Beiträge von MinnieMouse

    Ich danke euch allen von ganzem Herzen für eure Mithilfe (auch nochmal an @Pinky4 und deiner Freundin für eure Unterstützung), für den Versuch mir Mut zu machen und auch für all die lieben Worte!


    Auch, wenn ich gehofft hatte, dass mein Nachbar alle Vermutungen verwerfen kann, so war ich mir insgeheim schon sicher, dass er sie bestätigen wird.


    Mir gehen trotzdem noch so viele Dinge durch den Kopf - wie ich es hätte verhindern können, wie ich sie hätte finden können...


    Das Schlimmste ist, dass es nach wie vor keine Gewissheit darüber gibt, was genau passiert ist. Bei einem Uhu kann es wohl sehr gut möglich sein, dass er seine Beute nicht sofort tötet, sondern sich darin fest krallt, sie mitnimmt und erst dann tötet. Und dann auch nicht unbedingt durch einen Biss in den Nacken, sondern möglicherweise durch "Kneten".. und das macht er so lange, bis die Beute einfach nicht mehr kann und letztendlich stirbt. Das müssen unausstehliche Höllenqualen sein; ich hoffe so sehr, dass mein kleiner Engel das nicht durchmachen musste. Das hat sie einfach nicht verdient.. ihr Leben lang hat sie sich tapfer durchkämpfen müssen und dann so ein grausames Ende..


    Ich bin ihr dennoch dankbar dafür, dass sie mich zu ihrem Fell geführt hat - das werde ich nun sauber machen und in eine schöne Urne einbetten, vielleicht mit etwas Fell von ihrem großen Bruder, so dass auch er wieder bei ihr sein kann.. er war ihr wichtiger als alles andere. Das ist wohl das einzig Positive an der ganzen Sache; dass sie vor ihm über die Regenbogenbrücke gehen muss :( andersrum hätte sie fürchterlich gelitten.


    Man denkt immer "mir passiert sowas nicht" und dann.. ehe man sich versieht.. ich verstehe es immer noch nicht.


    Mein kleiner Engel.. sie hat sich so toll entwickelt, ich war so unendlich stolz auf sie. All die tollen Erinnerungen kann uns dennoch keiner nehmen, ich werde sie ganz tief in meinem Herzen tragen.. und ich freue mich darauf, sie eines Tages wieder zu sehen. Sie hat unser Leben so sehr bereichert, uns so unheimlich viel Vertrauen entgegen gebracht, trotz ihrer furchtbaren Vergangenheit..


    Endlich hat sie lernen dürfen, dass das Leben wunderschön sein kann.. ich wünschte, sie hätte es noch länger genießen dürfen :( :

    Gute Nachrichten habe ich leider nicht..


    Eine gute Bekannte hat mit einem befreundeten Jäger gesprochen, der ebenfalls sofort an einen Uhu gedacht hat - das würde auch zu den wenigen Fellresten passen, die ich am Vortag gefunden habe.


    Heute Mittag bin ich samt der Funde zu meinem ehemaligen Nachbarn gefahren; ein pensionierter Tierarzt und Jäger/ehemaliger Jagdpächter.


    Den Fotos nach zu urteilen (bzgl. der Verteilung der Fellbüschel), kann auch er Säugetiere ausschließen und würde auf einen Greifvogel tippen - von Uhus in der Gegend weiß er jedoch nichts.


    Er kannte meine Kleine, hat sich also auch das Fell genauer angesehen.. Fuchs, Hase, Katze etc. kann er ganz sicher ausschließen, es ist Hundefell und so wie er sie in Erinnerung hat, höchstwahrscheinlich ihres. Er tippt auf die Bauch- und Rippengegend, eventuell noch Beine/Hosen, was nun auch erklären würde, warum keine schwarzen Fellbüschel vom Rücken zu finden waren. Ein Kampf mit einem anderen Tier hält er auch für eher unwahrscheinlich, da die Menge des verlorenen Fells nichts zu einem Kampf passt; ebenso wenig, dass es keine Blurspuren gab. Selbst wenn es ein Kampf gewesen sein sollte, wird sie es nicht mehr all zu lange geschafft haben, da sie - zusätzlich zu möglichen Verletzungen - zu viel Fell verloren hat, um sich lange genug vor der Kälte schützen zu können. Dabei hat er auch ihren Gesundheitszustand berücksichtigt. Ich habe mir bei allen Blutwerten, Röntgenbildern etc. immer zusätzlich seine Meinung dazu eingeholt, er wusste also über alles Bescheid.


    In der Nähe der Fundorte lag ein Gewölle, in dem ich Krallen vermutet hatte. Auch das hat er bestätigt. Es könnten Hasenkrallen gewesen sein, aber Farbe, Länge und Form würde ebenfalls auf ihre Krallen passen.


    Wir hatten immer ein sehr gutes Nachbarschaftsverhältnis, er würde mir keinen Mist erzählen. Er nimmt so etwas auch nicht auf die leichte Schulter. Ganz im Gegenteil - es fiel ihm auch nicht leicht, mir die ungeschönte Wahrheit zu sagen und des Öfteren hat er nach den richtigen Worten gerungen, sich entschuldigt und darum gebeten, dass ich ihm nicht böse sein soll, dass er mir nicht viel Hoffnung machen kann.


    Ich denke, es ist nun mittlerweile eindeutig...

    Ich werde nun jedem seine Meinung lassen und sie auch akzeptieren, aber ich werde mich nicht mehr rechtfertigen. Ich kann es nicht ändern, wenn ich kein gutes Gefühl habe, nicht mehr daran glaube, dass sie noch lebt. Ich kann es leider nicht erzwingen; auch, wenn ich das gerne möchte. Ich will nicht mit negativen Gedanken und Horrorszenarien im Kopf durch den Tag gehen, in jeder freien Sekunde heulen, weil ich an ihre letzten Sekunden denken muss, oder dass sie eventuell leiden musste oder daran, dass ich mich nicht von ihr verabschieden konnte. Ich wäre auch viel lieber positiv gestimmt und voller Elan, wäre gerne davon überzeugt, dass ich sie bald lebend finde und alles gut wird, aber ich kann es halt nicht. Es tut mir leid, wenn ihr das nicht verstehen könnt, ehrlich.



    Heino hatte leider auch keine weiteren Tipps; vorher hatte (und habe immer noch) ich schon mit Hundesuchhilfe Team Franken Kontakt, die viele Tipps gegeben haben. Alles, was er erwähnt hat, hat mir HTF schon geraten und das wurde gemacht :( :


    Das Rückendeckhaar meinen Kleinen ist an vielen Stellen beige mit schwarzen Spitzen, auch am Rutenansatz ist da ein ordentlicher Büschel bei. Davon war in den Fellresten so gut wie nichts zu sehen. Also, zumindest nicht so viel, wie es sein müsste, wenn ihr das komplette Fell am Rücken ausgerupft worden wäre - ich musste schon genau hinsehen und einzelne Haare auseinander ziehen. Die schwarz weißen Haare, die in den Büscheln steckten, müssten ausschließlich vom Dachs sein. Wenn ich nach Dachsfell google, kommt das auch hin. Alle anderen Tiere passen da nicht zu. (Fell von den Ohren ist übrigens auch nicht bei; zumindest könnte ich keins erkennen. Das ist ziemlich lang und hatte so dünne Strähnen gebildet - ich hoffe man versteht, was ich meine. Das hätte eigentlich auffallen müssen.)


    Ja, ich tu was ich kann um sie zu finden und hoffe, dass nun auch nochmal ein paar Suchhunde rauskommen können, aber wie gesagt - ich glaube nicht, dass ich sie noch finden werde. Zumindest nicht lebendig.

    Ich weiß doch nicht mal, ob sie noch lebt.. Ich glaube nicht mehr dran. Das ganze Fell spricht seine ganz eigene Sprache. Nicht die Tatsache, dass ich Fell gefunden habe, sondern die Menge und die beiden Fundorte.. beides zusammen betrachtet.. Ich verstehe wirklich nicht, wie ihr trotzdem noch so optimistisch sein könnt :( :


    Die Suchhundeteams hatte ich kontaktiert, ja, und hatte auch eins hier.. Das habe ich weiter vorne schon irgendwo geschrieben. Lief alles nicht so toll. Ich hab nun gesehen, dass es wohl in Bamberg noch PetTrailer gibt; die hab ich gerade kontaktiert.

    Die Jäger kenne ich und hab auch deren Telefonnummer, ich erreiche nur keinen davon :verzweifelt:


    @Sus.scrofa
    Rupft denn der Uhu (und alle anderen Greifvögel) die Beute vollständig, bis gar nichts mehr an Fell dran ist?


    Es muss nicht unbedingt in der Nacht passiert sein, als sie weg lief.. da war ich ja draußen und hätte sicher was gehört. Die ersten Fellbüschel fand ich am Samstag Nachmittag und die waren trocken, was ja eigentlich darauf schließen lässt, dass es nicht vor längerer Zeit passiert sein kann, da es zuvor geregnet hat und noch überall Schnee lag. Erst am Samstag hatten wir trockenes Wetter und der Schnee war geschmolzen - wäre es schon vorher passiert, wäre das Fell sicher nass gewesen.


    Und rupfen die Vögel das Fell denn wirklich so fein säuberlich aus, dass nicht ein einziger Blutstropfen oder Hautfetzen dran ist? Ich könnte mir vorstellen, dass es immer wieder mal vorkommt, dass der Schnabel auch etwas Haut mit erwischt.


    Ich bin hin und her gerissen, weiß nicht mehr, was ich denken soll :(



    Ach ja, verzeiht mir, wenn ich hier und da eventuell eine Frage überlese und nicht auf alles eingehe.. Mein Hirn arbeitet gerade nicht all zu optimal :( :

    Es gibt unglaublich viele möglichen Unterschlüpfe; Scheunen ganz besonders viele, leider komme ich nicht in alle rein. Im Wald hab es viele ausgehöhlte Baumstämme, Reifen, kleine Hügel bestehend aus Ästen - nichts :( :


    Den Jäger erwische ich auch nicht; der wird wohl am Feiertag seine Ruhe haben wollen.


    @corrier
    Vielen Dank, das ist total lieb von dir! Ich hatte mir schon überlegt, dem Tierarzt etwas Fell vorbei zu bringen, damit er es im Labor untersuchen lässt, aber ich kann dir auch was zuschicken, wenn du das machen würdest - es ist ja genug da :( ich hab mir eben auch das bisschen Restfell aus ihrer Bürste angesehen und rein äußerlich, also ohne Mikroskop oder eine Lupe, sieht es genauso aus wie das Fell an der Fundstelle. Ich bin mir zu 95% sixher, dass es von ihr stammt :( :

    Ja, die vielen Fellreste auf dieser einen Stelle und die paar einzelnen vom Tag davor viel weiter oben; Das sind in meinen Augen schreckliche Zeichen :( :


    Das ergibt auch alles keinen Sinn! In den Tannen hab ich nun überhaupt kein Fell gefunden, auch unten drunter keine Reste von irgendwas.. auf einem Baum scheint wohl nix passiert zu sein, sonst hinge doch bestimmt irgendetwas in den Ästen. Ein paar Meter weiter unten im Wald lagen noch ein, zwei kleine Büschel, was - wenn man sieht, wie das andere Fell verteilt war - auch am Wind liegen könnte. Zwei Büschel lagen ein ganzes Stück weiter rechts.. das passt zwar nicht so ganz zusammen, könnte aber natürlich trotzdem der Wind gewesen sein.


    Ansonsten war wieder nichts zu finden; nicht die kleinste Spur. Wäre sie zum Beispiel in einen Kampf geraten, in dem die vielen Fellbüschel geflogen wären, dann wäre ihr doch beim Weiterlaufen sicher noch mehr Fell ausgefallen.. meist hängen dann ja noch lose Büschel im Fell, die dann ausfallen, wenn sich der Hund zB schüttelt.


    Ich finde, dass die logischste Erklärung nach wie vor die ist, dass sie von einem Vogel gefangen und an den Waldrand gebracht wurde - vielleicht, weil sich an der anderen Stelle zu viele Krähen tummeln, die ihm die Beute streitig machen könnten. Dort wurde ihr dann das Fell ausgerupft und als das erledigt war, hat der Vogel sie zum Verzehr irgendwo anders hingebracht :(


    Das erklärt zwar nicht die schwarz weißen Haare in den Fellresten, aber vielleicht war ja einfach irgendein Tier zu einem späteren Zeitpunkt dort und hat auf der Suche nach Fressbarem Fell verloren. Dort gibt es auch einige Maulwurfshügel und Mäuselöcher. Und auch Hasenkot ohne Ende.