Ich muss hier jetzt echt mal was richtig tolles empfehlen.
'Geständnisse' von Kanae Minato. Aus meiner Sicht absolut eine Empfehlung wert.
@Monstertier
Du hast es bestimmt schon gelesen, dass ich mit japanischer Kultur echt null anfangen kann und nie asiatische Autoren lese. Ich bin aber froh, es nochmal versucht zu haben- ich fand das Buch wirklich großartig. Mal was ganz anderes- interessanter Schreibstil, mir gänzlich neue Perspektive und große Spannung. Vielschichtig, zynisch- und so richtig schön böse. Wirklich, ich bin begeistert und kann es absolut weiterempfehlen- selbst für LeserInnen, die keinen Bezug zu Japan haben.
Kurzer Umriss des Inhalts im Spoiler. Das wurde zwar genauso im Fernsehen verbreitet, aber ich mach's mal trotzdem. Das Ende ist selbstverständlich nicht dabei.
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Stellt euch vor, ihr seid Lehrerin und habt eine kleine, vierjährige Tochter. Eines Tages ist sie tot- ein Unfall, sagt die Polizei. Aber ihr wisst es besser. Ihr wisst nicht nur, dass es Mord war- sondern auch, wer die Täter waren. Nämlich zwei Schüler aus eurer Klasse. Und weil ihr glaubt, dass die Polizei zwei 13 Jährige nicht adäquat bestrafen wird, beschließt ihr, das selbst zu tun. Ihr infiziert beide Kinder mit HIV- was ihr auch der ganzen Klasse am Tag eurer Kündigung eröffnet. Und damit setzt ihr eine Hexenjagd in Gang, vor der niemand fliehen kann.
Es ist echt irre, mir war nicht eine Sekunde langweilig. Es ist kein Thriller, sondern es geht um die menschlichen Abgründe. Saugeil, echt. Absolut lesenswert, aber schon anders.
Und jetzt hab ich Bock auf einen Thriller und hab mir 'schwarzer Schmetterling' von Bernard Minier gegriffen. Und das fängt schon wirklich gut an.