. Ist ja auch daran zu merken, dass es zunehmend Einrichtungen für entsprechende Hunde gibt und Halter:innen entsprechender Hunde halt nicht zum Tierarzt gehen und nach einer Euthanasie fragen (unabhängig davon, ob diese durchgeführt werden würde), sonder erstmal die Einrichtungen durchtelefonieren.
Das ist ja prinzipiell doch auch erstmal nicht falsch, dass jemand, der häuslich überfordert ist mit seinem Hund, den Hund in eine Einrichtung geben könnte (wenn denn Platz wäre), wo dieser Hund eingeschätzt und ggf. trainiert werden kann. Hier müsste natürlich auch realistisch eingeschätzt und eine entsprechende Empfehlung zum weiteren Verfahren ausgesprochen werden. (trainierbar ?, vermittelbar ? unter welchen Bedingungen, und auch die Empfehlung zur Euthanasie)
ZitatIch bin da eher erstaunt, wie viele doch sehr lang für ihren Hund bezahlen. Das steht für mich im Kontrast zu"mimi die böse Gesellschaft" usw. Ich hab teils Studentinnen erlebt, die sich sonstwas für Nebenjobs aufgebrummt haben, um zusätzlich 600 Euro pro Monat für ihren entgleisten Hund aufzubringen. Oft wurde kommunziert..."wir finden jemand für deinen Hund, dann muss nicht mehr bezahlt werden", aber naja, normalerweise werden entsprechende Hunde jetzt nicht so schnell, wenn überhaupt, vermittelt.
Nun ja, es IST die Verantwortung eines jeden Hundehalters für seinen Hund aufzukommen. Natürlich ist es aber ein Problem, wenn unseriöse Einrichtungen mit falschen Versprechungen locken.
ZitatFreiwillig und einfach so..übernehmen maximal einige Privatpersonen, weil sie Rassefreaks sind oder Insta Fame haben wollen oder unbedarfte, angehende Trainerinnen sind, die sich so einem Projekt widmen wollen (und es in der Regel hinterher bereuen).
Was manchmal läuft, sind halt spendenbasierte Unterbringungen, aber auch da gibt es halt Grenzen. Schwierig.
Jeder, der die Verantwortung für einen Hund übernimmt, der tut das freiwillig. Moralisch gefühlte Zwänge haben keine rechtliche Relevanz. Hierin liegt von mir keine Wertung.
ZitatIch denke, wenn es so weitergeht, wird es eine Art Euthanasie Tourismus geben.
Steht das nicht im Widerspruch zu deiner obigen Aussage, dass Hunde gar nicht zur Euthanasie vorgestellt werden, sondern direkt Einrichtungen abtelefoniert werden? Es scheint ja eher so zu sein, dass die verantwortlichen Halter die Verantwortung für eine Euthanasie nicht übernehmen wollen, sondern hoffen eine Einrichtung zu finden, die sich dieses Problems annimmt.