Beiträge von SabethFaber

    Genau dad meinte ich eigentlich auch - wenn man sich selbst unsicher ist oder noch keine Erfahrung und keine Bekanntschaften mit Hundehaltern etc hat - dann finde ich es keine schlechte Sache. So lange es eine gute Welpengruppe ist.
    In erster Linie ist es für den Menschen, aber ich finde es gibt schon richtig gute Gruppen von denen auch Welpi profitieren kann.

    Dennoch bin ich der Meinung, lieber keine Welpengruppe als eine schlechte. Und wenn man Erfahrung hat und schon Hunde hat bzw kennt, dann ist es wirklich nicht nötig.
    Im Nachhinein hätte ich bei Cashew drauf hören sollen - das war nur rausgeschmissenes Geld. Hat uns weder positiv noch negativ was gebracht.

    Es wird alles besser!

    Am Montag hat Cashew einen Knochen mit Resten gefunden (von jemandes Mittagessen so wie es aussah) und hat sich durch ein einfaches Nein problemlos weiterschicken lassen!

    Vor einigen Monaten hat er noch Steine gefressen wenn die irgendwie interessant gerochen haben :lol:
    Es wird also :dafuer:

    Nein hat er zB ganz schnell gelernt - ich lass XY znd Frauchen gibt mir was tolles. Ich glaube nach 2 Tagen oder so hat er da schon drauf reagiert.
    Also man kann sich das Verfressene echt auch zu Nutzen machen. Ist in mancher Hinsicht furchtbar anstrengend, aber halt auch gleichzeitig mega praktisch :smile:

    Aber ich bin froh, dass ich mit ihm kein Obedience oder so geplant habe, die Feinheiten kriegen wir wahrscheinlich nie hin :lol:

    Joa, dürfte sich mit Cashews Verhalten decken. Man war der anstrengend am Anfang. :ugly:
    (immer noch ein bisschen und klauen tut er auch noch wie eine Elster, aber mit deutlichem Rückgang. Wie oft wir den am Anfang vom Esstisch und Tresen geschoben haben... |) )

    Ich hab leider keine Patentlösung.
    Zum einen ist Futterfokus wirklich praktisch, weil es das Belohnen sehr einfach macht. Gleichzeitig macht es eben gerade so Feinheiten wo mal das Hirn eingeschaltet werden sollte wirklich schwierig.

    Cashew ist ja auch so eine Fressmaschine, das ist nicht mehr schön.
    Der schaltet da auch absolut ab und bekommt nichts mehr mit.

    Für Alltagstraining war das wirklich hervorragend. Der hat schnell und nebenbei gelernt was sich lohnt.

    Für Feinarbeit hingegen ist es eine Katastrophe. Ich kann mit ihm null clickern. Shapen geht praktisch gar nicht. Und irgendwelche Dinge verfeinern auch nicht, weil er das gar nicht hinbekommt. Der kriegt um sich herum nichts mehr mit und starrt nur mich oder das Futter an.

    Er wird nächste Woche 10 Monate und langsam wird es ein biiisssschen besser. Langsam. Und mit viel Mühe. Aber wir machen mini-Fortschritte mit sehr viel Fokus auf das Umfokusieren :ugly:

    Ich finde gut geführte (!) Welpengruppen können sehr gut sein und viele Vorteile bringen - insbesondere aber bei Ersthundehaltern oder solchen die noch nie vorher einen Welpen hatten (oder schon lange nicht mehr). Einfach weil es auch für den Menschen wirklich hilfreich ist.
    Außerdem ist es in meinen Augen auch da sinnvoll wo kein Ersthund oder viele Bekannte mit anderen Hunden im Umkreis da sind. Ein bisschen Hundekontakt sollte man dem Zwergi ja bieten können und lieber unter Aufsicht eines guten (!) Trainers als zufällige Tut-Wase und rücksichtslose Tut-Nixe deren Halter keinen Olan haben was ihre Hunde da tatsächlich machen.

    Individualität des Hundes spielt aber natürlich auch mit rein.

    Bei Ari hat uns die Welpenstunde bei unserer Trainerin den Popo gerettet. Ohne wäre wir wahrscheinlich komplett gescheitert. Die Anleitung hat uns unglaublich geholfen und ohne Hilfe hätten wir das wahrscheinlich nicht hinbekommen. Keine Ahnung wo wir sonst heute dastehen würden.

    Bei Cashew wars dafür völlig unnötig. Ich hab nichts neues gelernt was ich nicht schon wusste, dazu kam das die Gruppe zwar gut geführt, aber die Trainer nicht auf meiner Wellenlänge waren und Cashew eh NULL Interesse an den anderen Welpen hatte. Da hätte ich es mir sparen können. Wobei es auch nicht geschadet hat. Cashew konnte zum lernen das er nicht interagieren muss wenn er keine Lust hat und ihm niemand blöd kommt wenn er nicht will.

    Dennoch sehe ich es auch so - lieber gar keine als eine schlecht geführte Gruppe. Reine Spielgruppen halte ich für sehr fragwürdig und ständige Spielunterbrechungen auch. Am besten gezielt und überwacht und nicht alle auf einmal. Und lieber am Ende als am Anfang.

    Ansonsten würde ich auch eher ne gute Woche warten bevor ich gehe, außer ihr habt so ein super selbstsicheres Kerlchen, der wirklich sicher und zufrieden mit allen Beinen im Leben steht.

    Ich meinte das @SabethFaber nicht, dass Ihr das unbedingt 'gut' findet - aber ich weiß halt ehrlich nicht, ob das die Rasseausprägung mit Fixierung auf eine Person betrifft - oder gar nicht soviel damit zu tun hat, sondern evtl. mit ner verpassten Möglichkeit da frühzeitig den Hund dran zu gewöhnen(?).

    Ah, so meinst du das! Sorry, missverstanden.

    Also bei Ari war das nicht von Anfang an so. Zu Beginn konnte meine Mutter ganz normal mit ihm gehen. Sie ist aber zugegeben nicht so oft gegangen, weil sie a) nicht musste und b) Ari schon immer etwas speziell zu händeln war. Obwohl er bei anderen Gassigängern eigentlich immer super brav ist.
    Bevor er ein Jahr alt war konnte dennoch eigentlich jeder gehen. Einmal ist mein Schwiegervater spontan eine Runde mit ihm gelaufen, den hatte er an dem Tag zum ersten Mal gesehen. Irgendwann ging das dann halt gar nicht mehr.

    Wenn ich ihn daheim anleine und meiner Mutter dann die Leine in die Hand drücke, dann geht er auch brav mit. Auch wenn er zu Beginn immer wieder zurück schaut wo ich denn bleibe.

    Ich denke es ist einfach eine Mischung aus Anlage und eventuell Gewöhnung. Die ist bestimmt nicht ganz unabhängig, wobei wir da wie gesagt gar nicht auf die Idee gekommen sind das da Übungsbedarf herrscht, da er zuerst keine Probleme gemacht hat.
    Wobei ich einfach schon zu oft gehört habe das Spitze sehr auf IHRE Leute bezogen sind, dass es nicht auch zumindest teilweise mit der Rasse zusammenhängt.

    Hm, also ehrlich gesagt - mir wär's nicht so recht, wenn Zoey sich von nicht mal Leuten, die sie wirklich gut kennt Anziehen/Gassi führen lassen würde.

    Was ist denn, wenn Ihr beide mal verhindert sein solltet und der Hund fremdbetreut werden muss?

    Darum ging es doch - Wir finden das hier alle eher weniger toll. Gerade wie du schon geschrieben hast - falls mal irgendwas sein sollte...
    Wir haben zum Glück einen Garten, das heißt für ein paar Tage würde das vermutlich gehen, auch wenn er sehr ungern seine Geschäfte im Garten erledigt. Er lässt sich problemlos von Mama füttern, wieder rein rufen, raus lassen etc. Nur weg vom Haus will er nicht.

    Wenn er aus irgendeinem Grund mal fremdbetreut werden sollte wird das natürlich dennoch schwierig. Meiner Mutter könnte ich das nicht zumuten, die kann ihn so weit nicht händeln.

    Aber freuen tut er sich über bekannte Menschen und Hunde durchaus. Er ist nicht abweisend (auch wenn es ihm oft schnell zu viel wird). Er mag Menschen, aber er macht da halt einen Strich - das sind Herrchen/Frauchen - das ist Familie und gute Freunde - dann gibt es noch den Rest - und zum Schluß eine Hand voll Personen die er gar nicht mag |)

    @SabethFaber: Da ist wieder die Frage - ist es wirklich 'Bindung'? Oder eher Typsache? Z.T. evtl. auch nicht anders gelernt(nicht bei Euch, bei Hunden jetzt allgemein). Ich meine mal gelesen zu haben, dass man 'Bindung' nicht unbedingt daran messen kann, wie sehr der Hund an einem klebt/wie sehr er einen begrüßt/wie sehr er Dir nachhängt.

    Wir haben im Freundeskreis auch 2 Hunde, die als 'Ein Mann Hund' laut Rasse beschrieben werden, die gehen aber auch mit engeren Freunden(uns) oder Familie der Person spazieren.


    Spitze sind eigentlich generell schon eher Ein-Mann- oder sagen wir mal Ein-Familien-Hunde. Also sie wissen genau: das ist mein Herrchen/Frauchen und die sind nur Besuch auch wenn ich die gerne habe.
    Ari liebt meine Eltern - die im selben Haus wohnen und mit denen er täglich sehr viel zu tun hat. Er mag sowohl meine als auch Herrchens Schwester sehr gerne und begrüßt sie wie Familienmitglieder.
    Und er geht mit keinem von diesen Personen spazieren, wenn wir nicht zu Hause sind. Wäre Herrchen zB deutlich weniger involviert könnte ich mir vorstellen, dass er da auch einen Unterschied macht.

    Dazu kommt natürlich Typsache.
    Aber ich hab schon an mehreren Stellen gehört, dass Spitze da sehr genau unterscheiden. Sie sehen aber halt häufig die gesamte Kernfamilie als ihres an und nicht nur genau eine Person.

    Ari ist übrigens kein Klammerer. Er läuft mir nicht hinterher, bleibt von Anfang an problemlos alleine und vertraut da schon drauf das wir immer da sind wenn er uns braucht und das wir immer wieder kommen. Er will den Zeitpunkt nur auf keinen Fall verpassen xD

    Cashew hab ich auf die kleinen Runden immer mitgenommen. Allerdings ist Ari auch nicht ganz so einfach und schnell reizüberflutet und die aufregenden, großen, außergewöhnlichen Runden gibt es eh nur dosiert.
    Die gabs halt dann für Ari wenn jemand da war und auf die kurzen Mittagsstunde hab ich das Zwergi eigentlich immer mitgenommen.
    Der lief eh immer frei mit und war da auch nicht empfindlich oder schnell reizüberflutet.

    Ansonsten sind wir einfach "mit dem Flow" gegangen. Wenn er wach war gings raus, wenn er müde war wurde geschlafen und gespielt wurde wenn er wach war und wir alle Lust drauf hatten. Dazu generell Vormittags ein bisschen weniger (weil das hier auch die Zeit ist wo nicht viel passiert und ich normalerweise an der Uni bin).

    Cashew war allerdings auch ein einfacher Welpe.