Beiträge von ChiBande

    Was macht man, wenn man "so einen" Hund besitzt.
    Im Prinzip wurde man ja über die Herkunft belogen. Hat man da Ansprüche?
    Was wenn ich genau die Verpaarung mit diesen Elternteilen wollte und nun einen falschen Elternteil habe. Also eigentlich nicht das bekommen habe, wofür ich bezahlt habe.
    Wenn die Hunde keine Ahnentafel haben, und man mit diesem Hund in die Zucht wollte. Geht das dann noch?
    Was ist, wenn ich mit diesem Hund schon gezüchtet habe. Werden dann den Nachkommen auch die Papiere entzogen?

    Das man den Hund nicht zurück gibt ist eh klar. Mir gehts da jetzt eigentlich um rechtliche Fragen.

    Ich glaube hier ist jetzt gemeint dass du den beiden unbewusst beigebracht hast dass es okay/gewollt ist dauerhaft weg zu bleiben, sie schauen auf dein Kommando kurz vorbei und bekommen Belohnung, dann gehen sie wieder bis zur nächsten Möglichkeit wieder rangerufen zu werden mit Belohnung. Das weit weg von dir laufen wird also indirekt belohnt. Du dürftest sie also nicht mehr belohnen fürs weg bleiben-rankommen-weggehen sondern nur noch für generell für in deiner Nähe laufen.

    Ach so, ja da kann sich wirklich eine unerwünschte Verhaltenskette eingeschlichen haben.
    Sie holte sich gerne freudig das Leckerli und ist dann sofort wieder davon geschossen.

    Das bei uns bleiben, haben wir wohl nicht ordentlich gelernt.
    Aber es ist tatsächlich so, dass sie schon als Zwerg vorne weg war, während Otis an mir klebte.

    Meist erntet man, was man übt. Für mich hört sich das so an, als ob beide Hunde diese Verhaltenskette genau so beigebracht bekommen haben und zeigen sie deshalb so.

    Find ich interessant. Aber ich versteh es nicht ganz.. :ops:
    Wie könnte ich ihnen das vorne weglaufen beigebracht haben. Denn so wie Otis an der Leine ist, ist es mir definitiv lieber.

    Wobei ich erwähnen muss, dass als Otis mit 10 Wochen als Urlaubsbetreuung zu uns kam, Fiora und Enzo auch erst 16 bzw. 17 Wochen alt waren. Ich glaube, ich habe alle 3 Zwerge, aufgrund des geringen Altersunterschiedes, gleich behandelt.

    Danke für eure vielen Antworten, ich finde das interessant zu lesen.

    Ein Hund kann ja auch auf zwanzig Meter Entfernung Blickkontakt aufnehmen. Aber, was sagt ihm das bezüglich "Radius der Leine"? Und, wenn Du schreibst, der Hund bekommt ein Lecker, wenn er zu Dir herkommt, dann heißt das ja auch, dass er vorher erst Mal weg sein muss. ;)

    Ja, Flo und Enzo sind prinzipiell "weg". :ugly:
    Ich hab das wirklich lange und ausdauernd geübt, aber es ist einfach kein Bedürfnis, das ohne Aufforderung zu machen. Also das bei mir bleiben.


    Ich erwarte ja kein Hundeschulfuss, sondern ein entspanntes neben mir laufen. Schnuppern, stehenbleiben, alles erlaubt.

    Quote/ Da kommen wir der Sache näher. Bei mir heißt nämlich Leinenführigkeit, dass der Hund sich maximal entspannt im Radius der Leine aufhält. In der Bewegung und im Stehen. (Egal, ob ich an selbiger hänge oder nicht.) Und, er einen entspannten Umgang mit Ablenkung zeigt.Fuß gehen ist eine völlig andere Übung. Da möchte ich Motivation und Konzentration, also Anspannung.
    [/quote]

    Ja, so ist Otis. Entspannt. Mit und ohne Leine. Bei ihm wurde die Leinenrührigkeit quasi angeboren.
    Wenn ich Fuß sage, also "schönes" neben mir gehen verlange, dann ist er auch auf Spannung und hat den Blick auf mich gerichtet.
    Ich finde das so toll. So einfach und auch im Umgang mit ihm sehr angenehm.

    Da frage ich mich, sind Hunde die quirliger/außenorientierter/forscher sind auch an der Leine nach vorne gerichtet und kann man "solchen" Hunden lernen so entspannt bei einem zu bleiben oder wird es immer nur mit "Anleitung" klappen.
    Flo und Enzo sind 2,5 Jahre alt, bisher klappt es nicht ohne meine Führung.

    Und..wie waren eure "von Haus aus" leinenführigen Hunde als Welpen.

    Otis war als Welpe schon sehr ruhig und überlegt. Er hat sich Dinge angesehen und die Anderen machen lassen. Er war immer schon sehr an mir orientiert.
    Er ist schon als Welpe an der Leine neben mir gelaufen.
    Flo und Enzo waren schon als Welpen mitten im Geschehen. Immer auf Erkundungstour und sie waren an der Leine schon als winzige Zwerge voraus.

    Hört sich ehrlich gesagt eher nach einem korrekturbasiertem Training an. Vielleicht gehört das für die Hunde schlichtweg dazu ...

    Nun ja, ich lobe Blickkontakt, wenn sie selbständig herkommen, gibt es Leckerlies.
    Aber es ist ihnen kein Bedürfnis neben mir zu sein. (weder im Freilauf, noch an der Leine)
    Sie wollen vorneweg gehen und am liebsten so lange wie die Leine hergibt. Da ist dann auch hin und wieder ein leichter Zug auf der Leine wie es @Juliaundbalou schreibt. Wenn ich möchte, dass sie neben mir bleiben (Hundebegegnungen, Autos, Radfahrer, einfach mal so, ....) dann muss ich sie rufen (also korrigieren) und mit "links" oder "rechts" an die jeweilige Seite dirigieren wo ich sie haben will. Und das leider auch immer wieder einfordern.

    Heute hab ich es wieder beobachtet. Vorne geht Flo entspannt, aber eben so lange wie möglich, mit hin und wieder Zug, sie könnte ja noch weiter vorlaufen.
    Auf Kommando neben mir, läuft sie sehr konzentriert, trabt wie ein Pferdchen, hebt die Füße hoch, ist angespannt und man merkt es fällt ihr schwer sich neben mir zu entspannen. Sie ist da sehr nach vorne fokussiert. Ein Ohr zeigt aber in meine Richtung um ja nicht zu verpassen, wann ich sie freigebe. Nur um dann wieder ganz nach vorne zu laufen.
    Die Möglichkeit auch mal wo zu schnuppern nutzt sie nicht. sie trabt angespannt wie eine Feder neben mir.
    Ich erwarte ja kein Hundeschulfuss, sondern ein entspanntes neben mir laufen. Schnuppern, stehenbleiben, alles erlaubt.

    Mit Otis spazieren gehen ist so entspannt, es ist ein miteinander.
    Wir traben vor uns hin. Wenn ich zu ihm hinunterschaue, sieht er mich an. Ich plaudere mit ihm und wir gehen gemeinsam unseren Weg.
    Wie ein altes Ehepaar. :lol: Es ist total nett.

    Mit Flo/Enzo, ist es ein immer wieder erinnern müssen, dass die Leine nicht länger wird.
    Das ist irgendwie kein miteinander. Ich gehe hinten und sie vorne.
    Mir gefällt das andere besser.

    Und da Otis auch vom Charakter her anders ist (eh klar), habe ich mich gefragt, ob dieses miteinander wohl Charaktersache ist, oder ob Otis einfach prinzipiell sehr besonders :herzen1: ist.

    Und ob diese Erfahrung bei der Auswahl eines Welpen eine Rolle spielen kann.

    Es müsste erst Mal eine Defintion von Leinenführigkeit für die Verlgeichbarkeit her ... bei mir hat die nämlich zum Bespiel nicht zwangsläufig was damit zu tun, dass die Hunde neben mir laufen.

    Die offizielle Definition kenne ich nicht, ich wollte mit Leinenführig ausdrücken, das an lockerer Leine laufen. Kein richtiges Hundeschule-Fuß, sondern an lockerer Leine in meiner Nähe, mit immer wieder Blickkontakt zu mir. Ohne Kommando und ohne richtiges Training. Sondern einfach so, weil die Hunde das von selbst anbieten.

    Flo und Enzo können ja - nach einigem Training - auf Kommando neben mir bleiben. Aber es ist ihnen einfach kein Bedürfnis. Und das Kommando muss immer wieder in Erinnerung gerufen werden.

    Ev hätte ich den Titel anders wählen sollen. "Freiwilliges gehen an lockerer Leine - Charaktersache?" oder so etwas in der Art...

    Maja hat autistische Züge, sie will keinen Blickkontakt, will lieber Abstand, läuft zügig. Jedoch zieht sie nicht an der Leine. Ganz am anfang zog sie absolut, aber sie lernte schnell langsamer an der Leine zu laufen.

    Kimani ist ein Hund welcher an mir klebt. Sie ist durch und durch mein Hund. Sie will es mir recht machen, sie sucht Kontak, sie hat Spaß zu rennen jedoch läuft sie locker an der Leine, wenn sie mal an der Leine läuft.

    Nova ist ein lebhafter und Energie geladener Hund. Sie erledigt am liebsten alles im Rennen. SIe kann locker an der Leine laufen, jedoch muss man sie immer mal wieder daran erinnern und es gibt Phasen da zieht sie sehen. Auch sie orientiert sich viel an mir und schaut viel zu mir, sucht Bestätigung und wenn sie kein Feedback bekommt rennt sie zurück.

    Witzig, deine Hunde lesen sich wie meine.
    Otis erkenne ich in Kimani wieder, Flo und Enzo in Nova.

    Emma - unsere 4. im Bunde - erinnert ein wenig an Maja. Ich habe sie im Eingangspost nicht erwähnt.
    Im Alltag ist sie ganz easy wie Otis, aber beim Spazierengehen etwas spleenig. Oder autistisch, keine Ahnung.

    Sie kann sich in Raum und Zeit verlieren. Kann ewig an einem Grashalm riechen. Sie liebt es an Mauern entlangzugehen. Mitten auf der Straße geht sie ungern. Schon auf leichten - ganz leichten! - Zug auf der Leine reagiert sie sofort mit vehementen Gegenzug. Gitter sind ganz böse.
    Mittlerweile geht sie seit bald 3 Jahren täglich mindestens 3x (hin und retour) an einem Gitter (das geht über die ganze Straße, nur links und rechts ist ein 20cm breiter Streifen Straße ohne Gitter) vorbei und es wird immer noch erst niedergestarrt, dann - weil es sich nicht in Luft auflöst - wird sich ganz vorsichtig vorangetastet. Sie wirkt dann wie ein scheues Pferdchen, sie steigt und springt vor und zurück und dann läuft sie ganz schnell, mit eingezogenem Hintern, die 2 Schritte vorbei. Als würde das Gitter sie anspringen und in den Popsch beißen. xD Jeden Tag das selbe Schauspiel.
    Sie wirkt ein wenig in ihrer Welt, ist aber beim Tricks lernen super intelligent und mit Feuereifer dabei.

    Bei ihr läuft es eigentlich ohne Leine besser, da wirkt sie viel glücklicher, gelöster, entspannter. Ich habe aber irgendwie kein gutes Gefühl dabei, weil sie manchmal so in ihrer Welt ist und vor sich hintrottet, dass ich Angst habe, dass wenn sie mal schnell reagieren muss, es nicht mitbekommt.

    Otis ist ein sehr angepasster Hund. Er ist total entspannt, will gefallen, hält oft Rückschau und orientiert sich an mir. Er ist im Alltag total unauffällig und ein wirklicher "Mitlaufhund".
    Im Haus sehr ruhig. Im Garten kann er gut entspannen, liegt in der Sonne und lässt es sich gutgehen.
    Otis ist schon als Welpe neben mir gelaufen. Leinenführigkeit musste nicht gelernt werden. Er läuft entspannt an durchhängender Leine neben mir. Seit längerer Zeit, nehme ich ihn kaum noch an die Leine, weil er auch ohne Leine in meiner unmittelbaren Nähe ist.

    Fiora und Enzo sind sehr aufgeweckte Hunde. Egal ob im Haus oder im Garten, sie sehen und hören alles. Entspannt in der Sonne brutzeln geht bei Enzo nicht. Flo liegt zwar gerne in der Sonne, hört aber alles und ist bereit sofort Nachschau zu halten. Von 0 auf Hundert in einer Nanosekunde. Aber auch wieder so schnell unten. Enzo braucht lange um halbwegs entspannt zu sein, nachdem er sich aufgeregt hat.

    An der Leine sind sie "mühsam". Also im Vergleich zu Otis. Sie wollen beide immer voraus gehen. Am liebsten so weit die Leine hergibt vor uns. Das können 1,2m oder 5m sein. Sie hängen NICHT in der Leine, aber sie reizen sie aus. Würden wahrscheinlich auch bei einer 10m Flexi noch bis zum Anschlag voraus sein.
    Natürlich kann ich sie mit Kommando neben mich beordern, aber während Otis eben locker neben uns herläuft, wirken Flo und Enzo wie "geschlagene Hunde". Als wäre es eine Strafe neben uns zu laufen und sie verpassen irgendwas. Sie wirken irgendwie so, als würden sie nur darauf warten wieder voraus laufen zu dürfen. Ich muss sie auch immer wieder erinnern neben mir zu bleiben.
    Automatisch - also ohne Kommando, so wie Otis - gehen sie voraus und würden niemals auf die Idee kommen einfach so neben uns herzulaufen.

    Wie ist das bei euch.
    Wie ist der Charakter eurer Hunde und wie die Leinenführigkeit.

    Kürzlich hab ich noch geschrieben, dass ich nicht in die "Verlegenheit" kommen möchte im Wolfsgebiet spazieren zu gehen.
    Nun ist es soweit. Bestätigt, dass es ein Wolf war ist es noch nicht, aber eine Sichtung gab es bereits und nun sind Schafe und Ziegen gerissen.

    Von meiner Haustüre zur Weide sind es 7,5 km.
    Sieben tote Tiere in Hadersfeld: Wolfsriss möglich - noe.ORF.at
    Erster Wolfsriss im Bezirk Tulln - Tulln - meinbezirk.at
    Verdacht auf Wolfsriss: Sieben Tiere tot auf Weide | krone.at