Beiträge von Michi69

    Er hat diese Erwartungshaltung nur, wenn die Leine an ihm dran ist.

    Ich gehe mit dem Grossen ja oft an der Schlepp. Wenn ich ihn an nicht so überschaubaren Gebieten laufen lasse, dann mit der Schlepp dran. Nur wenn alles sehr überschaubar ist, leine ich ihn ab. Mit der Führleine habe ich damals bei ihm so gearbeitet, das ich sie auch ab und an hängen liess, das war die Leinenknastzeit :hust:
    Dadurch konnte schon mal keine Erwartungshaltung aufkommen.
    Vielleicht kann euch so ein Schritt etwas weiterhelfen. Du musst halt die alten Muster durchbrechen. Und so lange er in Erwartungshaltung ist, nicht ableinen. Erst als Belohnung bei ruhigen Verhalten.

    In jüngeren Jahren ein Überwacher vorm Herrn. Dazu noch ne Portion Ressourcensicherungsverhalten und Kontrollettiwahn + knackiges Aggressionsverhalten . Unglaublich ausdauernd, ein Allrounder im Sport (was körperlich ging), der will ALLES machen, ist dabei konzentriert und unermüdlich. Leicht trainierbar, fix im Lernen. Früher fand er viele Hunde einfach unnötig, so ab 10 Jahren wurde er wesentlich umgänglicher. Selbstbewusst und neugierig ist er, mutig weniger, eher immer aus der 2. Reihe-beobachtend, mit Menschen früher total unsicher bis ängstlich, aufgrund seines Straßenhund-/TH-Lebens.

    Puh, da ist der Schäfi aber schon voll durchgebrochen gewesen ;)

    oder vor den schlechten Aufzuchtbedingunen kommt.

    Ich hätte so einen Hund niemals haben wollen, aber es kam nun so und ich werde ihn definitiv nie wieder hergeben.
    Durch seine Schwierigkeiten lerne ich einfach unheimlich viel über Hunde und auch über mich selbst.

    Ich tippe da eher auf die schlechten Aufzuchtbedingungen. Ist bei uns u.a. auch so. Nervenkostüm wie Espenlaub, Gassirunden im Scannmodus etc. Willkommen im Club sag ich da immer :lol:
    Letzteres kann ich exakt so mit unterschreiben :D
    Und es ist echt ein wunderschöner Hund...wow :herzen1: :cuinlove:

    Ich denke, auch das ist ein häufiges Problem: die Leute merken gar nicht, in welchem Stresszustand sich ihre Hunde auf dem (für den Menschen) ganz normalen Hundespaziergang befinden. Das überhaupt als Quelle allen Übels, nämlich weshalb der Hund nichts lernt - nichts lernen kann

    Da kann ich nur zustimmen.
    Mein jetziger Kandidat kann super Fuss und/oder bei mir laufen. Ich habe das hier in der Pampas bei uns täglich und immer wieder trainier. Gehe ich jedoch mit ihm in die Stadt, wo sich zu viele Menschen befinden, ins Training, wo es immer wieder neue Menschen und Hunde gibt, will er ziehen, findet plötzlich den Mauli doof etc. Alles Stressanzeichen. Klar klappt das heute schon wirklich super, weil ich mit ihm genau an solchen Gruselorten an seiner Umweltproblematik gearbeitet habe, nicht an der Leinenführigkeit.
    Ich hätte es nie geschafft mit ihm an für ihn stressigen Orten Leinenführigkeit zu trainieren, weil ein Hund bei Stress eine Lernblockade hat, sprich nichts lernen kann.

    Ich gebe da Anette schon Recht, dass das einige HH selbst gar nicht bemerken wie gestresst ihr Hund eigentlich ist, und/aber trotzdem vom Hund Dinge erwarten/verlangen, die dem Hund gerade nicht möglich sind.
    Solche Mensch Hundgespanne braucht man sich nur in der Stadt z.B. mal ansehen. Arme Hundis...und wenn man mal nachfragt ob es dem Hund evtl nicht zu viel sei (Hund hechelt ohne ende, ist eigentlich durch), wird gesagt, ne der kennt das und das macht ihm nix aus.

    @Oskar512

    Mich hatte es auch schon mal gestreckt gehabt, als ich kurz unachtsam war, Nachbarin hielt mit Auto an, kurzes Gespräch. Hinter mir gab Hund Gas und es hat Flatsch gemacht. Rückwärts lag ich in der Wiese und Mister schaute doof :hust:
    Du hast ja noch doppeltes Gewicht, kann ich gut nachvollziehen.