Dem kann ich widersprechen. Jahrelang hat meine Hündin schon unter Schmerzen gelitten, ich habe verschiedene Tierärzte darauf angesprochen, dass sie "komisch läuft" und alle haben abgewunken - hat sie sich angewöhnt. Im Nachhinein weiß ich, dass sie Schmerzen einfach immer überspielt hat. Raus kam das erst sehr spät, als es quasi eskalierte und ich halb Deutschland durchreist habe.
Ich habe hier einen zweiseitigen Tierarztbericht über ein Problem mit dem Bein eines anderen Hundes aus einer Tierklinik liegen, die bekannt dafür ist sich auf Bewegungsapparat spezialisiert zu haben. Der Rotz, den die mir da auf zwei Seiten mit medizinischen Worten ausgeschmückt haben, hätte in einen Satz gepasst: Wir wissen nicht was ihr Hund hat und wir haben auch keine Ahnung, was wir noch untersuchen können.
In der stressigen Situation der Klinik hat mein Hund die "Kooperation eingestellt". Das heißt, sie hat sich untersuchen lassen, aber keine Schmerzanzeichen gezeigt. Also hieß es auch dort, dass ich (!) mir das einbilde. Aha.
Ich hatte das Glück, dass sich direkt vor meiner Nase eine Tierärztin niedergelassen hat, die sich auf den Bereich Bewegungsapparat spezialisiert hat. Eine Untersuchung dauert eine Stunde. Man ist allein, es geht nach Terminen und es herrscht viel Ruhe. Sie hat herausgefunden wo es meinem Hund weh tut und konnte helfen. Dem Hund, dem angeblich nichts weh tat.
Viele Hunde arrangieren sich mit ihrem Knie, weil der Schmerz, wenn die Scheibe wieder reinspringt so schlagartig weg ist wie er gekommen ist. Das weiß ich übrigens ziemlich gut. Und man lernt auch, welche Bewegung bzw. Nicht-Bewegung dafür notwendig ist.