Beiträge von Monstertier

    Also, diese Diskussion mit der kleinteiligen Aufwandsaufstellung finde ich jetzt abstrus. Kann man machen, aber das zieht die Diskussion über die Preise ins Lächerliche.

    Um mal zu vergleichen: Wir verleihen Musikinstrumente. Dem Kunden wird die Miete berechnet und Service im Sinne von Liefern/Abholen, Auf- und Abbauen. Das ganze Drumherum - Angebote schreiben, rumtelefonieren, falls er was will, was wir nicht haben, Felle vom Drumset umschrauben, Stimmen, Werbung ala Visitenkarten und Homepage etc. - berechnen wir nicht, nicht mal anteilig. Das gehört dazu, und jeder Kunde würde uns den Vogel zeigen, wenn das auf die Rechnung kommen würde.

    Wenn ich zum Friseur (oder einem ähnlichen Dienstleister) gehe, und der mir einen Kaffee oder Wasser anbietet, dann würde ich ihm den Vogel zeigen, wenn er mir dann vorheult, dass die Besorgung und alles noch Geld kosten würde. Entweder man bietet es an oder nicht.

    Im Übrigen ist es durchaus häufiger der Fall, dass die Interessenten auch selber mal Kuchen oder Kekse mitbringen.

    Und wir reden hier vom HOBBY. Jemand, der das beruflich macht, und davon seinen Lebensunterhalt bestreitet, ist nochmal eine andere Sache. Aber wenn jemand hobbymäßig strickt und dies verkauft, und da seine Arbeitszeit reinberechnet, der kriegt sein Zeug nicht los (wenn ich mir überlege.. ein Paar Socken in zwei Stunden gestrickt, mit Mindestlohn + Materialwert, würde minimum 20€ kosten... wer zahlt das denn?)


    Ach als Erstuntersuchung ist dass okay, wenn ich dass freiwillig mache um meinen Welpenkäufern zu zeigen dass meine Hunde gesund sind dann nicht? Im übrigen kann DCM jederzeit auftreten und was im letzten Herzschall in Ordnung war muss 2 Jahre später nicht mehr in Ordnung sein. Das ganze hat schon was mit Vererbung zu tun.

    Joah, danke für die Erklärung, hätte man auch netter formulieren können. Bei Krankheiten, die vererbt werden können (und die Rasse dafür anfällig ist), aber nicht direkt bei der ersten Untersuchung feststellbar sein müssen, kann ich es verstehen. Bei nicht vererbbaren Krankheiten oder bei welchen, die schon bei der ersten Untersuchung bemerkt worden wären, kann ich es nicht verstehen.

    Ich verstehe tatsächlich nicht, warum die Züchter ihre Welpenpreise nicht offen auf der Homepage schreiben. Jeder, der es sich nicht leisten kann oder will, wird dadurch direkt aussortiert, und man kann sich im Gespräch auf das Kennenlernen konzentrieren. Ansonsten quatscht man da ne halbe Stunde, dann kommt der Preis, und dann heißt es "Eh, doch nicht". Hätte man sich die halbe Stunde auch sparen können.

    Ich denke, das Problem ist nicht, dass ein Züchter die Preise verlang, die er verlangt. Jeder kann kaufen, wo er will oder nicht will, und jeder kann die Preise verlangen, die er möchte.

    Aber man muss einem Kunden zugestehen, bestimmte Preise als Wucher oder Abzocke zu betrachten. Wenn ich ein Markenshirt für 50€ sehe, das in China und Taiwan produziert wird, empfinde ich es ebenfalls als Abzocke, wenn ich das qualitativ und herkunftsmäßig gleiche Shirt für 10€ woanders kaufen könnte. Ebenso fühle ich mich verarscht, wenn ein Züchter "herumheult", wie aufwendig und teuer die Zucht ist, und deswegen versucht, seine Preise zu verteidigen, aber ein anderer Züchter der gleichen oder einer vergleichbaren Rasse wesentlich weniger verlangt und gleiche "Qualität" bietet.

    Ich finde den Thread im Übrigen äußerst hilfreich, um überhaupt eine Vorstellung der Preise zu bekommen. Irgendwann soll hier vermutlich auch ein Rassehund einziehen, und ich kann mir die Preise null vorstellen. Vor allem kann ich eben nicht einschätzen, ob meine persönliche Schmerzgrenze naiv oder durchaus vertretbar ist. Die ganze Diskussion hilft mir aber, sowohl die zukünftigen Züchter einzuschätzen wie auch selber mir eine Vorstellung zu machen, was ich bereit bin, auszugeben.

    @Pinky4
    Ich kann verstehen, wenn du empfindlich reagierst, aber ich denke nicht, dass das jetzt generell auf alle Richback-Halter gemünzt ist. Eher andersrum:
    Wer ein Statussymbol kauft, kauft einen Richback (zum Beispiel). So wie das Oma-Kläffer-Pudelchen oder der Familien-Labbi-Golden.

    Die meisten Klischees sind nicht grundlos Klischees. Sie werden zu Klischees, weil die unangenehmen Vertreter halt stärker auffallen.

    Eine blöde Frage: Wenn ich meinem Hund zB immer nur Trockenfutter füttere, und dann einmal Nassfutter, und die Kotkonsistenz dann sehr weich/flüssig ist, reicht dieses eine Mal dann bereits um sagen zu können, dass der Hund das nicht verträgt? Oder wie lange muss man ein neues Futter geben, um sagen zu können, dass etwas (nicht) vertragen wird?
    "Funktioniert" bei euch das abwechselnde Geben von TF und NF? (Musstet ihr vorher bereits beide einzeln testen, ob die vertragen wurden?)

    Meiner kriegt von klein auf Barf, Trocken- und Nassfutter, deswegen verträgt er es, egal, was ich ihm grad gebe.

    Von einem einzigen Mal würde ich noch keine Rückschlüsse ziehen. Zumal es immer sein kann, dass es a) die Umstellung ist oder b) die Inhaltsstoffe dieses einen Nassfutters. Wenn es dir wichtig ist, dass er Nassfutter frisst oder kennt, würde ich eine Zeit lang verschiedene Marken und Sorten probieren. Wenn er dann jedes Mal sehr weichen Kot hat, kann man eher davon ausgehen, dass er es nicht verträgt.