Beiträge von Gersi

    Da gibt es Hundehalter, die sind sichtlich mit einem Individuum an der Leine überfordert und andere, die führen 5 Hunde an Leine und im Freilauf völlig problemlos.

    Klar sind manche mit einem überfordert - aber fünf problemlos an der Leine? Habe ich noch nicht so oft gesehen. Wobei fünf 10-Kilo-Hunde was ganz anderes als fünf 20 Kilo-Hunde sind.

    Und drei 25-Kilo-Terrier? Ist einfach eine Nummer. Und ehrlich gesagt (auch wenn ich mich hier keine Freunde damit machen werde) ist es immer für mich grenzwertig wenn die Hunde mehr Kilos als die Menschen in die Leine werfen können - vor allem wenn es mehr als ein Hund ist, weil dann viele Techniken, die Menschen nutzen um den Hund zur Not zu halten so einfach nicht mehr umsetzbar sind...

    Zwei mag gehen, hängt wahrscheinlich von vielem ab (Zugrichtung, Untergrund etc...) - aber ich weiß nicht, ob es physikalisch möglich ist, drei Hunde (insgesamt schwerer oder in etwa so schwer wie der Mensch) zu halten, wenn die wirklich abgehen. Ich glaube nicht.

    "Erwarten" tue ich nichts Großes, einen Hund eben. Da hier eigentlich immer welche vom Tierschutz einziehen, bin ich da recht flexibel, da man ja oft eh nicht sicher weiß, was man kriegt.

    Was bei mir wirklich nicht funktionieren könnte (und wenn ich hier davon lese, dass einige das wuppen, bin ich immer wieder erstaunt) nicht alleine bleiben können UND dabei zu schwierig für Fremdbetreuung. Das würde in mein Leben nicht passen.

    Was ich biete: Das was der Hund braucht, leider nicht immer das was er möchte. Hundesportlerin bin ich jetzt nicht, das passt zu Nastro ganz gut. Der Vorgänger konnte dafür jede Menge Akrobatik und Tricks. Nastro hätte gerne einen Jagdjob. Wenn er bei meinen Eltern Ratten jagen darf, ist er absolut stolz und glücklich. Aber das geht eben nicht immer.

    Aus der Beschreibung ist mir nicht klar, wie gut du sehen konntest - mit Fledermaus bist du dir sicher?

    Wäre es ein Kauz, kenne ich es, dass Rabenvögel die Gegenwart mindestens mit Meckern kommentieren.

    Danke für eure Antworten. Trennen möchte ich auf Dauer nicht. Ich will schon, dass sie sich wieder verstehen. Das kann doch nicht komplett hoffnungslos sein?

    Hoffnungslos, wahrscheinlich nicht. es gibt immer irgendwelche Ausnahmen. Aber eben sehr unwahrscheinlich, du musst damit rechnen, dass das nicht klappt.

    Und ich würde scharf nachdenken, ob es nicht JETZT einfacher ist, den Neuzugang wieder abzugeben, als das in zwei Jahren zu machen (wenn der Hund auch älter ist und damit dann auch schwerer vermittelbar...).

    Und bei zwei intakten Rüden, die beide im Saft stehen, ähnliches Alter? Klar, KANN das gesundheitliche Gründe haben - aber wahrscheinlicher ist, dass die beiden einfach nicht miteinander können/wollen.

    Das Wahrscheinlichste ist wohl, dass das nie wieder komplett entspannt sein wird. Und ob man das (für sich UND für die Hunde) möchte, sollte man sich gut überlegen.

    Ich persönlich würde den Hund, den ich erst seit zwei Monaten habe, abgeben. Ist er vom Tierschutz? Gibt es da die Möglichkeit ihn zurückzugeben?

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    Zur Ursache: Möglich ist natürlich, dass da gesundheitlich was ist - aber ich halte es für wahrscheinlicher, dass die Hunde (beide intakt?) einfach nicht zusammenpassen. Sie sind vom Alter auch noch verhältnismäßig nah beieinander, da kann so was schon mal häufiger passieren.

    sogar zusammen gespielt und getobt.

    Das ist übrigens keine Garantie für tiefe Sympathie; je nach "Spiel" eher sogar das Gegenteil (schon mal "Kräftemessen" ohne dass es direkt ernst ist).

    Ich weiß nicht, wie viel Erfahrung du hast, wie gut du entsprechende Signale wahrgenommen hättest - aber es ist durchaus möglich, dass es nicht aus dem Nichts gekommen ist und sich Spannungen schon vorher aufgebaut haben.

    Allerdings finde ich eine Attacke ohne deutliche Spannungen vorher auf einen dösenden Hund schon eher ungewöhnlich. Weißt du was zur Vorgeschichte?

    Bei Nastro war das tatsächlich ähnlich.

    Autofahren war ihm unangenehm, er hat gespeichelt und sich auch hin und wieder übergeben.

    Zuerst dachte ich auch an Reisekrankheit - aber das war es nicht, es war wirklich die Verknüpfung. (Er kommt aus dem Tierschutz, seine erste Fahrt dürfte für ihn Horror gewesen sein).

    Ich habe es eine Zeitlang reduziert - aber Autofahren muss hin und wieder sein. Es ist mit den Jahren besser geworden ohne dass ich dagegen antrainiert habe.

    Mich interessiert eure Einschätzung. Wird ein bisschen länger, ich packe die dazugehörigen Randfakten zur Übersicht mal in einen Spoiler.

    Hintergrund

    Ich bin mit Nastro immer mal wieder für Tage, manchmal Wochen oder Monate am Stück bei meinen Eltern und deren Hund, Sam. Hin und wieder ist Nastro auch dort "abgestellt" ohne mich.

    Nastro ist neun, Sam ist als Welpe zu meinen Eltern gekommen, als Nastro etwa zwei Jahre alt war. Beides sind intakte Rüden, Sam ist knapp 20 Kilo schwerer, ein Sennenhund-Mix; Nastro ist laut Gentest wohl vor allem Schäferhund.

    Die beiden zocken hin und wieder, liegen fast immer im gleichen Raum, aber nie in direktem Körperkontakt - Sam hat das die ersten Jahre versucht - aber Nastros Dingen ist das nicht. Ich nehme fast nie Spannungen zwischen den beiden wahr - so harmonisch war hier noch nie eine Kombi.

    Hin und wieder, vielleicht alle drei Monate mal (?), "motzt" Nastro Sam an. Auslöser (sofern ich das mitbekomme) ist, dass Sam ihm zu grob war, beispielsweise es versehentlich im Spiel doch mal zu einem Body-Check kam. Heute sind sie (glaube ich) zusammengestoßen als Nastro auf Rattenjagd eine Kurve um einen Schuppen zu eng nahm und Sam ihm entgegenkam.

    Nastro wird steif, drängt Sam ab, knurrt. Sam senkt den Kopf, versteht dass er gerade maximal atmen darf, weicht langsam aus. Lässt man das laufen, nimmt Nastro gaaaaaanz langsam Druck weg, beide schütteln sich und gut ist.

    Soweit so gut und unproblematisch.

    ABER Nastro nimmt den Druck wirklich lange nicht raus - und ich frage mich ob er zu lange drückt oder ob ich zu empfindlich bin. Sofern Sam sich weiter langsam bewegt und nicht zu uns kommt, ist alles fein - aber das dauert schon.

    Heute haben wir interveniert, weil Sam zu uns kam - und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass Rest-Spannungen geblieben sind. Und ich frage mich, ob wir falsch interveniert haben.

    Keinen Plan ob ich es so beschrieben habe, dass ihr euch das vorstellen könnt - aber falls ja, wäre ich für Feedback dankbar.

    Meiner Meinung nach tust du dir mit einem Hund aus einer seriösen!! (Also FCI/VDH) Zucht schon mal einiges an Kosten sparen

    Das kann klappen - aber ganz wichtig: Das muss nicht so sein. Es gibt x Hunde (auch hier im Forum, wenn du mal quer liest) die kommen aus guter Zucht und verursachen hohe Tierarztkosten. Was wahr ist: Es lohnt sich null an den Anschaffungskosten zu sparen - die sind ein Witz gegen das, was später kommen kann. Wenn du da auf ein paar Hundert Euro gucken musst, dann ist es wahrscheinlich eh finanziell zu knapp für die Hundehaltung.

    Wichtig ist, einen Plan zu haben für die Tierarztkosten. Versicherungen sind teuer (je nach Hund auch schwer zu bekommen) - federn aber die Spitzen in aller Regel ab. Aber wenn du einen TA-Dauergast erwischst, wird es teuer.

    Meiner Meinung nach kannst du (bei einem gesunden Hund) an allem anderen sparen - wenn du weißt, was du machst, auch beim Futter. Aber das Sparpotential für Hundekissen, Halsbänder und Premium-Leckerli ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

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    Ich bin monatlich bei knapp 100 Euro, würde ich schätzen. Futter, Haftpflicht, Steuer - aber keine Krankenversicherung und mit (bisher) komplett gesundem Hund.