Beiträge von Michi69

    Eine gute Beziehung zum Hund zu haben , bedeutet nicht gleich eine gute Bindung zu haben . Bindung hat mit Vertrauen zu tun. Ich habe eine gute Beziehung, mein Hund macht eigentlich viel für mich, aber in gewissen Situationen tut er es eben nicht. Das Alleine sein z.B. , klappt es, zeugt es mMn von guter Bindung, Vertrauen. Bindung bedeutet auch mal loslassen zu können. Klingt doof, ist aber doch so. Kann ich nicht los lassen bzw vertraue ich meinen Hund nicht, kann auch keine Bindung entstehen.
    Bindung bedeutet auch, das ein Hund lernt, er kann sich auch an andere binden, er braucht nicht nur mich um zu überleben. Das nenne ich dann eine gesunde Bindung. Denn ist etwas was das mit sich bringt, ist es doch auch gut wenn der Hund sich auch an andere "binden" kann. Und das macht es mMn aus.

    Ich persönlich würde das je nach Hund angehen. Nicht für jeden Typ Hund passt z.B. die Reizangel. Damit kann man sich auch einige Probleme schaffen.
    Zudem kommt es mMn auch auf das Alter an. Pauschal dürfte man hier nichts raten, solange man nicht mehr weiß. In solchen Punkten sollte man vorsichtig sein.

    Er kommt aus einer Zwingerhaltung mit Hundehütte.

    Er ist wohl nicht sozialisiert, wurde also als reiner Zwingerhund gehalten ? Was ist mit seinen Geschwistern, was wisst ihr denn noch mehr ?

    etwas über 1 Jahr alt

    Er ist noch sehr jung, und auch in einem Alter was einen solchen Hund evtl auch nochmals etwas mehr unsicherer macht. Aber daran könnt ihr gut arbeiten, mit Geduld, Liebe und Konsequenz.

    bei den Familienangehörigen ist er geradezu ängstlich, im Haus umgeht er Augenkontakt mit der Familie und hält Abstand.

    Er kennt das nicht, fühlt sich beängstigt und erdrückt. Zuviel evtl auf einmal. Wie viele Familienmitglieder leben denn mit im Haus ?

    Er rennt von ihnen geradezu weg, versteckt sich dann im Garten (unter einer Tanne) und lässt sich auch nicht von der Familie hervorlocken.

    Daran müsst ihr arbeiten, aber das eben auf den richtigen Weg. Irgendetwas ist ihm da Zuviel. Es würde vielleicht helfen, wen eben nur eine Person der Familie draussen wäre bei ihm. Sich in die Hocke setzt, abwartet und evtl gut zu redet, oder einfach abwartet. Das braucht Zeit. Mir macht es den Eindruck, als das einfach zu viele versuchen auf ihn einzureden. Das erdrückt ihn, und er zieht sich so noch mehr zurück. :???:

    Da er sehr neugierig zu sein scheint und auch Futter nicht abgeneigt ist, könnt ihr darauf sicher aufbaun. Jedoch eben nicht in geballter Familienladung. Ihm sind evtl die Menschen in Vielzahl noch suspekt, er kennt es ja wohl nicht. Berücksichtigt das. Wenn er gewohnt war, immer nur von einer vereinzelten Person Futter zu bekommen in der früheren Haltung, kennt er wahrscheinlich nicht mal eine Menschenmenge von 3-5 Personen. Wer weiss :ka:
    Deine Mutter z.B. könnte sich doch einfach mal in den Garten setzen wenn du nicht da bist, er unter der Tanne ist. Sie könnte dabei was lesen etc, einfach eben nur da sitzen, nichts verlangen. Kommt er ein Stückchen näher, kann sie ihm z.B ein Leckerli zu werfen, das jedoch wirklich mit Bedacht, nicht das es ihn noch erschreckt. Dann weiterlesen, und immer wieder. Ist er dann mal bei ihr,, wieder , und versuchen Kontakt aufzunehmen. Seine Neugierde ist schon mal super, und das er Futter nimmt auch. :gut:

    Dieses (ekelhafte) Trinken aus dem Klo, den Hund ungesichert im Auto mitzuführen, das Jagen lassen .. sind alles so demonstrative Fehlverhalten, das ich Mühe habe zu glauben, dass es echt ist.

    Das Kupieren lässt sich da freilich nicht weg"erklären".

    Das ist sicher nicht unecht. Denn es gibt sie eben, diese HH der besonderen Art :pfeif:

    Dieses Quietschi..Es wird geschüttelt gerüttelt etc...Und das soll förderlich sein ? Quietschi gibst hier gar nicht. Also das finde ich bescheiden um einen Hund vorm jagen abzubringen |)
    Das Jagen lassen und Quietschi ... :hust: unverantwortungslos mMn.

    Ich kann dir nur ans Herz legen, feste Plätze und Abstand. Auch die Wasserschüssel sollte gegebenfalls nicht gerade so stehen, das da einer so nah vorbei muss um dort hin zu kommen.
    Mein Grosser hat auch keinen Bock drauf, wenn die Kleene wuselig um ihn rum ist und ihn somit nervt. Da muss auch ich ab und an eingreifen und die KLeene zur Ruhe ermahnen :hust: Jeder hat hier seinen festen Platz, und der eine hat beim anderen einfach nix zu suchen. Gerade mein Schäfischaf braucht viel Ruhe, weil er u.a. sehr leicht gestresst ist, und dafür muss ich als HH Sorge tragen.
    Aber auch umgekehrt, wenn der Grosse die Kleine nervt, dann stoppe ich ihn in seinen Übermut.
    Du hattest auch geschrieben, das er wenn er liegt den Kopf senkt und weg dreht. Das ist eher Meideverhalten mMn, es nervt ihn, er will seine Ruhe. Geht der "Spass" dann weiter, zeigt er was er davon hält. Warum sollte er denn dann noch knurren ? Er zeigt es ja dann ganz deutlich.
    Im stehen, steife Rute und fixieren....da zeigt er ja auch klar , hey nicht weiter ansonsten Explosionsgefahr.
    Gerade Hunde die eben mehr Ruhe benötigen, brauchen auch ihren Raum um dieser nachzukommen. Auf zu engen Raum, ist das ja fast nicht möglich mit einen Labbi, der das so gar nicht nachvollziehen kann ;)
    Evtl kannst du die Plätze etwas weiter auseinander legen, wenn nicht würde ich z.B den Labbi in nen Kennel zur Ruhe verfrachten :pfeif:

    Wenn dein Schäfi aber schon muckt, weil der andere nur zum Wasser gehen will auf 2 Meter Abstand, würde ich das hingegen auch unterbinden. Da müsstest du auf die Kommunikation deines Labbis achten, schaut er irgendwie deinen Schäfi herausfordernd an, so quasi, heidadei was geht ?, würde ich sagen, lass es.
    Beobachte das auch einfach mal genauer was zwischen den beiden so abgeht.
    Dein Schäfischaf duldet wohl schon viel, aber wenn es dann eben Zuviel ist, krachts. Das zeigt ja eher, das er eigentlich ein gutmütiger Charakter ist.
    Ich bin gespannt wie es bei euch weitergeht. toitoitoi

    Im "Erwachsenenalter" verändert sich der Hund ja auch nochmal, und es kann gut sein das sie diese Phase ja nun auch "ernster" macht, bzw auch zeigt, daß will ich nicht. Ich würde darauf achten, daß sie niemand einfach berührt. Und wenn sie so darauf reagiert, lass sowas nicht mehr zu, gib ihr Halt und Schutz. Auch wenn sie so eine freundliche Schäfi Hündin ist, reize es nicht aus.
    Sie darf bestimmen wann es ok ist und wann nicht.
    Zudem mit wem, was ich persönlich sehr wichtig finde.
    Evtl ist sie auch an das Rad gekommen, hat evtl was gezwickt :???:
    Wenn sie zu dir kommt , nimm sie an. Gehe aus der Situation, und streichle langsam. Entspanne sie in dem du sie dementsprechend langsam beruhigend streichelst. Spreche ruhig auf sie ein. Es ist gut z.B. etc. Aber, geh mit ihr aus der Situation raus, bevor du das machst. Das braucht zwar Zeit, kann aber sehr hilfreich sein.
    Situation verlassen, beruhigen....dann mit Abstand weiter. Und wenn du merkst, sie ist von Anfang an nervös, bringe sie nicht in solche Situationen, das ist meist kontraproduktiv. Dein Gefühl hat dir ja gesagt, sie ist nicht so gut drauf, dann mach lieber in solchen Momenten was mit ihr, was euch zwei betrifft ;)