Beiträge von ChiBande

    Bitte was versuchst du schön zu reden?

    Der Wolf kommt mehrmals bis auf wenige Meter an den Menschen heran.

    Sie tut was man empfohlen bekommt. Nicht weglaufen, schreien..

    Und jetzt sagst du sie soll in ein gepflügtes Feld laufen?

    Wo der Stand unsicher wird, der Gang langsam und wackelig, man vielleicht stolpert und so eine verletzliche Haltung annimmt...

    Der Bauer wird sich auch bedanken, wenn die Menschen auch noch anfangen durch die Felder zu latschen...

    Wie kommt ihr darauf, dass es in Deutschland ein „ unendliches“ Nahrungsangebot für Wölfe gibt?

    Das gibt es doch sonst nirgends auf der Welt, nicht mal in der Serengetie. Ausgerechnet in unserem zugebauten Land?

    Weil sie sich dann halt auf Weidetiere spezialisieren. Und solange nicht alle Menschen Vegetarier werden, wird es Viehzucht geben.

    Oder sie holen sich Haustiere, wenn sie zu krank sind um Wild zu fangen.

    Normales Verhalten für Wölfe ist, bequeme Wege zu benutzen. Normales Verhalten ist, auf von Menschen gemachten Wegen zu laufen. Normales Verhalten ist auch, den bequemen, direkten Weg durchs Dorf zu nehmen, wenn der sicher scheint, anstatt den unwegsameren Umweg drum herum zu machen. Normales Verhalten ist, Menschen zu beobachten. Normales Verhalten ist, sich die einfachsten Nahrungsquellen zu erschließen.

    Es liegt doch am Menschen, sich mit dem Thema Wolf auseinander zu setzen, zu lernen und angemessen zu handeln.

    Ich weigere mich, mich damit auseinander zu setzen, dass meine Hunde, meine Katzen oder meine Kaninchen in meinem Garten Wolfsfutter sind, weil der Wolf sie als einfachste Nahrungsquelle sieht.

    In keinem Land werden Raubtiere in Dorfnähe geduldet. Die werden nicht sehr freundlich vergrämt.

    Wir sollen schulterzuckend zuschauen und sagen "tja, der erobert sich sein Land zurück..."

    Ich sag nicht, dass er keine Wege benutzen soll. Aber ich sage, er soll sie nicht dann benutzen, wenn Menschen dort sind.

    Ich bin nicht total gegen den Wolf, aber so Easy peasy sehe ich das halt auch nicht.

    Ich finde es auch nicht ok, dass Wölfe elendiglich an Räude zugrunde gehen. Oder angefahren und schwer verletzt Stunden rumliegen, bis sie von selbst qualvoll sterben, weil der Wolfsbeauftragte nicht erreichbar ist, und Jäger oder Polizei sich das nicht antun wollen. Also die Hetze danach.

    Für mich las es sich einfach so, als wäre alles kein Problem.

    Vielleicht hat das aber auch nur der Absatz mit der Freude über Wolfsspuren - für mich - so rüber gebracht.

    Ich bin auch eher feig. Natürlich setze ich darauf, dass der Wolf sich nicht blicken lässt und uns bestenfalls beobachtet. Das wäre für mich auch absolut normales Verhalten.

    Trotzdem bin ich froh, dass "unser" Wolf weitergezogen ist.

    Ich mag auch viele Tiere und ich bemühe mich sehr rücksichtsvoll zu sein.

    Ich weiß auch, dass man Vorkehrungen treffen muss, um seine Tiere zu schützen.

    Wir sind die 3. Häuserreihe unterhalb des Waldes.

    Wir haben Kaninchen in Außenhaltung. Heißt, dass der Nachtstall, Marder- und Fuchssicher gebaut wurde. Das heißt auch, dass meine Kaninchen, die untertags den ganzen Garten zur Verfügung haben, nachts eingesperrt werden, um sie zu schützen.

    Also Schutzmaßnahmen treffen ist mir nicht fremd. Ich verlange nicht, dass alle Füchse und Marder in meiner Umgebung abgeschossen werden.

    Aber man muss halt ehrlich sein und kann einen 300qm kaninchensicheren Garten und ein 9qm nachtsicheres Gehege nicht mit einer Weide/Stall vergleichen.

    Aber gerade deswegen fände ich es so wichtig, Wölfe scheu zu halten und ihnen zu zeigen, dass menschliche Nähe einfach scheiße ist. Dazu zählen für mich auch Weiden die direkt an Dörfern, zwischen Häusern liegen.

    Es wurden schon Hunde aus Gärten geholt.

    Muss ich jetzt damit rechnen, dass ein Wolf in unseren Garten springt und die Kaninchen holt. Ich dürfte meinen Zaun weder erhöhen, noch mit Strom einfassen.

    Da bliebe meinen Tieren nur lebenslang 9qm. Und das tut weh, weil man auch für seine Tiere, das beste möchte.

    Das stimmt schon. In vielen Situationen ist die Größe irrsinnig praktisch, weil ich sie unter den Arm klemme und der Hund mit meinem Körper "verschmilzt". Hat uns bei Begegnungen mit anderen Hunden schon oft geholfen und wir konnten uns ohne viel Aufwand aus der Affaire stehlen.

    Aber der Wolf sähe und ja schon viel früher, als wir ihn. Und wüsste, dass ich das schmackhafte Frühstück an mich genommen habe.

    Also ich habe derzeit keine Angst von einem Wolf angefallen zu werden. Ich denke derzeit gibt es auch keinen so auffälligen Wolf, und ich schätze die Gefahr auch sehr sehr gering ein, dass sich so etwas wie es bei Kurti passiert ist wiederholt.

    Ich verstehe schon, das man mit dem Wolf leben muss.

    Aber die Schilderung von Mehrhund finde ich ehrlich gesagt traurig und nicht als "ach alles nicht so schlimm".

    Was ist toll daran, daß man nicht mehr alleine in den Wald kann?

    Dass man immer jemanden suchen muss, der einen begleiten kann.

    Ich finde es auch nicht toll, daß man wenn es dunkel ist, nicht mehr raus kann.

    Für mich heißt das, daß ich im Winter mit meinen Hunden gerade mal mittags /früher nachmittags 1x eine Runde gehen könnte (eigentlich auch da nicht, weil Wald alleine ja nicht geht) . Und dann auch nur, wenn zu der Zeit gerade kein Termin (Arzt, Handwerker, Schule etc) ist. . Ansonsten nur Garten.

    Ich möchte mal den Rasseberatungsthread sehen wo ein User sagt, dass er einen Hund möchte, im Wolfsgebiet lebt und deswegen mit dem Hund im Winter max 1x spazieren gehen kann. Ansonsten nur lösen im Garten (falls überhaupt vorhanden). Tolle Spaziergänge im Wald kann man nur am Wochenende machen, weil unter der Woche der Partner erst nach Hause kommt, wenn es bereits dunkel ist, und alleine in den Wald nicht möglich ist.

    Da würde doch JEDER sagen, dass man sich unter den Voraussetzungen keinen Hund holen soll. Und jetzt sollen tausende Hunde so leben und es wird mit einem Schulterzucken abgetan?

    (ja ich weiß in anderswo werden Hunde von Nilpferden, Löwen, Leoparden... gefressen, es geht keiner mit ihnen Gassi etc)

    Gerade ich mit kleinen Hunden wäre doch für den Wolf total interessant. Meine Hunde stellen ja keine Gefahr für ihn dar, sondern sind leichte Beute.

    Da wird immer gemotzt, dass man kleine Hunde wie Hunde behandeln soll. Da wird sich aufgeregt, dass kleine Hunde nur mal um den Block geschliffen werden.

    Und jetzt liest man, dass das ganz normal ist, im Wolfsgebiet im Dunkeln nicht mehr raus zu gehen. Dass es normal ist nicht mehr alleine in den Wald zu können etc.

    Ich fand es definitiv nicht toll, als ich eine Wolfsspur gefunden habe und meine Hunde fanden es definitiv auch nicht toll. Die hatten Angst. So richtig.

    Also so romantisch toll wie Mehrhund, finde ich ihre Beschreibung nicht.

    Da wo ich wohne, bleibt mir nur Stadt, oder Wald. Feld ist knapp 30 Minuten Fahrzeit entfernt, das geht unter der Woche kaum. Schon gar nicht im Winter.

    Das heißt, meinen Hunden bliebe unter Mehrhunds Voraussetzungen nur noch täglicher Stadtleinenspaziergang. Jetzt im Winter mit gesalzenen Straßen.

    Wie kann ein Hundefreund dazu sagen, das ist die Zukunft. Das ist zu akzeptieren.

    Wie sollen unter diesen Voraussetzungen Hunde ausgelastet werden?

    Stadt an der Leine lastet meine nicht aus.

    Da sind sie nachher nicht müde und zu Frieden. Wald, Feld, Freilauf. Das macht sie zufrieden und müde. Körperlich und geistig. Gerade Enzo der so reaktiv ist, braucht die Stille im Wald um runter zu kommen.

    Was macht man mit den vielen reaktiven Hunden. Haben die alle Pech?

    Wohin darf man solche Hunde in Zukunft noch vermitteln?

    Wohin darf man überhaupt noch Hunde vermitteln?

    Und wer darf noch Hunde bekommen?

    Also ich freue mich wie ein Schnitzel wenn ich KEINE Wolfspuren in meiner Umgebung finde.

    Ich finde es wirklich mutig, wenn man unter diesen Voraussetzungen Hundehaltung in Betracht zieht. Meines wäre das nicht.

    Nicht mal für "nur" eine Begleithunderasse.

    Wir leben aber nicht in Afrika oder Indien.

    Wir leben auch nicht in Australien, wo es genug giftige Tiere gibt.

    Wir leben in Mitteleuropa.

    Ist das ein Argument?

    Sind Löwen und Nilpferde ein Argument für den Wolf in Mitteleuropa?

    Und dass anderswo Menschen von Nilpferde getötet werden, ist jetzt ein Argument wofür?

    Aber genau das, ist doch normales Verhalten.

    Aus der Ferne schauen.

    Der ist nicht bis auf 10m rangekommen und neben dir hergestiefelt.

    Der ist nicht an den Zaun gekommen, wie der Wolf bei der Frau aus dem Video, wo sie auf der Weide übernachtet hat.

    Der ist nicht bis auf wenige Meter an dich rangekommen, wie der Wolf bei dem Schäfer.

    ...

    Ich weiß nicht, ob ich so undeutlich schreibe...

    Ich kann mich erinnern, dass meine Oma noch Hagebuttenmarmelade gekocht hat.

    Rezept hab ich keines..ich weiß nur, dass es furchtbar fitzelig war.

    Ich denke schälen und Häarchen entfernen?

    Geschmeckt hat es uns Kindern sehr gut.

    Die war eher wie ein Gelee, nicht stückig.

    Es ist halt schwer. Ein "Man muss sich mit dem Wolf abfinden" finde ich irgendwie ok. Funktioniert ja in vielen Ländern. Aber es gehört ein guter Mittelweg gefunden.

    In den meisten anderen Ländern lebt man ganz selbstverständlich mit Löwen, Leoparden, Pumas, Bären, Giftschlangen und -spinnen, Nilpferden, Tigern, Hyänen. Kindern müssen auf ihrem Schulweg an Elefanten vorbei, die auch durchaus gefährlich werden können, in den meisten Regionen ist das Vorkommen von - auch für Menschen potentiell gefährlichen Tieren - völlig normal und gehört zum Alltag. Der größte Unterschied ist wohl, daß dort - anders als hier - schon kleine Kinder genau wissen, wie sie sich in Gefahrensituationen zu verhalten haben. Wildtiere dürfen keine negativen Auswirkungen auf Menschen haben? Ja, warum denn nicht? Die Natur ist nicht nur positiv, sondern hat auch für Menschen negative Seiten, das sollte man durchaus so annehmen.

    Wir leben aber nicht in Afrika oder Indien.

    Wir leben auch nicht in Australien, wo es genug giftige Tiere gibt.

    Wir leben in Mitteleuropa.

    Und es macht einen Unterschied, ob das Wildtier lernt sich von Menschen fernzuhalten, weil das unangenehm wird, oder ob gelernt wird, dass wir gar nix tun. Sie nah an uns ran können, ohne dass ihnen der Pelz brennt.

    Ich hab doch geschrieben, dass Wölfe/Rudel, die man nicht zu Gesicht bekommt geschützt/erhalten/"gepflegt" werden können. Aber Wölfe/Rudel die sich an Weiden in unmittelbarer Dorfgegend zu schaffen machen, die Menschen austesten sind nicht nötig.

    Es gibt genug Wölfe, die sich noch wie ein Wildtier benehmen und nicht wie ein verwilderter Hund.

    Hält man denn Kinder in der Nähe von Straßen die ganze Zeit an der Hand?

    Wir hatten in Deutschland im Jahr 2020 22.500 im Verkehr verunglückte Kinder (=mindestens verletzt mit Behandlung - das waren noch wenig, Corona sei Dank)

    Wieviele vom Wolf verletzte und getötete Kinder hatten wir?

    Trotzdem setzten wir uns problemlos ins Auto um in ein schönes Spaziergehgebiet zu kommen. Wir bringen Kinder, Erwachsene, Hunde, Katzen, Wildtiere (auch Wölfe)in Gefahr, verletzen und töten sie.

    Aber wenn ein Wildtier unsere (Freizeit-)Freiheit einschränkt, und seien die Opferzahlen noch so klein, geht das natürlich gar nicht…

    Ich weiß nicht wieso du so pampig wirst.

    Es sterben auch viele Kinder an Krankheiten. Trotzdem setzen wir Kinder in die Welt. In Kriegsgebieten werden auch Kinder geboren, trotz trister Zukunft, ...

    Dein Argument finde ich blöd.

    Meine kleinen Kinder hatte ich an der Hand. Und den Jüngsten, der die blöde Angewohnheit hatte, ohne Vorwarnung los zu laufen und sich im Laufen nach mir um zu drehen, ob ich eh auch nachlaufe, kam sogar an die Leine. Das war mir bei den schmalem Gehsteigen bei uns zu gefährlich.

    Er bekam an der Schlaufe seines Rucksackes einen Schal oder ein gestricktes Band gehängt. Und wenn er einen besonders "lustigen" Tag hatte, hab ich es gehalten und er konnte nicht entwischen, während ich mich um die anderen beiden Kinder kümmerte.

    Mit Wölfen, die im Wald bleiben und sich nicht blicken lassen, damit könnte ich leben lernen.

    Mit Wölfen, die Spaziergänger "begleiten" definitiv nicht.

    Gerade ihr in Deutschland habt so viele unproblematische Wölfe. Die gehören "gepflegt".

    Die scheuen, unsichtbaren Wölfe, die stellen auch kein Problem dar. Für die muss ich meine Kinder im Wald nicht an die hand nehmen.

    Die Wölfe, die keine Scheu haben, die Kontakt aufnehmen und Spaziergänger begleiten, das ist für mich nicht tragbar und auch nicht zu akzeptieren.

    Gerade Deutschland hat so viele Wölfe, da ist man auf diese halbdomestizierten nicht angewiesen.