Beiträge von Monstertier

    Findet nicht Lisbeht Ingrids Veränderung lächerlich? Also bei Sina habe ich das nicht gesehen. Eigentlich sind Lisbeth und vor allem Kat die Charaktere, die mir am meisten aufgestoßen sind.

    Ach ja, stimmt.. wobei es zu Sina auch passen würde.

    Ja, Kat nervt auch. Sie ist sehr.. keine Ahnung. Eigentlich wie ein kleines Kind. Ihr Versorger - Niklas - ist tot, jetzt braucht sie die nächsten, die sich um sie kümmern.

    Das ist zum Beispiel etwas, das für mich überhaupt kein Problem wäre. Aber vielleicht muss man dafür der Typ sein, ein Abenteurergen haben, Risiko lieben... ich würde sowas sofort ausprobieren und bräuchte auch keine Rückfahrkarte, um mich sicher zu fühlen.
    Vielleicht weil meine Welt mit Puderzucker überzogen ist |)

    Ich kann verstehen, warum ein Charakter wie Kat sowas tun würde. Man braucht ein Abenteuergen und ein großes Mass an Sehnsucht. Bei Ingrid kann ich es auch noch verstehen. Aber Lisbeth, Maya und Sina? Sie haben zwar alle in dem Sinne nichts zu verlieren, aber eigentlich auch nichts zu gewinnen. Sie könnten auch andere Abenteuer eingehen, anstatt zu jemanden zu ziehen, den sie seit 40 Jahren nicht gesehen haben. Bei Maya ist es fast schon verantwortlungslos, und Lisbeth wird sehr klischeehaft in ihrer Art dargestellt (die verwöhnte Schönheit, die in der Ferne merkt, dass es nicht auf Äußerlichkeiten drauf ankommt...)

    Sina geht mir ehrlich gesagt sowieso auf den Zeiger. Bei ihr habe ich noch keinen einzigen guten Charakterzug gesehen. Lisbeth gegenüber ist sie arrogant und gehässig, Maya gegenüber tut sie sich als die aufopfernde Freundin auf, Kat nutzt sie eigentlich durch ihren finanziellen Engpass aus, Ingrids Veränderung findet sie lächerlich.. die geht mir echt auf den Zeiger.

    Wer war denn als Nächstes dran?

    Also, ich würde es gerne lesen =) Falls es mir dann soooo gut gefällt, kann ich es mir ja noch selber holen :D


    Ich habe nun mit dem "Scharlachroten Buchstaben" begonnen. Puh, den Satzbau zu durchdringen, das ist manchmal wirklich Arbeit. Übersetzungsproblem oder schriftstellerische Eigentümlichkeit des Autors?
    Mal abwarten, wie sich die Handlung entwickelt.

    Ich glaube, es ist beides. Zumal das Buch von 1850 ist, ergo kommt dann noch die Altertümlichkeit dazu |)

    Hm... ich bin jetzt bei der Hälfte, und meine Begeisterung hält sich etwas in Grenzen. Die Charaktere sind einfach nicht meins, jede spiegelt irgendwie ein Klischee wieder, und mir ergibt sich einfach nicht, warum man beschließt, bei einer Frau zu wohnen, die man das letzte Mal vor 40 Jahren gesehen hat. Und das mit anderen Frauen, die man eigentlich irgendwie alle nicht so richtig leiden kann. Also, Freundschaft habe ich bei keiner von denen wirklich gesehen. Mal davon abgesehen, dass ich Kats Briefe ziemlich arrogant fand, im Sinne von "Du hast bestimmt ein schrecklich ödes Leben, komm her, hier ist alles besser".

    Was mich auch gestört hat: Im einen Kapitel waren die Damen noch gar nicht angereist, im nächsten waren sie schon Wochen oder sogar Monate dort. Man erfährt nichts so richtig. Keine ersten Eindrücke, keine ersten Schwierigkeiten beim Zusammenleben, das erste Wiedersehen mit Kat oder den anderen, die man schon lange nicht gesehen hat.

    Leider spüre ich vom Schreibstil eher auch Fidschi nicht. Nicht den Sand, nicht die Hitze, nicht das Klima. Es wird zwar erzählt, aber ich spüre es nicht. Genauso wie die Damen alle eher für sich stehen. Keine Gemeinschaft, keine Freundschaften, sondern fünf einzelne Frauen, die halt irgendwie in einem Haus leben, aber nicht zusammen gehören.

    Und was mich MEGA stört, vor allem bei Ingrid und Lisbeth, diese sexuelle Fokussierung. Ja, okay, von ihrer Vorgeschichte her sind sie jetzt nicht unbedingt mit sexueller Befriedigung beglückt worden, aber muss das so... keine Ahnung, vorgerückt werden?

    Aber die Aufmachung ist schön |)

    Am Rande: Dass es anderswo auch schlechtere Standards für AN gibt, heißt mMn nicht, dass es überall eine Angleichung nach unten geben sollte.

    Warum sollte Freitagnachmittagarbeit ein schlechterer Standard sein? Überleg mal, wieviele Berufe - Schichtarbeit, Einzelhandel, Pflege, Polizisten, Feuerwehrmänner, Gastronomie, Friseure, Dienstleistungen im Allgemeinen - NICHT den Freitagnachmittag standardmäßig frei haben. Alle genannten Berufe haben noch nicht mal den Samstag frei. Die einzigen, die sich so einen "Luxus" leisten können, sind eigentlich Büroberufe.