Das wäre für mich kein sinnvolles Training. Sowas kann euer Hund noch nicht leisten. Alles um sie herum ist interessant, riecht gut...dann ruft ihr sie vergebens und mit jedem Rückruf ohne Erfolg festigt sich im Hundehirn Frauchen ruft=ja unbedingt kommen muss ich jetzt nicht.... Aktuell scheint ihr nach dem Zufallprinzip zu "trainieren", mal kommt sie, mal eben nicht.
Man fängt kleinschrittig und ganz einfach an. Wenn der Hund eh auf dem Weg zu dir und kurz vor dir ist und du dir 100% sicher bist dass er auch zu dir kommt, dann gibts du dein Rückrufsignal. Das kann am Anfang durchaus nur 1m Abstand sein. Dazu motivierende Körpersprache, am Anfang evtl sogar locken. Den Abstand vergrößert man, baut mehr Ablenkungen ein, trainiert an verschiedenen Orten usw. Bis dahin würde ich jegliche Situatinen vermeiden, in den sie sich dem Rückruf entziehen kann. Bedeutet absichern mit (Schlepp)leine bzw das Rückrufsignal gar nicht erst geben, wenn sie es eh nicht befolgen kann (zB wenn die Ablekung zu groß ist)
Generell würde ich auch daran arbeiten dass sie eure Nähe gut findet. Wenn Hund eh immer in einem bestimmten Radius bleibt, dann muss es nicht immer zwangsläufig der Ruckruf sein. Ein Stop/Wartesignal auf Distanz kann auch helfen. Für mich ist der Rückruf ein Signal für ernstere Situationen, das gebe ich nicht ständig nur um den Hund bei mir zu halten. Natürlich sollte es aber nicht nur verwendet werden wenn wirklich was kommt, dann erzieht man sich ggf einen Hund, der erstmal die Umgebung abscannt bevor er sich auf den Weg macht.
Wir haben den normalen Rückruf (heißt zackig ohne Umwege zu mir) und ein "komm her" (heißt komm einfach zu mir). Das einfache komm her wird dann natürlich nicht so hochwertig belohnt wie der Rückruf.