Beiträge von Monstertier

    Ich bin jetzt tatsächlich nicht vom rechtlichen Blickwinkel aus ausgegangen, sondern vom tierisch-menschlichen. Wie es rechtlich aussieht, weiß ich nicht, aber wenn ein fremder Hund seine Schnauze durch mein Tor steckt, und mein Hund ihn dann beißt, wäre ich not amused, wenn mir der Besitzer dann irgendwelche Forderungen stellen würde.

    Bei einem Kind oder Menschen ist es rechtlich aber wohl definitiv so, dass die Schuld dann beim Hund bzw. Halter liegt. Aber bei Hund vs. Hund, keine Ahnung :ka:

    Aber "nicht alle" gilt doch immer? Ich würde auch nicht jedem 20jährigen nen Welpen in die Hand drücken? Man guckt sich doch als Züchter oder Tierschutzbeauftrager bestenfalls IMMER den Bewerber genau an. Bei dem einen kann es dann eben sein, dass ich ihm keinen Hund geben will, weil er aussieht, als ob er gleich zusammen bricht, beim anderen, als ob er jeden Abend Party macht und betrunken unterm Tisch liegt (beides überspitzt gesagt).

    Irgendetwas rein nur vom Alter abhängig zu machen (was hier eben durchaus passiert ist), halte ich nicht für vernünftig. Man muss den Halter immer auf den Hund abgestimmt betrachten - keinen Maliwelpen zu einer gebrechlichen 80jährigen, und keinen 13jährigen übergewichtigen Chi zu einem leidenschaftlichen IPO-Sportler.

    Aber das ist doch alles eine Sache von "Plan B gibt es nicht" (wobei sich mir tatsächlich nicht erschließt, warum die Ehemänner, die ja bei der Auswahl und Aufzucht des Hundes mit dabei waren, jetzt plötzlich mit ihm überfordert sind :ka: ). Einer dieser Ehemänner könnte auch mein Freund sein, weil mich morgen ein Auto erfasst. Da wäre Plan B auch nötig.

    Das ist doch das, was die ganze Zeit hier gesagt wird: Einen Plan B für den Fall, dass man sich aus welchen Gründen auch immer nicht mehr um den Hund kümmern kann, sollte man immer haben. Einen Hund sollte man IMMER nach den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten aussuchen (aka man kann sich durchaus überlegen, ob man in der Lage ist, einen dreijährigen Hund zu halten oder nicht).

    Und warum gehen denn dann ältere Hunde? Wenn ich einen kleinen, achtjährigen Hund hole, kann der immer noch gut und gerne 7 bis 10 Jahre leben. Bei 60/65 steigt dann doch auch die Wahrscheinlichkeit, dass ich vor dem Hund sterbe. Mal davon abgesehen, dass, wenn man selber mit diversen Gebrechen zu kämpfen hat, man dann auch noch einen Hund hat, der Altersgebrechen bekommt. Also sollten ältere Menschen nur Hunde holen, die maximal noch fünf Jahre leben und trotzdem ausreichend fit oder klein sind, dass sie keine intensive Pflege benötigen?

    nun, ich sehe oft genug was mit Hunden bei alten Leuten passiert. Das ist meine persönliche und berufliche Erfahrung Und daraus muss ich Sarah einfach zustimmen und kann sie verstehen, warum sie diese Grenze so setzt.

    Ist 60+ für dich wirklich alt? Ich kenne keinen - und damit meine ich wirklich keinen -, fitten 60jährigen, dem ich nicht einen Welpen anvertrauen würde (von jemandem, der in dem Alter schon zahlreiche Gebrechen hat, rede ich nicht.. aber da fällt mir auf Anhieb auch nur eine Person ein, die in dem Alter zu unfit ist, um mit einem Welpen zurecht zu kommen).