Bzgl. der Bulldogge empfand ich das Training ohne Maulkorb als grenzwertig (ebenso wie Herr Rütter). Der Hund ging immer wieder nach vorne, ohne dass die Besitzerin ausreichend Einfluss nehmen konnte. Meiner Meinung nach hätte der Trainer hier eine deutlichere Ansage machen müssen, denn sollte dieser Hund einmal jemanden erwischen, dann kommt er so durch keinen Wesenstest.
Beiträge von *Sascha*
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Ich sehe das wie dein Freund. Fremde Hunde haben nichts an fremden Gartenzäunen zu suchen. Mir wäre wichtig, dass deine Hündin auf deeskalierendes Verhalten des fremden Hundes reagiert, dass sie sich von dir abrufen lässt und sofort beruhigt und dass sie sich nicht zuständig fühlt, wenn du bspw. schon am Zaun stehst.
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https://web.archive.org/web/2013120913…gefahren/rassen
In dieser Studie (finde ich nur übers webarchiv) sind im mittleren Teil weitere Studien wiedergegeben, die wiederum unten im Literaturverzeichnis genau aufgelistet.
Bisher nur überflogen, aber die Autorin kommt nach Sichtung der verschiedenen Studien zu eben genau dieser Position:
Zitat: "Betrachtet man die zitierten Studien dann zeigt sich, dass eine besondere Gefährlichkeit bestimmter Rassen aufgrund rassetypischer Wesensmerkmale somit weder von der Definition des Wesens her noch auf der Basis bisheriger Untersuchungen über die Beteiligung bestimmter Rassen an Beißvorfällen zulässigerweise abzuleiten ist." -
Der Glaube ist hier nicht entscheidend. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege oder statistische Signifikanzen, die diesen Glauben belegen.
Du hast völlig Recht mit der Kritik am "Glauben".
Aber dass es keine Studien gibt, die eine erhöhte Gefährlichkeit bestimmter Rassen zeigt, stimmt so nicht. Manche Studien finden da durchaus was - aber eben nicht alle. Und natürlich stößt man sehr schnell auf die Frage was ein Rassehund ist (nur mit Papieren) und wie Mischlinge zuzuordnen sind...
Alle (deutschen) Studien, die ich bisher gelesen habe, behaupten das Gegenteil und weisen daraufhin, dass andere Studien zum gleichen Ergebnis gekommen sind.
Aber gerne lese ich auch mal eine Studie, die zu einem anderen Ergebnis kommt. Hast du da etwas? -
Wenn man (wie ich bspw.) glaubt, dass unabhängig von Haltung und Umgang bestimmte Rassen unangemessen hohes Gefährdungspotential mitbringen, ist die geringere Zahl dieser Hunde ein positiver Aspekt, der Auflagen/Zuchtverbote rechtfertigt.
Der Glaube ist hier nicht entscheidend. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege oder statistische Signifikanzen, die diesen Glauben belegen.
Tatsächlich ist es so, dass sich die meisten Wissenschaftler nach mittlerweile etlichen Studien und Untersuchungen zu diesem Thema einig darüber sind, dass es keine per se gefährlichen Rassen gibt, sondern nur gefährliche Individuen und die in allen Rassen.
Ob ich das glaube oder ob du das glaubst, ob irgendjemand irgendetwas glaubt, es ist völlig irrelevant. Es gibt einfach auch nach weiteren 20 Jahren Forschung keinerlei belastbares Material, dass die gelisteten Rassen eine höhere Gefährlichkeit aufweisen als andere nicht gelistete Rassen. Die Rasselisten sind aus wissenschaftlicher Sicht reine Willkür und nicht geeignet gefährliche Hundeindividuen zu ermitteln. -
Verbote und Auflagen treffen immer nur die Menschen, die sich auch daran halten.
Das gilt naturgemäß für alle Verbote und Auflagen, ist aber kein Grund, sie nicht zu erlassen.
Das sehe ich anders. Wenn der Gesetzgeber mit einem Gesetz nur die Menschen trifft, die er gar nicht treffen wollte und keine Kapazitäten hat, ein Gesetz ansonsten durchzusetzen, dann erfüllt das Gesetz nicht seinen Zweck.
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Nur weil es eine seriöse Zucht gäbe, könnte das entsprechende Klientel (das wie angemerkt vom seriösen Züchter eh keinen Hund bekäme) ja dennoch weiter bei den verkorksten Hinterhofzuchten einkaufen.
Ja, und wenn es ein Haltungsverbot gibt, dann weichen diese Leute einfach auf andere Rassen oder Mixe aus oder halten und züchten ihre Hunde einfach weiter illegal. Verbote und Auflagen treffen immer nur die Menschen, die sich auch daran halten.
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Plus eine gewisse "betriebsblindheit " die dazu führt das ungeeignete Halter "plötzlich " gefährliche Hunde haben ohne sich "bewusst " dazu entschieden zu haben
Ja, diese gehören aber weniger zu "diesem Problem", denn sie bewegen sich innerhalb der Legalität und sind damit durch Gesetze und Auflagen erreichbar. Natürlich gibt es dann auch hier fahrlässige Handlungen, die zu Gefährdungen führen können, aber eben nicht diesen bewussten und gewollten Umgang mit Gefährlichkeit.
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Schwierig finde ich, dass sich hier nun scheinbar wieder auf eine bestimmte Rasse/Züchtung eingeschossen wird, denn selbst wenn es bei dieser Züchtung nun wirklich so der Fall sein sollte, dass sich die Individuen durch eine gestörte Kommunikation auszeichnen (Was noch zu beweisen wäre ...), ändert das ja am Grundproblem rein gar nichts, dass sich nämlich eine bestimmte Klientel immer wieder Hunde züchten und abrichten wird, die sich durch ein inadäquates Aggressionsverhalten auszeichnen. Da helfen Verbote von Rassen nicht wirklich weiter.
Was würde denn deiner Meinung nach etwas am Grundproblem ändern? Und was ist denn deiner Meinung nach eigentlich das Grundproblem?
Ich glaube, dass das eher eine Frage für einen Soziologen ist. Mit Hunden hat dieses Problem wenig zu tun.
Laienhaft versucht, ist es einmal die Frage danach, warum Menschen gefährliche Hunde wollen und zum anderen, welche Rolle "Kämpfe" in der menschlichen Gesellschaft spielen. -
Schwierig finde ich, dass sich hier nun scheinbar wieder auf eine bestimmte Rasse/Züchtung eingeschossen wird, denn selbst wenn es bei dieser Züchtung nun wirklich so der Fall sein sollte, dass sich die Individuen durch eine gestörte Kommunikation auszeichnen (Was noch zu beweisen wäre ...), ändert das ja am Grundproblem rein gar nichts, dass sich nämlich eine bestimmte Klientel immer wieder Hunde züchten und abrichten wird, die sich durch ein inadäquates Aggressionsverhalten auszeichnen. Da helfen Verbote von Rassen nicht wirklich weiter.