Beiträge von Michi69

    das diese Hunde nicht gelernt haben mit Stress umzugehen. Und alles was Neu ist, alles was sie nicht kennen, alles was ihnen Angst macht .... ist Stress

    Also ersteres unterschreibe ich 1 zu 1, bzw u.a können sie gar nicht mit Stress umgehen :???:

    Ich denke normale Hunde habe gelernt sich mit Dingen auseinanderzusetzen, vielleicht mal zu erschrecken und dann mal zu schauen

    mMn kommt das wohl auch wieder drauf an, denke da kommt es auf den Grad der Ausprägung an, bzw wie schwer der Deprivationsschaden ist. Da wird es sicher auch Abstufungen geben. Duke z.B. hatte früher ja vor im Feld liegenden Dingen total Schiss, da musste ich ihn mühsam und geduldig gefühlte hundert mal dran führen, ihm zeigen, es ist ok. Heute, bzw seit er die Geister sieht (kann auch Zufall sein ) geht er entweder in die Offensive oder es interessiert ihn nicht weil anderes wichtiger ist. Ausser es bewegt sich was, wie z.B ne fliegende Plastiktüte, da hat er dann wieder Respekt.
    Heute sind wir an unseren noch geschlossenen Freizeitpark vorbei, die bauen was um, deshalb war ein Messinggitter an der Wand angelehnt. Als er das sah, ist er kurz verschrocken, ich bin mit ihm dann hin , hab ihn schnüffeln lassen und gut wars. Die Kirchenglocke in unseren Dorf macht ihn meist nichts mehr aus, aber wenn eine Glocke woanders schlägt, ist es für ihn furchtbar..hmm

    dicht wenn er das Gefühl hat Druck ausgesetzt zu sein, die Kontrolle zu verlieren. Das kann sogar etwas positives sein - z.B. ein Leckerlie.

    Wie meinst du das ? Das er wenn er zu viel Stress hat kein Leckerli nimmt, oder auch vor Leckerlies dann Angst hat ?

    Ich hatte schon Angsthunde hier, die hatten überhaupt kein Lernproblem, die waren halt ängstlich und haben sich schnell entwickelt. Und wenn man rechtzeitig einschreitet kann ein Hund aufholen, das habe ich letztes Jahr bei einem Panikwelpen erlebt, er ist heute völlig normal.


    So geht's mir auch, aber ich hatte noch keinen bei dem das eben so fast gar nicht fruchtet wie jetzt Duke. Meine Hündin kommt ja auch aus Kreta z.B, war total ängstlich (nicht unsicher wie der Grosse) , Autos Horror, Menschen die sich zu schnell auf sie zu bewegten etc, normals Programm eben für ne Strassenhünin (grob gesagt) , habe auch mit ihr viel gearbeitet und sie hat nur noch Angststarre beim TA :hust: :smile:

    Ich finde das Thema super schwierig und glaube es gibt kein Patentrezept.

    Das finde ich auch, wobei ich mich da ja wirklich erst jetzt auseinandersetze. Früher hat man das noch nicht so gekannt bzw hatte es wohl keinen Namen :ka:

    Nun ja, Zeit braucht es bei vielen, das ist ja klar.
    Welche Voraussetzung braucht es, damit die Chance besteht, das sich Nervenzellen neu bilden könnten, das ist eigentlich meine Frage. Denn wenn es zu Zwischenfällen kommt, die schädlich für den Hund sind, gibt es doch da auch keine Chance, das sich was neu bilden kann :???:

    Bin ja nun nicht der Experte, aber für mein Empfinden, hättest Du es gemerkt, wenn es ein Fehler gewesen wäre.

    Wie hätte ich das denn bemerkt ? Er ist ja damals schon nach vorne gegangen und heute noch genauso. :ka: Er hatte damals in den Fluchtmodus geschalten und heute auch. Der Unterschied, ich führe ihn anders, und wenn er seinen Nucki hat, geht's etwas besser. Egal wo, wo viele Hunde sind hat sich nichts verändert, ich führe ihn nur anders, bzw gehe damit anders um. Somit kommen wir öfter auch gut vorbei, wobei es momentan wieder schlecht läuft, ich aber auch Begegnungen vermeide.
    Wenn er vom Training kommt ist er jedes mal fix und alle vor lauter Stress :???: Da träumt er dann sehr massiv und heftig. Er möchte da ja gar nicht freiwillig hin, und zieht wie bolle wenns vorbei ist, sucht das Auto und will da ganz schnell rein. Hmmm...aber anders rum, wie soll er es denn sonst lernen, das nichts schlimmes passiert :???:

    Es gibt viele Dinge die er lernen kann, deshalb sage ich ja immer, das er kein Deprivationshund ist.

    Wenn ich das richtig gelesen habe, heisst es ja, solche Hunde können nicht lernen bzw schwer :???: Würde bedeuten das er allgemein schwer lernt, oder eben nur mit der Umwelt etc. ?
    Also z.B. ist Duke ja schlau, er kann schnell lernen was z.B. das Trailen anbelangt hat. Das haben wir damals begonnen um ihn die Angst vor Menschen etwas zu nehmen. Na ja, arbeiten tut er ja gut, aber die Angst vor Menschen hat sich auch nicht wirklich verbessert :ka: , im Gegenteil, letztendlich dann nur noch mit Maulkorb, und als er eine VP dann attackieren wollte (sie hatte sich über ihn gebückt obwohl sie genaue Anweisungen hatte), habe ich es dann ganz gelassen, weil es letztendlich sinnfrei war mMn. Ist dann sowas mit schlecht lernen gemeint ? Aber letztendlich hat er ja den Arbeitsweg gelernt ? :???: Ich hoffe ihr wisst wie ichs meine.

    Am liebsten würde ich heute mal alle Hundeschulen die ihn damals abgelehnt haben besuchen.


    Das kann ich seeehr gut verstehen ;-)

    Ich sag mal so. Mir ist bei Duke lieber ein Trainer der ehrlich sagt, er traut sich da nicht dran bzw es sich nicht zu, als einer der sich damit auch noch profilieren will und damit noch mehr schadet als gut macht.

    ch bin gegen Abend mit dem Rad mit ihm ins Dorf (!) gefahren und wollte nur schnell Geld aus dem Automaten ziehen. Mach ich nie wieder. Der Hund hat dermaßen das Gebäude zusammengeschrieen, dass ich mich heute noch wundere,

    Mit dem Rad wäre für Duke ja nix, da pusht er zu sehr hoch in Dynamik. Wenn ich mit Duke in ein Gebäude gehen würde was ihm suspekt ist, würde er einfach zu machen und den Rückwärtsgang einlegen. Geldautomat in der Bank haben wir noch gar nicht versucht, weil ich schon froh war, wenn wir da mit mini Schritten mal überhaupt drin waren, und dann bin ich auch wieder raus.
    Hast du ihn da einfach mit hinein genommen ? Hatte er sich da nicht anfangs schon geweigert gehabt ? Oder ist er erst cool mit rein und hat dann geschrieen ?

    Jetzt habe ich noch eine Frage: Wenn der Hund ein Deprivationssyndrom hat, und man fängt in der knapp 15 Lebenswoche mit ihm langsam an, ihn an äussere Dinge zu gewöhnen, ist das dann auch falsch ? Bin jetzt ein wenig verwirrt, weil ich auch gelesen habe nur Einzeltraining und nicht in die Stadt z.B. In dem Fall hätte ich es ja bei meinen Hund noch schlimmer gemacht :???:

    Vielen lieben herzlichen Dank @Ninma , habe auch sofort die Ärztin kontaktiert gehabt.


    Wenn das immer abgetan wird mit "ist doch egal, warum der Hund nun so ist wie er ist" dann wird es halt auch nie ein breiteres Bewusstsein dafür geben, was in der Prägephase wichtig ist.

    Ich glaube ihr zwei habt euch da irgendwie missverstanden gehabt. Ich verstehe was Ninma meint, es ist egal ob es nun eine Deprivationsschaden ist oder eben andere Gründe Namen hat, man sollte dran bleiben, und nicht sagen, der Hund hatte einfach ne schlechte Kindheit, und deshalb ist er so wie er ist. Sondern eben nicht aufgeben, und dran bleiben. Das ist das was ich rausgelesen habe.

    Und auch anfängerinAlina hat Recht, wenn manche sagen, egal warum der Hund nun so ist, ist eben so. Da sollte man wenn möglich, dem Grund nachgehen, was ja oft bei TS Hunden nicht möglich ist, und man das dann nur erahnen bzw vermuten kann. Aber eben manchen Menschen gar nicht bewusst ist, wie wichtig die Erfahrungen in der Prägephase doch sind.

    Zudem bin ich auch gespannt, was später bei der Verhaltensmedizinerin herauskommt, bzw was ihre Einschätzung ist. Denn Deprivationsschaden hatte ich bisher nicht gehört gehabt, bin erst durch diesen Thread darauf aufmerksam geworden. Und es hat mein Interesse aus gegebenen Anlass geweckt, aber eben deshalb möchte ich mich da an Experten wenden, die mir auch sagen können, ob es denn so ist, oder eben nicht. Es spricht nach dem gelesenen einiges dafür, doch haben wir eben unsere Geschichte, die man ja bei einem TS Hund nicht immer nachvollziehen kann. Für mich ist das ganze ein ganz neues Thema, welches mich wirklich sehr interessiert, auch die Erfahrungen manch anderer HH.
    Es ist doch so, das man eine Diagnose braucht, und die aber auch nicht einfach so erhält bzw erhalten kann. Dazu braucht es doch einiges an Untersuchungen oder ?! Ob denn nun ein Deprivationsschaden vorliegt, kann doch nur durch eingehende Informationen, dementsprechendes Verhalten etc bestätigt werden.

    Wir waren vorher lange Spazieren, vorher gabs noch eine Schlepp für meinen Knallkopf. Danach ging ich mit beiden noch kurz in den Garten, drehte mich kurz um, um die Kacke einzusammeln, und plötzlich lag Duke hinter mir, ultralangsame Kopfbewegung nach unten, leises winseln, zittrig, war aber ansprechbar. :shocked: Ich wollte ihn am Kopf streicheln, da drehte er den Kopf weg, kippte zur Seite (ich dachte Scheisse jetzt geht's los) , atmetet plötzlich total langsam, machte die Augen zu. :hilfe: :shocked: Ich sprach ihn wieder an, dann stand er laaaaaaaaaaangsam winselig auf , und legte sich gleich wieder laaaangsam ab. Irgendwie wie benebelt, als täte ihm was weh. Bine wollte hin zu ihm, sie merkte wohl das was nicht stimmte, aber ich sah sofort das ihm das nicht recht war, und habe sie sofort von ihm weg beordert :verzweifelt: Habe ihn wieder angesprochen und sagte ihm das wir rein gehen, nahm ihn am Halsband und führte ihn langsam rein. Er soff dann Wasser und legte sich in sein Bett, und alles wieder normal :ka: Was könnte das jetzt gewesen sein ???? :ka: :???:
    Ich bin wirklich am verzweifeln, weil es immer neue Verhalten gibt, fast täglich. Gestern war ein guter Tag, aber da hatten wir auch nichts gemacht und waren nur im Garten gewesen. :ka:

    Wir haben nur Glück, dass er insgesamt gut klar kommt, es ist nur lästig ihn immer irgendwo rein zu tragen oder lang zu schleppen.

    Na ja, wenn ich mir denke ich müsste das mit Duke machen |) Das habe ich früher immer geübt mit ihm, das wo rein gehen etc. Aber wohl fühlt er sich bis heute damit nicht, und ich habe auch eingesehen, das ich nun eben einen Hund habe, den ich halt nicht überall mit hin nehmen kann. Das alleine hatte für mich selbst Zeit gebraucht das ich das akzeptieren konnte.

    konnte drinnen nicht mehr ruhen oder schlafen. Fiepen, hecheln, rumtigern.

    Das ist schon heftig, da bin ich froh das das bei uns eigentlich nie so extrem war/ist. Das ist hier nur so, wenn der Wind draussen geht.

    Er hat einfach eine verdammt kurze Lunte und neigt dann dazu zu explodieren. Wenn er einmal hochgefahren ist, kann ich im Prinzip auch umdrehen und nach Hause gehen. Der Tag ist dann gelaufen. Drinnen tankt er dann Kraft.

    Hm, nicht jeder Hund mit ner kurzen Lunte hat SDU, ist ja auch irgendwie rasseabhängig und/oder/auch je nach der Vorgeschichte vom Hund.
    Bei uns ist es so, das er ja rassetypisch eh eher zu Misstrauen gegenüber fremden Mensch und Hund neigt, von haus aus ne kürzere Zündschnur hat, dann: keine Sozialisierung, der Mobbingvorfall und das Strangulieren. Na ja, da verstehe ich die kurze Lunte sehr gut, wenns auch shit ist. Wegen dem alleine würde ich nicht auf eine SDU kommen. Eher wegen dem wie und dem drum rum.

    Ein Hund der aber am Anfang schon richtig viel kennen lernt, hat mit Ortswechseln nicht so viele Probleme

    Was ist für dich von an fang an ? Du meinst gleich als Welpi oder ?

    Wenn sich mehr Leute damit beschäftigen würden hätten wir hier wohl weitaus weniger deprivierte Hunde


    Hm, wobei es manchen Züchtern auch einfach egal ist solange die Kohle rein kommt. Und da kenne ich nun leider einige. Aber ich weiss wie du es meinst

    trotzdem empfinde ich es als prinzipiell besser den Hund schon mal mit allen möglichen Reizen auch außerhalb meines näheren Umfeldes bekannt zu machen, wenn ich jetzt nicht gerade einen Hofhund habe. Man weiß ja nie und tut dem Hund auch gut

    Hm, das habe ich 3 Jahre lang gemacht und trotz allem stresst es ihn und er kommt damit nicht so dolle klar. Vor allem ist auch die richtige Dosierung wichtig, zu viel kann genauso nach hinten los gehen wie zu wenig, bzw kann zu viel auch gröberen Schaden anrichten.
    Mit meinen Hunden aus dem TS/TH habe ich das alles immer langsam angefangen wie auch mit ihm, aber bei ihm fruchtet es eben nicht. Alle anderen hatten bis auf einen der aber starke Epilepsie hatte, dann kein gravierendes Problem mehr damit.