@BlueDreams
Zum Thema Wachen und Stellen beim Spitz:
Also Ari stellt definitiv Leute die einfach aufs Grundstück kommen, die werden sehr deutlich und bell-knurrend umkreist und festgenagelt. Das ist ziemlich beeindruckend.
Angenehm finde ich dabei das ich mir bei Ari ziemlich sicher sein kann das er dennoch nicht rein hackt (zumindest wenn er weiß das wir auf dem Grundstück sind). Die gestellten Personen sehen das allerdings nicht.
Vielleicht wäre es auch anders wenn die Leute ihn einfach ignorieren und weitergegen würden, aber das hat sich noch keiner getraut.
Wachen tut er in meinen Augen sehr angenehm. Jetzt mit 2,5 Jahren hat er sogar noch mal einen Sprung gemacht und wählt noch genauer aus wann es sich lohnt.
Wir haben zB gerade eine riesige Baustelle auf der Straße und am Haus (neue Leitungen und Anschlüsse an die Häuser). Er hat von Anfang an nur gemeldet als die direkt vor unserem Haus mit dem Presslufthammer losgelegt haben, dann als sie unseren Vorgarten betreten haben, dann als sie in den Keller gingen. Also jeweils das erste Mal. Inzwischen horcht er nur noch, weiß aber das soll so und ist zufrieden, aber hält ein Ohr drauf sozusagen.
Für mich ist das perfekter Wachtrieb.
Was Sturheit angeht kann es halt sein das sie auf eine bestimmte Übung keinen Bock haben, oder nur ein paar mal machen wollen etc.
Außerdem gibt es durchaus Situationen wo der Rückruf nur mäßig funktioniert, weil "ich seh dich doch noch Frauchen, was machst du für einen Stress. Du siehst doch das ich das hier fertig machen muss!"
Was besonders Spitzrüden mitbringen können ist Artgenossen- bzw Geschlechtsgenossenunverträglichkeit. Soweit ich bisher mitbekommen habe sind die aber gut zu händeln bzw da ein angenehmes vorbeigehen zu erreichen. Ari möchte nur keinen direkten Kontakt und ist da ziemlich höflich, aber deutlich. Solange sein Abstand gewahrt wird kann man zB auch problemlos mit anderen unkastrierten Rüden laufen.
Je nach Linie sind sie recht kerning oder Lämmer, da muss man ein bisschen drauf achten. Es heißt Wolfsspitze sind teilweise extremer, aber gerade bei denen finde ich die Kluft recht groß, weil da bewusst zwei Typen gezüchtet werden (Wolfsspitz und Keeshond).
Mein Ari ist zB auch ein recht großer, schwerer Wolfsspitz - jetzt mit 2,5 Jahren hat er 24kg. Er ist aber wirklich am oberen Ende des Maßes. Eigentlich kann man das ganz gut abschätzen, wobei die Mädels eh generell eher zierlicher sind.
Ari jagt schon, aber ich denke wenn man da ein besseres Händchen für hat als ich und vielleicht auch etwas mehr Wildaufkommen als gelegentlich in den Sommermonaten mal ein paar Hasen, dann wäre das recht problemlos in den Griff zu bekommen. Bei Eichhörnchen hab ich es auch geschafft.
Mäuseln tut er halt sehr gerne und damit ist bei den meisten Spitzen auch zu rechnen, Hetztrieb fällt ganz unterschiedlich aus, wobei wirkliche Jagdssäue sehr selten sind.