Guten Morgen!
Ich hab mal ein eher ungewöhnliches Problem würde ich sagen. Zumindest hab ich noch nie irgendwo von was Vergleichbaren gelesen.
Es geht um meinen jetzt 3 3/4 Jahre alten Wolfsspitzrüden, der generell nicht so ganz einfach ist (in erster Linie ein Reizverarbeitungs- und Stressproblem, aber er ist einfach auch ein bisschen anders).
Ari kriegt inzwischen wirkliche Panik wenn mein Zweithund (und andere Hunde) sich verschluckt und würgt/hustet.
Und ich meine weit aufgerissene Panikaugen, Stresshecheln und teilweise am ganzen Körper zittern, Hyperaufmerksamkeit auf das Geräusch und nur das Geräusch, keine Ansprechbarkeit.
Dazu versucht er dann meistens zu mir oder meinem Freund zu kommen und möglichst hoch zu kommen, also auf den Schoß, den Arm, in einem Fall die Schultern. Falls das nicht geht tuts auch die Sofalehne oder Ähnliches wenn Mensch irgendwie nicht richtig erreichbar ist. Er rennt auch einmal quer durch die Wohnung dafür.
Beispiel:
Gestern saß ich auf dem Sofa und hab einen Joghurt gegessen. Beide Hunde kamen mir nach, Cashew (mein Zweithund) hatte vorher was getrunken und wohl was in den falschen Hals bekommen und dann kurz zweimal gewürgt und gehustet. Ari ist wie von der Tarantel gestochen in vollem Panikmodus hinter mir aufs Sofa und hing dann halb zwischen mir, Sofa und Fensterbrett und ganz ehrlich, wäre das Fenster offen gewesen weiß ich nicht ob er nicht auch noch versucht hätte raus zu springen 
Er war dann für 2-3 Minuten auch praktisch nicht mehr ansprechbar. Also wirklich panisch.
Angefangen hat es nicht so krass. Ganz früher hat es ihn nicht gestört, dann hat er sich ewig lang einfach hauptsächlich geekelt und irgendwann ist es dann in Panik umgeschwänkt. So extrem ist es vielleicht seit 2-3 Monaten. Und egal was wir bisher versucht haben, er lässt sich nicht beruhige, zumindest nicht schnell.
Vielleicht hätte man vorher schon was machen können, aber ich bin ehrlich, keiner von uns kam auf die Idee, dass das mal so ausarten würde. Das ist ja nun kein Standard-Problem. Und mit dem Älterwerden hat er einige "Diva" Marotten entwickelt, er will zB auch nicht durch den Matsch laufen, weil eklig. Wir dachten das gehört halt dazu. Er kam da schon öfters hergelaufen und wollte auf den Arm, hat aber einfach nur Cashew "angeekelt" angeschaut und war völlig ansprechbar und ließ sich auch wegschicken.
Alles in Allem, wir haben nicht den blassesten Schimmer wo man da ansetzen kann. Hätte ich aber auch vorher schon nicht gehabt. Das ist schon immer eine recht instinktive Reaktion gewesen und ich kann schlecht Cashew verbieten sich zu verschlucken. Zudem kommt es natürlich unvermittelt, also ich weiß zwar was das Problem auslöst, aber nicht wann Cashew sich verschlucken könnte.
Hat jemand sowas überhaupt schonmal erlebt oder einen Tipp wo man da ansetzen könnte?
Ich denke nach Weihnachten frage ich auch nochmal unsere Trainerin, aber falls jemand die zündende Idee hat können wir das ja vorher schonmal versuchen umzusetzen.
Ach ja, zum Schluss vielleicht noch - bei Menschen ist es kein Problem.