Beiträge von 02wotan

    Ich nehme im gewissen Rahmen Rücksicht auf freilebende Tiere.

    Ich überfahre keine Tiere wo es vermeidbar ist: Taube dackelt im Schneckentempo über die Strasse.

    Ich bleibe stehen, damit ein Tier nicht erschrocken/ängstlich vor ein Auto läuft:
    Katze/Vogel/ Eichhörnchen sitzen auf dem Gehweg und ich warte bis kein Auto kommt.

    Ich sammel auch Kröten und Igel von der Fahrbahn bevor es doof endet.

    Aber alles im normalen Bereich. :smile:

    Führt ihr eure Hunde denn dann alle ausschließlich geknebelt? Weil, theoretisch könnte immer etwas blödes passieren. Meistens ohne, mal mit Folgen.

    Ach, halt. Dann gibt's ja wieder die "mein Hund läuft nie weg", "mein Hund jagt nie", "mein Hund dings, mein Hund bumms".
    Ich würde meinen, dass man die meisten Hunde durchaus mit einem Ermessensspielraum führen kann. Bestimmt gibt es da auch so ein paar Sonderexemplare, die ständig auf Spur und ausschließlich zum jagen unterwegs sind - aber ich denke, das ist eher die Minderheit.

    Ich kann Dir aus den 13 Jahren mit meinem Hund genau 2 kleine Vorkommnisse nennen, in denen ich im Freilauf "Nachdruck" setzen musste:

    Mein Hund erkannte als Jüngling, dass Hündinnen in der Läufigkeit toll riechen. Er wurde im Freilauf immer schneller und es dauerte etwas länger, das Hier bis zu seinen Ohren vordringen zu lassen.
    Das kam bis zum Alter von 6 Jahren (da wurde er kastriert), nicht mehr vor.

    Vor ca 3 Wochen drehte mein Hund um und wollte heimgehen und ging einfach auf die Strasse (Sonntag morgens um 6 Uhr und kein Auto in der Nähe). Da musste ich ihn mir greifen.

    Nun läuft er halt angeleint.

    Bis auf das mein Hund evtl einige Ameisen totgetreten hat, falls das einem 2,5 bis 3 kg Hund möglich ist, hat er noch keinem anderen Lebewesen geschadet.

    meinst Du mich? ich habe doch geschrieben, es bewertet keiner den Hund....
    eher retten wir ihm den Plüschpo, wenn er nun nicht mehr abhauen und verletzt werden kann.

    (ich kenne da aus Erzählungen einen Hund, der hat immer wieder gejagt, zum Schluß ist er auf der Autobahn überfahren worden: aber er muß doch ohne Leine Spaß haben dürfen....
    ein Jahr alt ist er geworden ...)

    Sorry, sehe es einfach als Zustimmung :D

    ich sehs im Übrigen genau umgekehrt. Die TE kann doch dankbar sein, daß hier bestimmte Dinge zur Sprache kommen. Denn scheinbar hat ja keiner bedacht, daß der Hund neben Bibern irgendwann auch mal was Anderes jagen könnte, etc. , selbst verletzt werden könnte, etc.Ein Tribunal habe ich nirgendwo gefunden, eher die dringende Bitte, den Hund zu sichern. Und den Hund hat schon erst Recht keiner negativ bewertet.

    Ich bewerte hier nicht den Hund. Der kann sich bei seinem Halter bedanken, wenn MK und Leine Pflicht werden.

    ...

    Genau diese Situation hatte ich mal in der Dämmerung. Nur dass eine Katze über die Straße gesaust ist und ich fast in den Gegenverkehr verrissen hätte. Meine Beifahrerin war kurz vorm Herzinfarkt und ich nicht viel weniger fertig.
    Rennt ein Hund über die Straße, hätte er entsprechend gesichert werden müssen. Aber was ist bei einer Katze? Ein einziger Hund ist mir in über 20 Jahren Straßenverkehr auf der Fahrbahn begegnet (und zwei Pferde), aber zig Katzen, gerade da, wo ich jetzt wohnen.

    Wenn Du nachweisen kannst, wem die Katze gehört, dann haftet der Katzenhalter.

    Ist ja auch beim Hund so. Kann der Hund nicht zugeordnet werden, weil er alleine unterwegs ist, kannst ja auch keinen Halter haftbar machen.

    @Nocte

    Ich weiss, folgendes ist nicht passiert aber:

    Hund sieht Katze auf der anderen Strassenseite und folgt unkontrolliert seinem "natürlichen" Jagdinstinkt.


    Beim rüberjagen des Hundes verreisst ein Autofahrer das Lenkrad und saust in eine Menschenmenge.

    Gleicher Hintergrund:
    Hund, Jagdinstinkt, unkontrolliert und nur am Rande eine Katze.

    Wer hat Schuld?
    Die Katze, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort war?
    Der Autofahrer, der im Reflex reagiert hat?
    Oder der Hundehalter, der fahrlässig gehandelt hat (oder war das ein verzeilicher Fehler)?

    Für mich gehört ein Hund mit nicht kontrollierbarem Jagdinstinkt angeleint.

    Nicht nur in Berlin. Aber auch da passiert erst was, wenn das mehrfach passiert und der Halter offensichtlich nichts tut.Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht dafür, die Hunde machen zu lassen. Aber ich setze auf Eigenverantwortung des Halters und nehme tatsächlich ein Restrisiko in Kauf. Man muss doch nicht immer gleich und sofort zur Keule greifen. Zumal hier vor allem das Tier drunter leidet.

    Ja, der arme Hund.

    Der kann zumindest noch atmen, die Katze leider nicht.