Beiträge von Monstertier

    Mein Mann ist irgendwie in die Situation gelatscht - und Smartie ist eskaliert. Er kannte einen anderen Ausgang der Situation gar nicht. Weil beide zusammen kaum Erfolgserlebnisse hatten. Weil sein Timing nicht stimmte - und er damit eher erwartet hat, dass es WIEDER schief läuft.

    dann Anschlussfrage: wie kommt man denn aus dieser Spirale raus?

    Geht das überhaupt irgendwie? Habt ihr das geschafft?

    Weil: mich nervt es so und ich kann gefühlt nix machen. Es passiert immer nur, wenn ich nicht dabei bin. Und wenn wir zusammen sind, hab ich eh Alma. Sollte das aus irgendwelchen seltenen Gründen mal nicht so sein und ich gebe ihm irgendwelche Tipps (z.B. "schick sie da hoch" oder "sitzen lassen, davor stellen und durchgehend bestätigen") fühlt er sich gegängelt und es kommt fast zwangsläufig zu dicker Luft. -.-

    Solange er nicht versteht, dass er anders agieren soll, gibt es da kein rauskommen. War bei meinem Freund am Anfang auch so, er kannte Hunde wie Candie nicht und hatte nie wirklich nen eigenen Hund erzogen, und fühlte sich entsprechend gegängelt. Er hat aber irgendwann verstanden, dass es eben kein Gängeln ist, sondern tatsächlich praktikable Tipps. Er macht es immer noch auf seine Weise, lässt sich aber mehr auf Candies Wesen ein.

    Dieses Umdenken muss auch bei deinem Freund passieren. Er muss es nicht so machen wie du - geht ja auch nicht -, aber er muss halt bereits ein, Almas Wesen anzunehmen und sein Verhalten entsprechend anzupassen. Solange er dazu nicht bereit ist und einfach sein Ding macht, wird sich da auch nichts ändern.

    Unterschiedliche Menschen und dadurch unterschiedliche Herangehensweise, auch wenn ihr das Selbe macht. Selbst ein Leckerlie geben kann je nach Mensch unterschiedlich sein: Situation, Körperhaltung, Stimme, Timing etc. Und es ist ja nicht nur alles Training. Wenn Alma sich bei dir generell sicherer fühlt als bei deinem Freund, nimmt sie auch Alternativen besser an.

    Der Vorteil bei einer Versicherung ist einfach, du kannst die heute abschließen und morgen (je nach Versicherung) in Anspruch nehmen. Bei 50€ im Monat habe ich in einem Jahr gerade mal 600€ angespart. Das kann halt ziemlich schnell auf der Rechnung stehen, wenn mal was ist. Klar, wenn nichts ist, macht man Minus (ich zahle für Candie seit Einzug, und er hat dieses Jahr das erste Mal so richtig was gebraucht), aber die Sicherheit hat man halt schon früh, und nicht erst, wenn man einige Monate oder Jahre schon angespart hat.

    Das hört sich wirklich wunderschön an.

    Bei der Bekleidung haben wir glaube ich das minimum, damit wir dann sehen was wir von den Größen brauchen wenn es da ist. Beim Rest bin ich immer gerne vorbereitet. Sowas wie Bett, Kinderwagen, Tragetuch usw.

    Es ist wirklich schön eure Antworten zu lesen. Vielen Dank.

    Bei den Größen 62 und 68 würde ich auf jeden Fall ein bisschen mehr holen, da das die Zeit ist, wo sie noch häufiger sich dreckig machen, auslaufen, spucken etc. Und du willst grad in der Zeit nicht noch Gedanken an die Wäsche verschwenden. Spucktücher auf Vorrat schadet auch nicht, die kann man auch gut beim Zahnen nutzen, um die Spucke wegzuwischen. Vinted ist übrigens ne gute Anlaufstelle, um vieles günstig zu bekommen.

    Ich würde auf jeden Fall noch keine Trage kaufen. Haben wir gemacht und konnten sie dann überhaupt nicht nutzen (anfangs gesundheitlich, dann, weil der Kleine sie überhaupt nicht angenommen hat). Ein Tuch ist auf jeden Fall flexibler.

    Die Swiffer

    Ja, die Situation ist halt grad so. Was soll man sagen? "Joah, du kannst dir die 400€ für das Blutbild nicht leisten? Kein Ding, warten wir halt ab, ob sich das Problem von selbst löst - auf die ein oder andere Art."

    Oder was genau soll da die Lösung sein? Tierärzte, die unter Kostendeckung arbeiten? Behandlungen, die von allen Tierhaltern mitbezahlt werden? Staatlicher Bonus? Also was genau ist hier die Lösung?

    Ich verstehe nicht, was es mit privilegiert zu tun hat, wenn man darauf hinweist, dass man ein Tier versorgen können sollte, wenn man sich eins holt. Und da geht es mir nicht um das Gehalt oder die Rücklagen die man hat, sondern die Optionen, die für einen in Frage kommen. Helfen Freunde und Familie aus? Super! Nimmt man sich einen Kredit? Toll! Kann man mit dem Arzt eine Ratenzahlung ausmachen? Perfekt!

    Aber eine normale Behandlung abzulehnen, weil man es sich nicht leisten kann, ist halt für mich ein No-Go.

    Und ja, Tierhaltung ist Luxus. Alles, was nicht zum normalen Überleben notwendig ist, ist Luxus, auch wenn man es auf persönlicher Ebene als für sich notwendig betrachtet. Aber das ist eben eine persönliche Sichtweise - was brauche ich, um nicht nur zu existieren, sondern auch glücklich zu sein? Und natürlich muss man da umso mehr Abstriche machen, je schlechter die finanzielle Situation ist. So traurig es ist, aber das ist die Realität. Und die Frage, wie man seinen (zum glücklich sein notwendigen) Luxus finanzieren kann, muss sich halt jeder stellen und irgendwie beantworten. Die Antwort ist individuell. Und ja, die aktuelle Situation hat sich drastisch geändert, mit in allen Bereichen gestiegenen Preisen. Ergo muss man sich die Frage, die man bei der Anschaffung gestellt hat, sich jetzt eben nochmal stellen.

    Ich betone nochmal: Mir geht es nicht um "Man muss Summe x aufbringen müssen können, um ein Tier zu halten". Mir geht es darum, dass die Grundversorgung des Tieres gewährleistet ist und es nicht schon bei Standardsachen nicht mehr behandelt werden kann.

    Ich, also so als recht geschmacksneutraler Mensch, frage mich ja immer, wie Butter schmeckt. Für mich ist das ja nur was, damit der Belag besser auf dem Brot klebt. Ansonsten ist es ja nur kaltes Fett. Ich schmecke keinen Unterschied zwischen Butter, Margarine, vegan oder nicht vegan.

    Ich bin ja auch immer wieder fasziniert, wenn mein Mann von irgendeiner Butter schwärmt. :rolling_on_the_floor_laughing:

    Danke, ich frag mich auch immer, was mit mir nicht stimmt, wenn andere von Butter schwärmen |)

    Ist es dann eigentlich möglich, dass eine Praxis/Klinik prinzipiell mit dem dreifachen Satz abrechnet wegen der aktuellen Preise, oder ist das an strengere Vorgaben gebunden ?

    Mir fehlt wirklich das Verständnis, daß vielen hier das Verständnis dafür fehlt, daß Geld eben nicht unendlich ist und die TA-Kosten nicht der einzige teuer gewordene Posten ist.

    Es fehlt nicht das Verständnis dafür, das Geld endlich ist. Es fehlt mir das Verständnis, dass auf eine Preissteigerung reagiert wird mit "Tier wird zum Luxusgut". Das war es schon vorher. Schon vorher konnte durch Jobverlust oder andere Schicksalsschläge womöglich die Finanzierung des Tieres nicht gewährleistet werden. Warum wird also jetzt ein Fass aufgemacht?

    Und ja, durch die anderweitigen Preissteigerungen ist man vielleicht etwas empfindlicher oder verängstiger. Aber dafür können weder die Tierärzte noch die Tiere was.