Sissi&derKaiser
Für mich klingt euer Tagesablauf eigentlich in Ordnung so. Du scheinst ja vor allem auch gut darauf zu reagieren wenn es ihm doch mal zu viel wird und er kriegt ja wirklich viel mit dadurch, dass ihr regelmäβig ins Büro fährt.
Für Boxentraining musst du eigentlich nicht unbeding extra Zeit einplanen. Das kannst du gut nebenbei machen. ZB gibt es das Futter erstmal in der Box, Kauzeug auch und nach ner Weil wird die Tür beim Fressen geschlossen, dann mal länger zugelassen etc. Und am besten ein "In die Box" Kommando dabei etablieren.
Das sind ja alles Dinge die du eh machst. Irgendwann kannst du dann üben ihn reinzuschicken und so weiter.
(bin aber kein Spezialist, ich bin völlig gescheitert und nutze ehrlich gesagt auch keine Box. Ich habs nicht mal geschafft Ari da während seiner Ruhephase entspannt drinnen zu haben
- mir liegt das allerdings auch einfach nicht. Im Auto würde ich sie halt rein setzen, wenn ich denn eine Box hätte, maximal mit Box zwei Tage in der Wohnung stehen haben
)
Was den anderen Hund angeht... ich würde wahrscheinlich versuchen sich hauptsächlich auβerhalb zu treffen damit sie spielen können. An sich hab ich kein Problem damit, wenn Hunde auch drinnen spielen, solange es gesittet zugeht, aber es kann halt sein, dass sie das Büro dann als "Play-Zone" verstehen. Eventuell ist es aber wahrscheinlich auch möglich bestimmte Teile der Arbeit als "hier kann man spielen" und "hier darf man nicht spielen" zu etablieren. Vielleicht auch bestimmte Zeiten (Morgends ok, aber danach ist nicht mehr). Dann musst du es halt konsequent auβerhalb dieser Parameter verbieten und in den anderen Situationen bewusst erlauben. Wenn du ganz sicher gehen willst musst du es aber wahrscheinlich verbieten.
Ansonsten - Spitze sind sehr vokale Spieler. Komplett wegbekommen wirst du das wahrscheinlich nicht. Wobei es natürlich auch Stress-Kläffen gibt. Ari und Cashew werden teilweise richtig laut
Ich liebe das aber zugegeben und fördere das auch eher (und hier kommt niemand ins Büro mit). Allerdings wird auch eher Geknurrt als Gebellt - das hört sich dann ein bisschen so an als würde jemand abgeschlachtet oder ein wilder Kampf sei im Gange 

Das Jagen... naja, Ari ist jetzt 3 und kann nur sehr gezielt frei laufen, weil er jagt wie der Teufel 
Allerdings keine Vögel (mehr). Er hatte im Junghundealter eine Phase, hat aber selbst schnell spitz gekriegt, dass er da keine Chance hat. Ab und zu darf er Krähen aufjagen, da merkt man aber, dass es was anderes ist als wenn er Hasen jagt.
Ari hat einen Groβteil seiner Jugend übrigens auch an der Schleppleine verbracht. Hat ihm auch nicht geschadet. Zum Spielen konnte ich ihn losmachen, wenn der Ort gepasst hat. Rückruf saβ lange nicht, allerdings war er auch einfach super schnell mit seiner Umgebung überfordert und dann war das Erbsenhirn aus.
Zur Sicherheit würde ich deinem Zwerg wahrscheinlich einfach eine ganz leichte Schleppleine dran machen. Der ist ja nicht so groβ und die werden schnell schwer. Da hilft oft eine Wäscheleine an einen Haken binden, die wiegt fast nichts und man hat trotzdem eine Leine dran. Wahrscheinlich kannst du sie sogar schleppen lassen.
Ansonsten hat es KiraTheMittelspitz ja schon sehr gut beschrieben.
Bei den kleineren Spitzen ist der Jagdtrieb meistens (wie man am Beispiel sieht aber auch hier nicht immer) nicht so krass ausgeprägt. Und ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade in dem Alter das Interesse besonders hoch ist. Aber wenn man dann keine Grundlagen legt kann es halt trotzdem ziemlich schnell ziemlich ausarten (wir haben das zB definitiv unterschätzt, auch wenn ich nicht glaube, dass es einen gigantischen Unterschied gemacht hätte, hätte es definitiv einen Unterschied machen können, wenn wir da von Beginn an konsequent dagegen vorgegangen werden. Aber wir dachten halt - Ach Spitze jagen ja nicht... Ha ha ha).
Man kann aber auch bei Spitzen ganz toll Alternativverhalten trainieren - Ich zeige einen Vogel/Wild an: Mega Belohnung! (gerne auch loben fürs gucken und zeigen das da was ist und dann Wurst reinstopfen, hat bei meinem Collie zB auch hervorragend funktionieert bei dem ich gar nichts hab draufankommen lassen), ich gehe nicht hinterher und komme zu Frauchen: Noch geilere Belohnung! etc.
Funktioniert bei uns inzwischen bei Eichhörnchen ganz gut. Auβerdem gibt es für solche SItuationen keinen Rückruf mehr, weil das Abwenden es zumindest für Ari doppelt schwer macht (zumindeest zu Beginn), sondern ein "WARTE". Das heiβt er darf gucken aber muss stehen bleiben. Das fällt ihm um einiges leichter (bei Eichhörnchen ist es inzwischen echt gut, bei Hasen hab ich allerdings nach wie vor keine Chance
). Ich geh ihn dann einsammeln oder kann ihn dann oft nach kurzer Zeit doch abrufen, bzw er kommt dann auch oft von selbst.