Hexling
Ein gut aufgebauter und natürlich auch sitzender Maulkorb ist völlig problemlos zu tragen. Auch nachts.
Hund kann mit so einem ja auch problemlos hecheln und trinken.
Um Lecken und Knabbern zu verhindern braucht man aber recht zwingend einen mit Fressschutz, sonst kommen sie meist trotzdem dran.
Mein Spitz ist zB. auto-aggressiv bei zu viel Stress. Das heißt, er leckt sich die Pfoten wund (unten, zwischen den Ballen). Das geht so weit, dass er da praktisch kein Fell mehr hat und die Haut rot und wund und teilweise schon blutig wird.
Der Maulkorb ist für uns unter anderem in solchen Phasen (die Gott sei Dank nur noch sehr selten vorkommen und auch dann nicht mehr so schlimm werden) ein wirklicher Segen geworden. Er findet ihn DEUTLICH angenehmer als Kragen oder Socken, das stresst ihn eher zusätzlich und der Kragen schränkt die Bewegungsfreiheit zusätzlich ein + trinken kann er damit auch nicht.
Inzwischen ist es sogar so, dass er durch den Maulkorb automatisch runter fährt und zur Ruhe kommt. Er ist für ihn also selbst ein Symbol fürs Ruhen und Entspannen.
Und er schläft damit problemlos auch die Nacht durch.
Wir haben einen ganz leichten aus Plastik. Vorteil ist auch, dass der sich beim Liegen einfach anpasst und nachgibt.
Im Prinzip ist der Korb sogar ein bisschen zu groß für Ari, aber es stört ihn nicht und er trinkt ganz normal. Einen besseren hab ich bisher nicht gefunden und er scheint sich damit wohl zu fühlen, also hab ich nicht weiter gesucht.
Maulkorb muss man aber natürlich auch antrainieren. Gibt ein paar die es gar nicht stört und ein paar Hunde die erstmal, obwohl sie ihn kennen und eigentlich keine Probleme haben, unzufrieden sind, weil er sie an Dingen hindert, die sie tun wollen (zB Pfoten wund lecken
). Bei Ari hat es auch ein bisschen gedauert. Der wusste genau, dass der Korb ihn jetzt an Dingen hindert, aber die Gewöhnung hat irgendwann eingesetzt 
Maulkorbtraining ist aber eh nur empfehlenswert, man weiß nie, wann es mal wichtig sein kann. Und besser man übt es während man ihn nicht braucht, als das es dann irgendwann zu spät ist und man keine Wahl mehr hat und ihn untrainiert nutzen muss 