Beiträge von Gersi

    Sind meine Bedenken berechtigt?

    Kommt drauf an.

    Ich bin kein Fan davon zu glauben, dass man sich allzu schnell "Dinge versaut". Wenn es vorher bei euch zu Hause gut läuft, wird es das danach wahrscheinlich auch. Auch wenn der Versuch dort scheitert.

    Und DAS (also die Gefahr, dass es da vor Ort nicht klappt) halte ich für das größere Problem. Fremde Umgebung fällt vielen Hunden schwer - und sechs Monate ist oft eine Phase, in der viele Hunde eher unsicher sind.

    Wie nah ist denn die Reha? Könntet ihr den Versuch nach einem Tag direkt abbrechen?

    Darum geht es doch auch gar nicht. Sondern das diese Menschen, falls sie nicht deine direkten Erben sind, deine Hunde gar nicht erst bekommen.

    okay - unter der Voraussetzung, dass die Erben nicht diese Menschen sind... dann sollte man tätig werden.

    Ich sehe aber da tatsächlich auch die Gefahr einer trügerischen Sicherheit. Dieses Gespräch alle fünf Jahre? Ist meiner Meinung nach wichtiger als alles andere. Eigentlich müsste es sogar noch enger getaktet werden und jedes Mal auf den Tisch, wenn sich die Hundezusammensetzung der potentiellen Hundeerben ändert.

    Ich finde auch, dass solche Vereinbarungen nur recht kurzfristig gehen - von Ausnahmen (bspw. feste Absprachen direkt bei der Anschaffung etc.) abgesehen. Und ich habe tatsächlich genug enge Menschen, denen ich blind vertraue und die meine Wünsche und meinen Hund gut genug kennen. Da sehe ich keine Notwendigkeit das testamentarisch zu regeln. Die werden das schon gut machen.

    Das war der Ausgangspunkt. Dann kam eine Trennung und Hund konnte weiter gut alleine bleiben. Na ja nach der Trennung kommt ja auch irgendwann ein neuer Partner und seitdem geht gar nichts mehr.

    Meine Hündin liebt meinen Partner, allerdings will sie, seitdem wir zusammen wohnen, nicht mehr alleine bleiben.

    Sie bellt ca 10 - 15min durch und beruhigt sich irgendwann.

    Wenn du wirklich ganz sicher bist, dass diese Timeline so stimmt - dann würde ich mir den Umgang deines Partner mit dem Hund ganz genau anschauen. (Oder den Umgang des Hundes mit deinem Partner, je nachdem.) Aber zunächst würde ich kritisch überlegen, ob das wirklich so ist. War das Alleinebleiben vorher tatsächlich problemlos? Gab es noch andere Veränderungen, die du hier nicht nennst (Umzug; Hinzukommen oder Wegfall von Hobby mit dem Hund, Kastration o.ä.)

    Wie oft wird der Hund angesprochen, wie wird reagiert, wenn der Hund ankommt und was möchte? Wie sind gemeinsame Spaziergänge? Wie verhält sich der Hund wenn der Partner den Raum verlässt? Wie viel Action/Unruhe ist zwischen den beiden? Belagert der Hund den Menschen?

    Zum Anfang einfach schauen was sich unterscheidet: Was ist anders beim neuen Partner als bei dir oder beim Ex?

    Woher kommt das eigentlich mit Merle?

    (Überlege gerade, ob mir da evtl. Infos fehlen).

    Liegt es nur daran, dass aus Merle-Hunden, wenn man es nicht weiß, Doppel-Merle fallen könnte?

    Oder gibt es doch irgendwelche Einschränkungen o.ä., die wenn auch nicht bewiesen, aber doch angenommen werden?

    Naja - entweder ist man gegen Qualzucht - das heisst dann aber auch, das auch Merle ect. bei bestimmten Rassen ein Problem sein kann und nicht gezüchtet/ausgestellt werden darf.

    Nein. Genau das ist das Problem.

    Es ist viel sinnvoller zuerst bei der Vollkatastrophe anzufangen - und zumindest zu handeln! - als sich nicht vor dem hundertprozent-Lösungsansatz zufrieden zu geben.

    (außerdem ist Merle ja, soweit ich das verstanden habe, noch nicht mal mehr der Graubereich sondern schlicht und einfach keine Qualzucht.)

    Das ist genau das, was ich meine. Dass die Fleischindustrie nicht unter die gleiche Gießkanne gehört wie die Produktion von "pets".

    Danke.

    Klar muss sich was ändern bei einigen Nutztierrassen. Ja, das dürfte auf Widerstände stoßen - und ggf. auch schwierig umzusetzen zu sein ohne ungewollte negative Auswirkungen.

    Aber Hunde sind keine Nutztiere. Wieso nicht da anfangen und ganz konkret bei den kurzköpfigen Tieren.

    Stattdessen der (natürlich zum Scheitern verurteilte) Versuch ALLES gleichzeitig und gleich anzugehen. Und während dann alle über Pudel oder Merle diskutieren, reißt die Frenchie-Schwämme nicht ab.

    Ich möchte natürlich stress vermeiden bei ihr

    Ich schließe mich der Meinung der anderen an: Stress passiert, gehört zum Leben - den Umgang damit zu lernen, ist wichtig!

    Was zuviel Stress bedeuten kann für einen Hund: Wenn er immer im Mittelpunkt steht, die Menschen ihn ständig beobachten - und nein, auch unauffälliges Beobachten ist nicht unauffällig für den Hund!

    Versuche echt, ein wenig Fokus vom Hund zu nehmen.