Alleine bleiben wäre ein Thema. Wenn ich früher gewusst hätte, dass ich in meinem neuen Job den Hund nicht mitnehmen kann, hätte ich mir vermutlich keinen spitz (vermutlich generell keinen Hund) geholt. Spitze sind schon sehr arg auf ihren Menschen fixiert. Wenn er bei meinem Freund bleibt, liegt er vor der Wohnungstür bis ich wieder komme und bewegt sich keinen Millimeter.
Das scheint auch viel vom Hund abhängig zu sein. Ich habe bei meinem auch schon mal erlebt, dass er sich in meiner Abwesenheit in mein Bett verzogen hat. Als ich nach Hause kam, ist er noch nicht mal aufgestanden um micht zu begrüßen, aber er hat sich sehr gefreut als ich zum Bett kam um ihn zu begrüßen 
Definitiv hundeabhängig.
Bei Ari haben wir es nicht mal richtig geübt (Schande über uns
), aber der blieb vom ersten Versuch an problemlos alleine. Sogar in Ausnahmefällen mal 8h.
Er verpennt halt die Zeit.
Bei jemandem anderen alleine bleiben kann er aber übrigens ganz schlecht bis gar nicht. Und selbst wenn meine Eltern da sind (die im selben Haus wohnen - Mehrgenerationenhaus) und die er liebt, ist er in seinen Augen alleine wenn wir nicht da sind (er geht allerdings generell nicht gerne mit anderen Leuten raus).
Spazieren geht er auch nicht, wenn wir nicht da sind. Also irgendwo wartet er schon auch, aber er wartet entspannt und tief und fest schlafend. Irgendwo ist es ihm glaube sogar ganz recht wenn wir den Vormittag weg sind. Es nervt ihn nämlich durchaus, wenn er in seinem Morgenschlaf gestört wird, weil wir außnahmsweise da sind und dann zu viel rum laufen. Genervte Spitzgesichter sind wirkich lustig 
Ach ja - und Ari ist wirklich richtig extrem auf mich fixiert.
Das eine schließt das andere nicht unbedingt aus. Ein Retriver macht einem das in den meisten Fällen aber tatsächlich einfacher. Auch was Fremdbetreuung oder mal jemanden zum Gassi gehen vorbeischicken etc angeht.
Alles mit Ari faktisch so gut wie unmöglich.
Zum Thema Jagdtrieb habe ich verschiedenes von Spitzen gehört. Eine Großspitzdame ist sehr talentiert und obwohl sie immer an der Leine geführt wird hat sie schon die ein oder andere Maus erwischt und auch mal was größeres. Mein Henry dagegen hat ja Null Jagdtrieb. Das einzige was ich bei ihm erlebt habe war wie er eine Maus um Junghundalter zwischen den Pfoten hatte. Da diese aber gequietscht hat, ist er vor Schreck weggesprungen und danach war auch nie mehr was mit Mäusen gewesen.
Die Freuerprobe mit den acht aufspringenden Rehen hat er auch mit bravur Bestanden. Dies scheint aber sehr schwankend unter den Spitzen verteilt zu sein.
Beim Jagdtrieb muss man bei den größeren Spitzen tatsächlich ein bisschen gucken. Theoretisch sollten sie keinen haben. Praktisch klappt das nicht immer so gut.
Der Gen-Pool ist halt auch nicht groß genug um alle Hunde, die auch nur ein bisschen Jagdtrieb zeigen rauszusortieren. So kommt Jagdtrieb in unterschiedlich starken Formen durchaus vor. Da würde ich mich beim Züchter informieren, die Linie macht da definitiv was aus.
Ari (als Wolfsspitz) jagd zB wie sau. Mäuse sowieso, das machen aber tatsächlich die meisten Spitze und war auch früher erwünscht - den Hof mäuse- und rattenfrei halten. Die fängt Ari auch an der kurzen Leine direkt neben mir mit einem beherzten Sprung.
Aber Ari geht auch hetzen wenn er die Möglichkeit sieht. Wir wohnen ein bisschen ungünstig um das richtig gut zu üben und Ari ist eh ein bisschen ein Special Effects Hund und macht es uns damit nochmal schwerer, aber ich kann ihn teilweise nicht ableinen, weil er sonst weg ist. Sein Bruder jagt deutlich weniger soweit ich weiß (ist aber wohl auch nicht komplett abgeneigt).
Er IST aber ein besonders extremer Fall und einen Hund wie Ari zu erwischen ist generell ein bisschen wie ein negativer Jackpot 
Ansonsten ist Ari halt generell einfach kein gutes Beispiel für einen "gescheiten" - also charakterfesten - Spitz, weil er halt charakterlich so das Gegenteil von stabil und charakterfest ist, aber von dem was ich hier gelesen habe, passt ein Spitz schon gut.
Ich würde aber wahrscheinlich trotzdem eher einen Goldie empfehlen. Finde die hier noch besser passend. Oder sagen wirs mal so - ich würde, wenn die Spitze in Frage kommen, definitiv welche kennenlernen, denn ich finde sie unterscheiden charakterlich sich schon nochmal deutlich von Goldie und auch dem Weißen Schäfer.
Für mich sind sie ein Traum von Hund und ich würde mit einem Goldie (oder generell Retriever) eher nicht sonderlich glücklich werden, eben weil ich den Spitz-Charakter so schätze. Ähnliches gilt für den Weißen. Wenn einem entsprechend dann im Gegensatz diese beiden Rassen sehr zusagen muss man halt wirklich schauen ob einem auch der Spitz gefällt.
Collies könnte ich mir ansonsten noch vorstellen. Aus ner guten "Familien-Collie-Zucht" dürften die auch genau das mitbringen was ihr sucht. Meiner würde auf jeden Fall super passen.