@Billi
Also ich hab einen Spitz aus ner ordentlichen Zucht mit guter Sozialisierung etc. Und obwohl Ari einfach weils Pech ist auch einen kleinen Wesensmangel aufweist - er ist nicht arg stressresistent - würde ich jederzeit wieder einen Spitz nehmen.
Er ist stur, aber auch verfressen und dadurch nicht so schlecht zu erzielen. Ein paar Kompromisse 'mussten' wir aber schon eingehen, ob er Sitz oder Platz macht ist uns allerdings egal. Er ist schlau und auch lernwillig, wenn er aber mal einen schlechten Tag hat, dann ist das halt so.
Er hat sich definitiv ein paar Dinge angeeigz, die er eigentlich nicht sollte
Hund im Bett
aber da sind wir selbst schuld, das haben wir nie wirklich konsequent durchgezogen. Er bettelt auch, mit den Augen. Sind auch wir schuld, weil wir es belohnt haben. Dafür erwartet er nichts vom Tisch, da er weiß, da kriegt er nichts. Da sind wir einfach konsequent geblieben.
Er hat Spaß daran mit uns etwas zu tun, ist draußen aber auch recht eigenständig am schnüffeln und braucht kaum Beschäftigung, weil er das lieber selbst übernimmt. Dennoch ist er immer im Blickfeld, würde nie weglaufen.
Wir haben jetzt mit Crossdogging angefangen, da macht er ganz toll mit.
Er geht gelegentlich mal Vögeln hinterher, allerdings ohne Ambitionen. Mäuse fangen tut er allerdings gerne (oder versucht es).
Bisher ist er freundlich zu allen und jedem, Rüde/Hündin, Menschen, alles toll. Dennoch ignoriert er die meisten Menschen unterwegs, wenn sie ihn nicht ansprechen. An Hunden arbeiten wir noch. Aus hündischer Sicht ist er allerdings unhöflich, ziemlich stürmisch halt. Dennoch vom Grundcharakter einfach lieb. Es gibt wohl durchaus auch Spitze, die sind da nicht ganz so tolerant.
Er ist ein Clown und ein Kuschelplüsch. Was der schon langestreckt alles zum Kuscheln präsentiert hat ist der Hammer 
Er ist kein kopfloser Kläffer, aber er ist schon gesprächig. Bis heute versucht er es manchmal kurz, aber er verfällt nie ins Kläffen. Nach ein paar Mal bellen hört er immer wieder auf, wenn er merkt es bringt ihm nichts.
Aber er wacht natürlich. Allerdings immer mit Bezug auf uns. Er hört/sieht etwas das ihm seltsam vorkommt - er meldet - Herrchen oder Frauchen schauen nach - Welt in Ordnung. Ganz tiefes Bellen und Knurren.
Auch wenn das Leben bisher mit Ari auch kein Zuckerschlecken war - wir haben wirklich einen Rabauken hoch 10 bekommen, der noch dazu stressanfällig ist - hat er so wahnsinnig viele tolle Eigenschaften, dass wir uns immer wieder für einen Spitz entscheiden würden.
Ari ist ja dazu auch noch ein Wolfsspitz, die sind größer und wohl auch noch etwas fordernder und je nach Linie noch etwas untypischer und am ehesten noch Gebrauchshund.
Vor allem Mittelspitze könnte ich mir in nem normalen Leben ganz gut vorstellen. Klar kann man die nicht wie einen Schäferhund erziehen, wirklich Will-to-please haben sie nicht. Sind aber menschenbezogen und interessiert an der Zusammenarbeit, auch wenn die wenigsten Preise abstauben werden. Vor allem die kleineren machen auch alles mit, kommen aber auch mal mit weniger aus. Prinzipiell ist der Jagdtrieb recht gering, aber es sind halt Individuen, da gibt es immer mal Ausreißer. Vor allem beim Japanspitz. Und das Fell ist pflegeleichter als es aussieht 
Aber es muss natürlich passen. Man muss die Spitzsturheit halt mögen. Ist wie mit Terriern, die sind ja auch eigen und man muss das mögen 
Als Alternative, wenn du eher auf Plüsch stehst, vielleicht ein Sheltie. Auch wenn die manchmal wohl zum Kläffen neigen finde ich es tolle Hunde. Oder größer ein Collie.