Beiträge von Gersi

    Ich war im Süden von Belgien, nicht am Strand.

    In Restaurants, in denen Hunde nicht willkommen war, bin ich natürlich nicht gewesen.

    Ansonsten habe ich nix von Kontrollen mitbekommen.

    Ich fand die freilaufenden Hunde auch überhaupt nicht schlimm: Die Streuner haben ihr Ding gemacht, die Hofhunde halt darauf bestanden, dass wir am Hof vorbeigehen. Mehr nicht.

    Ich war in Belgien im Sommer - aber in der Wallonie, möglich dass es in Flandern anders ist.

    Es gab recht viele Hunde-Verbote - und noch mehr völlig freilaufende Dorfhunde. Ich habe es tatsächlich als recht komische Mischung empfunden.

    Ich lasse Nastro ungern in Hotelzimmern alleine - und es war für mich schwierig, dass in Restaurants eigentlich überall Hunde nicht erlaubt waren. Wenn ich mich recht erinnere gab es auch eine sehr, sehr umfassende Leinenpflicht.

    Daran hat sich so gut wie keiner gehalten. Etliche Hunde streunten durchs Dorf, Hofhunde waren an jeder Ecke und oft bewachten sie ihren Besitz bis auf den Weg. War für Nastro und mich jetzt kein Problem, alle Hunde, die wir trafen waren absolut sauber. Für Mensch-Hunde-Gespanne, die Probleme mit Tut-Nixen haben, aber wohl anstrengend.

    Der Kontrast zwischen den offiziellen Regeln und der Realität war bemerkenswert.

    (Hier ist es so eine halbe Mehrhundhaltung, weil Nastro sehr oft - aber eben nicht ständig mit dem Hund meiner Eltern zusammen ist.)

    Eingezogen ist Nastro als meine Eltern einen 13jährigen, großen, intakten und souveränen Rüden hatten. Da Nastro generell eher defensiv agiert und der Rüde meiner Eltern eigentlich immer froh über Hundegesellschaft war, mussten wir da überhaupt nix regeln. Der Große hat sich über den neuen Kumpel gefreut - Nastro hat sich an ihn dran gehangen und von ihm die Welt erklären lassen.

    Jetzt lebt bei meinen Eltern ein munterer Junghund - und da achten wir gerade sehr drauf, dass der defensive Altrüde nicht vom Jungspund genervt oder sogar in seinen Freiheiten beschränkt wird.

    Klar darf der junge Hund mehr als atmen und steht auch nicht dauerhaft im Kommando und muss an seinem Platz bleiben.

    Aber lieber jetzt den Daumen drauf, vielleicht übermäßig streng - als später ein Problem zu haben. Regeln lockern geht ja immer leichter als sie zu verschärfen.

    Welpen atmen teilweise schnell im Schlaf - das stimmt.

    Aber 30 Atemzüge in 15 Sekunden? Zwei Atemzüge pro Sekunde? Und das über einen längeren Zeitraum? Wenn das wirklich stimmt, wäre ich auf dem Weg zum Tierarzt. Jetzt - mitten in der Nacht. Das ist kein Atmen mehr, das ist Hyperventilieren.

    Ich glaube aber eher, dass du dich verzählst, ehrlich gesagt. Sonst müsste das ein sehr akut kranker Hund sein - und das würdest du auch anders merken.

    Das Problem ist der immer mehr verschwindende Menschenverstand.

    Ich würde es tatsächlich in diesem Fall nicht so sehen. Der Hund ist ja zunächst nicht sichtbar - so dass die Leute mit den Kindern schon auf Höhe des Grundstücks sind und es dann direkt neben ihnen laut losgeht.

    Ganz ehrlich? Da würde ich mich auch erschrecken. Nein, ich würde niemanden anzeigen, ich würde auch nicht schimpfen und meckern.

    Aber wenn man nett sein möchte und verhindern, dass andere Leute sich erschrecken, kann man ja ein Schild aufhängen, das darauf aufmerksam macht, dass da ein Hund bellen kann.

    Also haben wir noch einen kleinen Zaun vor den eigentlichen Zaun gezogen, damit die Hunde zumindest nicht mehr bis zum Fahrradweg können. Mag mir gar nicht vorstellen, dass es mal ne Omi auf dem Rad sein könnte statt einer alten Hündin...

    Weil Nastro hin und wieder (ausgesucht nach nur ihm bekannten Kriterien) bellt, wenn ein Fahrradfahrer ihm nicht passt, haben wir das auch so gelöst.

    Grund war bei uns auch die hypothetische Omi auf dem Rad.

    Unabhängig von allen rechtlichen (Haftungs-)fragen: Ich möchte einfach nicht, dass jemand wegen meines Hundes stürzt.

    Aber bei Frechdachs besteht die Gefahr des Sturzes ja nicht, weil keine Fahrradfahrer angebellt werden. Deswegen wäre ein Schild "Hier wohnt ein Hund!" sehr zuvorkommend - aber einen Zaun würde ich in dem Fall auch nicht ziehen.

    (for what it's worth)

    Ich meine ja - zumindest wenn ein "Schaden" bzw. "Schmerzen" entstehen... sich also ein Fahrradfahrer erschrickt und deswegen stürzt.

    Kann leider keine Quelle nennen, bin mir auch nicht komplett sicher - aber ich meine, dass wenn beispielsweise ein Fahrradfahrer stürzt, weil er sich durch den Hund erschreckt hat, da ggf. "Schuld" beim Hundehalter liegt.

    (Ist immer noch vage - aber wenn es da länderspezifische Unterschiede gibt, spreche ich von NRW)

    Ich würde es auch so lassen. Wenn er mit drei Jahren jetzt Desinteresse zeigt bei einem Reh, das so nah bei euch hochgeht, hat er wahrscheinlich einfach sehr geringes oder gar kein jagdliches Interesse. Da würde ich nicht künstlich aufs Anzeigen bestehen - das dient dir ja nur dazu, ihn vom Jagen abzuhalten.

    Wenn er ohne Anzeigen auch nicht jagt, hast du ja was du willst.