Vor Reizüberflutung kann man sich abschirmen, das schränkt ein, stört aber nicht bei jedem Atemzug.
Aber ich könnte mal meine Schwester fragen... enge Nase die beim Sport Probleme macht und ADHS. Ich nehme an sie kann halbwegs einschätzen was ihr lieber ist.
Ich habe aufgrund einer schweren Lungenentzündung eine "angeschlagene" Lunge.
Wirkt sich so aus, daß ich beim Bergaufgehen sofort außer Atem bin. Teilweise wie ein Fisch an Land mit aufgerissenen Mund dastehe und versuche genügend Luft zu bekommen. Langsam gehen und reden geht. Flotter gehen und reden lässt mich nach Luft schnaufen.
Wenn mich mein pubertierender jüngster Sohn auf die Palme bringt und ich ein Donnerwetter loslassen fange ich auch zu keuchen an.
Also ich kann ev. das Luftproblem brachizephaler Rassen nachvollziehen. Ist voll scheisse.
Mein Sohn ist Adhsler. Reizuberflutung ist genauso scheisse nur anders.
Ständig als schlimmes Kind angesehen zu werden, obwohl man sich so sehr bemüht alles richtig zu machen, aber die Alltagsgeräusche wie fallende Buntstifte, das Umblättern von Seiten, das Tratschen vom Klassenkollegen in der letzten Reihe, kann man nicht abschalten. Und schon kommt die nächste Rüge, weil man den Unterricht stört. Auch im Erwachsenenleben kann man sich vor Reizen nicht immer schützen. Man muss arbeiten gehen.
Der Traum meines Sohnes ist nach Schweden auszuwandern. In eine Hütte am See und in Ruhe gelassen zu werden. So ein Leben will halt auch finanziert werden...
Ich habe Probleme mit der Atmung, aber für meine Psyche ist das nicht das große Thema. Aber mein Sohn wurde regelrecht zerstört, weil er den Ansprüchen unserer Gesellschaft nicht gerecht werden konnte.
Ich wundere mich immer noch, wie aus einem so verzweifelten Kind ein so netter junger Erwachsener werden konnte und er nicht in Depressionen und Sucht verfallen ist.
Man kann das natürlich nicht auf die Hunde umlegen. Ich wollte nur auf dein Post antworten.