Beiträge von SabethFaber

    Sissi&derKaiser

    Für mich klingt euer Tagesablauf eigentlich in Ordnung so. Du scheinst ja vor allem auch gut darauf zu reagieren wenn es ihm doch mal zu viel wird und er kriegt ja wirklich viel mit dadurch, dass ihr regelmäβig ins Büro fährt.

    Für Boxentraining musst du eigentlich nicht unbeding extra Zeit einplanen. Das kannst du gut nebenbei machen. ZB gibt es das Futter erstmal in der Box, Kauzeug auch und nach ner Weil wird die Tür beim Fressen geschlossen, dann mal länger zugelassen etc. Und am besten ein "In die Box" Kommando dabei etablieren.

    Das sind ja alles Dinge die du eh machst. Irgendwann kannst du dann üben ihn reinzuschicken und so weiter.

    (bin aber kein Spezialist, ich bin völlig gescheitert und nutze ehrlich gesagt auch keine Box. Ich habs nicht mal geschafft Ari da während seiner Ruhephase entspannt drinnen zu haben |) - mir liegt das allerdings auch einfach nicht. Im Auto würde ich sie halt rein setzen, wenn ich denn eine Box hätte, maximal mit Box zwei Tage in der Wohnung stehen haben :pfeif:)

    Was den anderen Hund angeht... ich würde wahrscheinlich versuchen sich hauptsächlich auβerhalb zu treffen damit sie spielen können. An sich hab ich kein Problem damit, wenn Hunde auch drinnen spielen, solange es gesittet zugeht, aber es kann halt sein, dass sie das Büro dann als "Play-Zone" verstehen. Eventuell ist es aber wahrscheinlich auch möglich bestimmte Teile der Arbeit als "hier kann man spielen" und "hier darf man nicht spielen" zu etablieren. Vielleicht auch bestimmte Zeiten (Morgends ok, aber danach ist nicht mehr). Dann musst du es halt konsequent auβerhalb dieser Parameter verbieten und in den anderen Situationen bewusst erlauben. Wenn du ganz sicher gehen willst musst du es aber wahrscheinlich verbieten.

    Ansonsten - Spitze sind sehr vokale Spieler. Komplett wegbekommen wirst du das wahrscheinlich nicht. Wobei es natürlich auch Stress-Kläffen gibt. Ari und Cashew werden teilweise richtig laut :pfeif: Ich liebe das aber zugegeben und fördere das auch eher (und hier kommt niemand ins Büro mit). Allerdings wird auch eher Geknurrt als Gebellt - das hört sich dann ein bisschen so an als würde jemand abgeschlachtet oder ein wilder Kampf sei im Gange :hust::lol:

    Das Jagen... naja, Ari ist jetzt 3 und kann nur sehr gezielt frei laufen, weil er jagt wie der Teufel |)

    Allerdings keine Vögel (mehr). Er hatte im Junghundealter eine Phase, hat aber selbst schnell spitz gekriegt, dass er da keine Chance hat. Ab und zu darf er Krähen aufjagen, da merkt man aber, dass es was anderes ist als wenn er Hasen jagt.

    Ari hat einen Groβteil seiner Jugend übrigens auch an der Schleppleine verbracht. Hat ihm auch nicht geschadet. Zum Spielen konnte ich ihn losmachen, wenn der Ort gepasst hat. Rückruf saβ lange nicht, allerdings war er auch einfach super schnell mit seiner Umgebung überfordert und dann war das Erbsenhirn aus.

    Zur Sicherheit würde ich deinem Zwerg wahrscheinlich einfach eine ganz leichte Schleppleine dran machen. Der ist ja nicht so groβ und die werden schnell schwer. Da hilft oft eine Wäscheleine an einen Haken binden, die wiegt fast nichts und man hat trotzdem eine Leine dran. Wahrscheinlich kannst du sie sogar schleppen lassen.

    Ansonsten hat es KiraTheMittelspitz ja schon sehr gut beschrieben.

    Bei den kleineren Spitzen ist der Jagdtrieb meistens (wie man am Beispiel sieht aber auch hier nicht immer) nicht so krass ausgeprägt. Und ich hab die Erfahrung gemacht, dass gerade in dem Alter das Interesse besonders hoch ist. Aber wenn man dann keine Grundlagen legt kann es halt trotzdem ziemlich schnell ziemlich ausarten (wir haben das zB definitiv unterschätzt, auch wenn ich nicht glaube, dass es einen gigantischen Unterschied gemacht hätte, hätte es definitiv einen Unterschied machen können, wenn wir da von Beginn an konsequent dagegen vorgegangen werden. Aber wir dachten halt - Ach Spitze jagen ja nicht... Ha ha ha).

    Man kann aber auch bei Spitzen ganz toll Alternativverhalten trainieren - Ich zeige einen Vogel/Wild an: Mega Belohnung! (gerne auch loben fürs gucken und zeigen das da was ist und dann Wurst reinstopfen, hat bei meinem Collie zB auch hervorragend funktionieert bei dem ich gar nichts hab draufankommen lassen), ich gehe nicht hinterher und komme zu Frauchen: Noch geilere Belohnung! etc.

    Funktioniert bei uns inzwischen bei Eichhörnchen ganz gut. Auβerdem gibt es für solche SItuationen keinen Rückruf mehr, weil das Abwenden es zumindest für Ari doppelt schwer macht (zumindeest zu Beginn), sondern ein "WARTE". Das heiβt er darf gucken aber muss stehen bleiben. Das fällt ihm um einiges leichter (bei Eichhörnchen ist es inzwischen echt gut, bei Hasen hab ich allerdings nach wie vor keine Chance :ugly:). Ich geh ihn dann einsammeln oder kann ihn dann oft nach kurzer Zeit doch abrufen, bzw er kommt dann auch oft von selbst.

    Das Bellen ist ja nur ein Symptom. Der Hund kann das u.U. nicht so steuern, wie ihr euch das vorstellt. da kann man so viel "installieren" wie man will...

    Der 6monatige Hund ist vermutlich einfach überfordert - ich würde eher in die Richtung denken. Jetzt noch Verbote und Strafen oder sonstwas - also mehr Stress - draufzupacken, würde die Situation nicht verbessern.

    Wie lang wart ihr denn vorher schon unterwegs, bevor ihr eingekehrt seid? Habt ihr vielleicht ne Decke dabei, und mit der zuhause schon geübt? Wie ist es zuhause mit dem Ruhehalten?

    Ich hätte jetzt auch erstmal hieran gedacht.

    Beide meine Jungs hatten im alter von 6 Monaten bis 1,5 Jahren (der eine mehr, der andere weniger) immer wieder Phasen in denen Situationen die vorher gut gingen plötzlich nicht mehr gingen. Gerade sowas wie ruhig bleiben und Reize aushalten sind da besonders von betroffen (und dazu gehört ein Restaurantbesuch ja besonders). Gerade wenn vorher schon einiges los war und ein aufregender Spaziergang vorging.

    Bei uns hat tatsächlich teilweise einfach vermeiden geholfen. Nach der Phase ging es dann wieder gut. Man hätte da vielleicht auch intensiv üben können, aber so war es für alle Beteiligten einfacher und schlechte Angewohnheiten keine Chance sich zu etablieren.

    Mein Groβer bellt aber zB auch für AUfmerksamkeit (Bzw macht ganz 'witzige' Sachen). Das kann man zwar abbrechen, aber damit erfüllt man dann eben genau die Erwartungshaltung - Aufmerksamkeit. Bei ihm hilft nur ignorieren (und am besten weg gehen), aber sowas ist im Restaurant halt echt schwer durchzusetzten. Ich hatte den Vorteil, dass ich bei meiner Arbeitstätte üben konnte (an ruhigen Tagen am besten im Biergarten) und ich da keine Probleme bekommen habe falls es mal nicht geklappt hat.

    Generell würde ich wahrscheinlich versuchen so krasse Reize erstmal zu vermeiden und klein anfangen. Schauen wieviel im Moment geht und dann nur langsam steigern. Auf keinen Fall in volle Restaurants. Am besten in eine Ecke, wo er ein bisschen abgeschirmt ist etc...

    (sofern es natürlcih tatsächlich das Problem ist).

    :ugly:   :doh::doh::doh:

    Hat einen Tag gedauert, seitdem ist es kein Thema mehr. Sie freut sich, wenn ich die Tabletten aus dem Kühlschrank nehme, setzt sich vor mich, lässt sich ruhig die Schnauze öffnen, schluckt brav und freut sich anschließend über ein Stück Fleischwurst. Völlig stressfrei.

    Witzigerweise lässt Ari das auch absolut problemlos mit sich machen und der ist normalerweise ziemlich deutlich wenn ihm was auf den Keks geht oder unangenehm ist.

    Aber sich die Tablette in den Hals schieben lassen scheint tatsächlich gar nicht schlimm zu sein. Er macht das völlig friedlich und geduldig mit.

    Was allerdings nicht heißt, dass er die Tablette nicht trotzdem wieder hoch würgt und ausspuckt wenn ich das Maul nicht kurz zu halte |)

    Ernsthaft oder nicht, Rüden packen in dem Alter halt irgendwie krasser aus. Also die Pubertät verläuft halt irgendwie offensichtlicher und auch mehr hau drauf. Und die Murmeln sind halt bei der Entscheidungsfindung plötzlich ganz vorne mit dabei.

    Bis sich das geregelt hat kann es halt anstrengend sein.

    An und für sich ist das ja natürlich auch nur eine Tendenz, Individuen sind ja nunmal das - individuell. Gibt auch Hündinnen die in dem Alter anfangen den Besitzern auf der Nase rum zu tanzen und Rüden bei denen die Pubertät fast unmerklich verläuft.

    Ich finde es auch echt harmlos und oft sogar ganz witzig. Ich hab selten so viel gelacht wie zu der Zeit in der Cashew das Scharren für sich entdeckt hat. Sie dürfen das bei mir in manchen Situationen ja gerne machen, aber nicht provozierend bei einem anderen Hund (wobei ich mir bis heute nicht sicher bin ob Cashew weiß, dass das provozierend ist oder es einfach nur macht, weil er es lustig findet |)). Stopp mal einen Hund, wenn du vor Lachen praktisch auf dem Boden liegst, weil das so doof aussieht (er hatte null Kontrolle über seine Hinterbeine). Da nimmt einen ja keiner ernst :lol:

    Generell finde ich aber auch das Rumgeprolle, das Ari gerade für sich entdecken will, und halt generell das ganze Testosteron-Verhalten ziemlich simpel zu handhaben. Ja, manchmal fluche ich auch und bin genervt, aber eigentlich ist das mit ein bisschen Vorarbeit und vielleicht mal eine Weile extra vorausschauendem Spazierengehen (und gelegentlich Leinenknast) gut zu kontrollieren. Sie können ja auch nichts dafür, dass die Hormone Samba tanzen die Buben :roll:

    Wenn man aber davon ausgeht, so wie das Baby mit 6 Monaten - 1 Jahr ist bleibt er auch für den Rest aller Zeit, dann hat er natürlich bald ein böses Erwachen. Mit Arbeit hatte man ja nicht gerechnet. :ka:

    Och Mensch, ich guck immer rein und hoffe, dass es gute Neuigkeiten gibt.

    Ich drück weiterhin ganz fest...

    Cashew war nur ne Stunde weg und Ari mal keine 5 Minuten, aber das war schon die Hölle, ich will gar nicht wissen was gerade in dir vorgehen muss! :verzweifelt:

    Ich hoffe er kommt bald heim oder wird gefunden!

    Der Rüde steht eines morgens auf, bemerkt seine Klöten und ist plötzlich im Hormonchaos. Hat man damit nicht gerechnet und nicht vorausschauend erzogen als der Hund noch nett und harmlos war steht man dann ziemlich dumm da.

    Alleine wenn wenn man die ganzen "Hilfe, mein Rüde ist hypersexuell/findet andere Rüden plötzlich scheiße/knurrt seit neuestem" - Threads hier im Forum anguckt fällt doch auf, dass die Leute mit Problemen wesentlich öfter Rüden als Hündinnen haben.

    Oh ja! Ich denke mir bei den ganzen "mein Rüde war immer super verträglich und plötzlich hört er nicht mehr und will er jedem an den Hals, wie kriege ich ihn wieder richtig? Ach ja, es ist ein 1-2 jährger Akita/DSH/Mali/Aussi/insert Rasse mit Tendenz zu Unverträglichkeit oder Eigensinnigkeit" auch immer unter welchem Stein die leben |)

    Ari ist wahrscheinlich kein gutes Beispiel, der war als Welpe so schrecklich, dass ich das Junghundealter im Großen und Ganzen als angenehmer empfunden habe. Aber eigentlich war er bis er etwa 2 Jahre alt war furchtbar und dann hat nur noch er ein paar Erwachsenwerdensachen ausgepackt, die im Verhältnis gut zu regeln waren. Da hatte ich dann aber auch schon Übung.

    Spitze sind aber auch sehr diskussionsfreudig und durchsetzungsstark, wenn auch zum Glück nicht so riesig (mit 24kg ist er aber auch nicht klein). Da muss man schon gucken, dass der Hund nicht beschließt, dass er jetzt macht worauf er Bock hat. Oder sich mithilfe seiner Zähne durchsetzt.

    Cashew gehört zum Glück auch einer netten und höflichen Rasse an und trotzdem hätte ich den Collie im Frühjahr ab und zu gern an einen Baum gebunden, weil einfach nichts mehr durch kam (von den Ohren zwischen die Beine ist es halt auch ein langer Weg |)). Da hab ich mich auch manchmal zum schönen ersten Jahr zurückgesehnt als er noch auf den ersten Piep gehört hat. Ist aber ahlt so und er wurde in der Zeit engmaschiger geführt und halt entsprechend gemanaged und er kam halt nicht mehr so oft von der Leine. Muss man durch.

    Hündinnen hab ich im Vergleich auch völlig anders erlebt.

    Allerdings finde ich es bei den Rüden eher einen schleichenden Prozess und bei den Hündinnen so richtige Punktveränderungen. Mit jeder Läufigkeit einen riesiegen Sprung in Richtung Erwachsenwerden und dazwischen recht gleich. Jungs entwickeln sich halt Phase um Phase und das geht ineinander über - eine Wachstumskurve des Hirns halt :lol: