Hund mit Papieren braucht, wenn man ausstellen oder züchten möchte. Natürlich braucht man die Papiere dann nicht direkt, aber nur das Vorhandensein von Papieren ist notwendig für eine Zucht und nur wenn Zucht stattfindet, kann sichergestellt werden, dass du dir nicht nur jetzt, sondern auch noch in vielen Jahren einen rassetypischen gesunden Hund dieser Rasse kaufen kannst. Jeder Hundekäufer eines Rassehundes hat es in der Hand die Zucht seiner Rasse zu beeinflussen!

    EDIT Zitat nur als Aufhänger benutzt.

    Papiere haben für den Käufer kaum einen Wert, aber für die Zucht sind sie unverzichtbar. Zucht kann nur stattfinden, wenn ich seriöse Daten über die Vorfahren meiner Hunde habe. Deswegen gibt es Zuchtvereine, die diese Daten sammeln und bescheinigen. So bekommt also jeder Hund sein "Papier", dass eben Bestandteil einer seriösen Zucht sein muss. Wie sollte eine Hundezucht aussehen, die über Generationen keine Papiere ausstellt und diese Daten nicht seriös sammelt?
    Wenn ich also nun meine, wozu sollen meine Welpen Papiere bekommen, wenn ich doch top gesunde und geprüfte Elterntiere habe, deren Genetik und Vorfahren bekannt sind, dann kann ich mir das Geld für den Verein doch sparen? Kann ein Züchter das? Nein, denn wenn er Zucht betreiben will, also nicht nur an die nächste, sondern natürlich auch die übernächste und weitere Generationen denkt, wenn ihm daran liegt, eine Rasse dauerhaft zu erhalten, dann kann dies nur innerhalb einer großen Zuchtgemeinschaft geschehen, die auch die Daten der nächsten Generation sammelt und bescheinigt.

    Wobei es einen Unterschied zwischen gewerblichen Betrieben und "Hobby" geben müsste.

    Hobbyhalter haften verschuldensunabhängig, gewerbliche Halter nur, wenn sie die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet haben. Das wird wohl so vorliegen, wenn in einem ausgewiesenen Wolfsgebiet kein entsprechender Zaun vorhanden ist. In allen Fällen muss aber der Wolf als Verursacher festgestellt werden. Ist kein Verursacher feststellbar, haftet der Halter wie oben beschrieben.
    Die Betriebshaftpflicht übernimmt die Schäden an Dritten. Die Weidetiere sind in der Regel in diese inkludiert.
    Evtl. könnte eine Betriebshaftpflicht einen bedingten Vorsatz konstruieren, wenn der Ausbruch trotz bekannter Wolfspräsenz billigend in Kauf genommen wird, das halte ich allerdings für eine sehr theoretische Möglichkeit.

    Ich gehe selbstverständlich davon aus dass jeder landwirtschaftliche Betrieb eine Betriebshaftpflichtversicherung hat die die Schäden ausbrechender Tiere abdeckt. Stand aber nicht weiter oben dass die Betriebshaftpflicht im Wolfsgebiet nicht gezahlt hätte? Welche Versicherung hätte dann den Schaden übernommen?

    Den Eigenschaden würde die Betriebshaftpflicht nicht decken.

    Würde es bedeuten dass der Weidetierhalter im ausgewiesenen Wolfsgebiet, sollte ein Mangel am wolfssicheren Zaun festgestellt werden, für alle Schäden (also auch evtl. Personenschäden) mit dem persönlichen Kapital haftbar gemacht werden kann?

    Dafür hat man eine Versicherung ... Der Wolf ist wirklich nicht der einzige und auch keinesfalls der vorrangige Grund, warum Weidetiere ausbrechen.

    Ich verstehe immer gar nicht so recht, was eigentlich die Erwartung jetzt ist. Bei uns gibt es noch kein festes Wolfsrudel, ob sich hier jemals eines ansiedelt, das weiß man nicht. Wir haben aber schon einige Durchzügler von Dänemark und nach Dänemark gehabt und auch schon Risse bei uns in der Gemeinde. Auch die Durchzügler sind natürlich an den Dörfern vorbeigelaufen und auch sehr in der Nähe von Häusern und Straßen gesichtet worden ... genau so wie alle anderen Wildtiere, die hier leben eben auch. Da gibt es keine "Sperrzone" auf dem Land, Wildtiere werden auch nicht selten direkt hinter den Häusern am Ortsrand und auch dem ein oder anderen vllt etwas wilderen Garten gesichtet. Aber natürlich leben sie schon auf der ersten Wiese, dem ersten Feld, dem ersten Knick, sobald man sich eben entsprechenden Flächen nähert. Natürlich sind da Wildtiere auf und neben dem Feldweg, den Blessvoss fotografiert hat. Da kann man nun draus machen, was man möchte, aber es ist nunmal erstmal eine Tatsache, an der nichts unnormal ist.

    Bei Anju gab es noch nie Monitoring bei Narkosen. Muss man das vorher ansprechen, wenn man das möchte? Angeboten wurde mir das nämlich auch nie.

    Nein, das sollte zum medizinischen Standard gehören.. eigentlich.

    So lange alles glatt läuft stört sich ja auch keiner dran.. stattdessen freut man sich über die günstige OP..

    Spannend wird’s halt, wenn’s keine Überwachung gab und es schief geht.

    Gehört das Monitoring auch bei Katzen zum Standard?

    Ich finde das schon irgendwie schwierig. Beim Pferd zum Beispiel ist es eher die Frage ob stehend oder liegend, ob Klinik oder Zuhause, ob bedeckt oder unbedeckt. Klar ist das auch eine Preisfrage.