Ich wollte und möchte immer noch keinen Welpen. Deshalb ging ich vor 13 Jahren ganz naiv ins Tierheim um dort einen passenden Hund zu finden.
Tja, mit einem 5stündigen Arbeitstag, 2 Teenagern und einem Freigängerkater wurde ich in den umliegenden Tierheimen abgelehnt.
So bin ich beim Auslandstierschutz gelandet. Mittlerweile ist hier nach einem Griechen, die 2. Spanierin eingezogen. Wir hatten bisher wahrscheinlich auch viel Glück,alle 3 sind sehr angenehme Begleiter mit kleinerem Baustellen,die auch ein Hund aus der Zucht oder einem deutschen Tierheim haben kann.
Nr.1 mochte keine anderen Rüden, Nr.2 kann nicht alleine bleiben,Nr.3 hat einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb (ist bei einer Bretonin auch nicht unbedingt überraschend).
Gesundheitlich war und ist einiges nicht so einfach.Nr.1 hatte Leishmaniose und hat nach 5jährigem Kampf dagegen gehen müssen. Nr. 2 ist Leishmaniose positiv,in den gut 4 Jahren,die sie hier lebt gab es noch keinen Ausbruch. Zusätzlich hat sie IBD, die haben wir mittlerweile ganz gut im Griff. Nr.3 ist bisher gesund,MMK werden erst im Frühjahr kontrolliert. Schauen wir mal.
Im Freundes- und Bekanntenkreis gibt es in erster Linie Hunde vom Züchter, gesund sind auch da die wenigsten.
Hier werden wahrscheinlich auch weiterhin nur Hunde aus dem Ausland einziehen,mittlerweile ist es für mich eine Herzensangelegenheit. Ich bin Mitglied in dem Verein, der mir meine 2 Ladies vermittelt hat und bin überzeugt von dem was sie vor Ort leisten.
Trotzdem trage ich keinen Heiligenschein und mir muss niemand auf die Schulter klopfen weil ich „die armen Hunde gerettet habe“. Die 3 hätten sicher auch ein anderes Zuhause gefunden.
Genauso wenig verdamme ich Züchter und Hundehalter,die ihre Hunde dort holen.
Jeder hat Gründe für seinen Weg. Wichtig ist , dass es allen damit und miteinander gut geht. Ein bisschen mehr Toleranz und Respekt auf beiden Seiten wünsche ich mir manchmal.