So, ich hab mir das jetzt mal durchgelesen.
An und für sich könnte der (Wolfs)Spitz passen denke ich.
Wegen der Welpenzeit würde ich eventuell noch einen Plan B in Petto haben. Wir hatten zwar keine Probleme und ich wüsste spontan auch niemanden bei dem Alleinebleiben eine besonders große Sache war, aber es kann ja dennoch immer mal sein, dass es in dem jungen Alter noch nicht klappt. Dann müsste für die erste Zeit eine Betreuung her.
Gleichzeitig finde ich es aber nicht so schlimm wenn der Hund am Vormittag alleine ist.
Spitze sind tendenziell Ein- bis Zweimannhunde aber nicht so krass wie andere Rassen. Das heißt aber auch das sie sich die Personen wählen. Es könnte sein, dass wie @Dackelbenny schreibt erstmal dein Vater die Nummer eins ist, aber wenn die hauptsächliche Erziehungsarbeit bei dir liegt und du auch wirklich was mit ihm machst während dein Vater in erster Linie nur aufpasst denke ich schon das der Fokus bei dir bleibt. Unser Ari macht auf jeden Fall einen deutlichen Unterschied zwischen meinem Freund und mir und meinen Eltern die er sehr liebt und mehr als gut kennt, da wir im selben Haus leben. Er macht auch noch einen geringfügigen Unterschied zwischen meinem Freund und mir, da ich die hauptsächliche Erziehungsarbeit übernehme, mit ihm in die Hundeschule gehe und so weiter - und das obwohl beim Einzug ebenfalls mein Freund derjenige war, der zu Hause war während ich einen großen Teil des Tages an der Uni war.
Man sollte aber im Kopf behalten das Spitze keine großen Fans von wechselnden Bezugspersonen sind. Wenn meine Eltern zB auf Ari aufpassen ist er dennoch alleine (meint er), denn weder Herrchen noch Frauchen sind da. Da gibt es dann auch keine Ausnahme, er lässt sich nicht mal anleinen um spazieren zu gehen. Das kann man wohl etwas trainieren, aber am Ende des Tages haben sie ihre festen Personen und die sind es erstmal. @GruenerTee kann dazu vielleicht noch was eher was sagen, bei uns wird selten betreut.
Worüber du noch nichts geschrieben hast:
Wie sieht es bei euch denn aus mit dem Wachen? Ein Wolfsspitz wird auf jeden Fall melden. Das heißt - er wird fremde Leute auf dem oder merkwürdig verhaltende Individuen um das Grundstück durch Bellen bemerkbar machen. Das ist kein wildes Rumgekläffe, aber es ist da. Generell sind Spitze weder leise noch laute Hunde. Mein Collie neigt zum Beispiel deutlich mehr dazu alles mögliche bekannt zu geben, mein Wolfsspitz hingegen meldet oft auch mal tagelang nichts, weil es einfach nichts zu melden gibt. Fremde Leute die unbegleitet aufs Grundstück kommen werden aber definitiv gestellt.
Ich finde den Wachtrieb des Spitzes SEHR angenehm, denn sie melden keinen Stuss und spielen dabei immer ihrem Menschen in die Hand - also stellen und geben dann das Ruder an den Menschen ab (wobei sie alleingelassen durchaus wehementer werden können).
Ansonsten sind Spitze eigensinnig aber durchaus freudig am Zusammenarbeiten. Wenn sie aber mal keinen Bock haben dann ist das so und auch ein Kopfstand wird sie nicht dazu bewegen doch mittzumachen. Sowas ergibt ziemlich spaßige Situationen und sollte wirklich mit Humor genommen werden.
Generell sind sie aber wirklich ziemliche Alles Kann nichts muss Hunde.
Gerade Wolfsspitze können wohl je nach Linie ziemlich viel Härte mitbringen. Also es sind keine weichen Hunde die bei Ärger gleich kuschen und beschwichtigen, sondern wenn sie ihrer Meinung nach unfair behandelt werden dann wehren sie sich auch. Ich glaube die Linien die auf gewisse Weise noch nach ihrem alten Job - Hofwachhund - gezogen werden sind da extremer. Wenn ich da meinen Spitz mit meinem Collie vergleiche ist das ein himmelsweiter Unterschied.
Am meisten erreicht man über Lob und Belohnung am wenigsten über Strafe und Machtgehabe (eventuell eher das Gegenteil).
Insbesondere Rüden neigen dazu wohl häufiger zu Artgenossen- bzw Geschlechtsunverträglichkeit wenn sie erwachsen werden. Ari ist zB auch kein Fan, aber dabei ziemlich neutral solange er in Ruhe gelassen wird. Sein Bruder ist ziemlich unverträglich. Ich hab mal ein bisschen rumgefragt, es hielt sich so in etwa sie Waage.
Dennoch sind es definitiv keine Hundewiesenhunde die mit jedem gerne spielen
Zu fremden Menschen sind sie ziemlich neutral ignorant, was sehr nett ist. Im Normalfall dreht sich Ari nach Spaziergängern nicht mal um.
Nur das der Jagdtrieb nicht vorhanden ist würde ich nicht für bare Münze nehmen. Das ist schlicht und ergreifend nicht war. Jagdtrieb ist nicht gewünscht, aber halt auch nicht komplett rausgezüchtet. Es gibt alles - von wirklich 0 Jagdtrieb bis zu richtigen Vollblutjägern (wobei letzteres aber tatsächlich selten ist). Mäuseln tun aber tatsächlich die meisten, das war auch so gewünscht. Einen Jagdhund hat man nicht, aber gerade bei den Wölfen ist ein bisschen doch oft mit drin.
Was Gesundheit angeht, so ist es eigentlich eine sehr gesunde Rasse. Der Wolfsspitz und der Zwerg haben etwas mehr als der Rest, aber auch die Krankheiten sind nun nicht besonders häufig. Viele werden gut und gerne 14 Jahre oder mehr.
Was Mixe angeht, so gibt es viele Studien aber nichts wirklich genaues. Am Ende werden die aber im Schnitt fröhlich vermehrt während ein Züchter da genau drauf achtet und bekannte Krankheiten und Probleme testet. Eine Sicherheit kann dir keiner geben, aber beim seriösen Züchter hat man doch die besten Chancen auf einen gesunden und vor allem charakterlich guten Hund (meiner ist leider ausgerechnet das Negativbeispiel, der ist weder körperlich gesund noch om Kopf ganz sauber (da war aber der ganze Wurf murks), aber ich kenne sonst eigentlich nur gesunde und tolle Hunde).