Ich finde manche Klassiker gnadenlos überbewertet. Viele sind einfach völlig verstaubt, das rettet auch die Sprache nicht. Womit man die Kinder z.B. seit Generationen in der Schule quält, ist einfach schrecklich.
Danke 
Ganz ehrlich, einige Klassiker haben doch nur eine "anspruchsvolle" Sprache, weil sie halt schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Der Werther war zu seiner Zeit zum Beispiel auch eher eine leichte Lektüre und kein anspruchsvolles Werk für Gelehrte. Die meisten Autoren aus dieser Sparte werden auch nicht wegen der Qualität, sondern wegen ihrem Klassikerstatus aufgelegt.
Ich finde es immer wieder schön, wenn man bei anspruchsvollen Titeln zeitgenössische Literatur nennt. Und die Generation X, Y, Z wird häufig unterschätzt. Übrigens: Gerne ist es die Generation 50/60+, die die ganzen historischen Schinken und Nackenbeißer liest
Und die meisten Leser hier, die die ganzen Thriller und Krimis lesen - und das gehört nun wirklich auch nicht zu "anspruchsvoller" Literatur - sind ja auch nicht grad junge Küken. Und es ist ja auch nichts verkehrt daran, hauptsächlich Unterhaltung zu konsumieren. Aber macht das doch bitte nicht am Alter fest!
Während meines Erachtens der Jugendbuchmarkt übrigens einiges an anspruchsvollen Titeln zu bieten hat, wenn man mal über den Tellerrand guckt. Vielleicht nicht sprachlich, aber inhaltlich definitiv.
(Ja, mich kotzt dieses "Die Jugend von heute liest nur noch Schund" und "Nur die Klassiker sind wirklich gut" ziemlich an. Diskussionen, die in jeder Generation neu geführt werden, und eigentlich sollte man meinen, so langsam wäre es durchgesickert, dass man das Bedürfnis nach Qualität und Anspruch nicht am Alter festmachen kann, und dass die Qualität eines Buches auch nicht davon abhängt, ob sein Autor schon seit Jahren unter der Erde liegt...)