Beiträge von knabbermoehre

    Hund (an der Flexi) und ich laufen durch den Wald. Als wir rechts in den Weg einbiegen wollen, kommt in ca 15m Entfernung eine Dogge angelaufen - offline :ugly: Wir haben sofort den Rückwärtsgang eingelegt und sind zurück ein Stück in den Wald rein. Die Besitzerin hat den Rüden dann schnell angeleint und mir zugerufen, ob ich da bitte mal kurz stehen bleiben kann, damit sie den anderen Weg hochlaufen und uns vorbei lassen kann weil ihr Rüde nicht mit anderen kann (haha, meiner auch nicht :lol: ) Fand ich voll toll....kurz miteinander abgesprochen wer wo wartet bzw wer wohin läuft und zack, sind wir alle ohne Schaden aus der Situation gekommen :nicken: Da brech ich mir keinen Zacken aus der Krone wenn ich mal 1min warten muss...

    Scheinbar gibts hier doch noch normale Halter, die ihre Hunde nicht auf Biegen und Brechen dummen Situationen aussetzen und sich dann wundern, wenn Hund an der Leine eskaliert :pfeif:

    Hallo,

    Meine 11jährige Dackelhündin hat eine Mitralklappeninsuffizienz. Montag war Herzultraschall. Leider hat es sich deutlich verschlechtert. Sie ist jetzt ins Stadium C gerutscht und bekommt zusätzlich zum Vetmedin noch Furosemid und Cardalis. Diese Mittel belasten wohl die Nieren. Mache mir nun Gedanken über die Fütterung. Würdet ihr umstellen bzw. habt ihr prophylaktisch auf Nierenschonkost umgestellt?

    Ich bin ziemlich geknickt. Prognose ist wohl nicht so gut. Natürlich wollte die Tierärztin sich nicht festlegen (kann sie ja auch nicht), aber auf meine Nachfrage meinte sie, dass die mittlere Überlebenszeit so bei 9 Monaten liegt. Ich hoffe so sehr, dass ich sie noch deutlich länger habe…. :( :

    Mein inzwischen verstorbener Senior hat mit Statium C1 noch knapp 12 Moante gelebt. Aber so wirklich gelebt, klar ruhiger als in den Jahren zuvor aber er hatte immer noch 110% Lebenfreude und das war mir wichtig. Wir sind moderat spazieren gewesen (für längere Strecken kam er in sein Patermobil), er hat mit Freunde sein Spielzeug geschreddert und generell war er immer bei allem mit Eifer dabei :herzen1: Nach dem Tod hat mir unsere Kardiologin noch gesagt, dass sie ihm nur noch eine Prognose von wenigen Wochen gegeben hätte, daraus wurde fast 1 Jahr.

    Ich hab in den letzten Jahre immer schon sehr nierenschonend gefüttert sodass am Ende nicht mal die volle Dröhnung Furosemid bzw zuletzt Torasemid seine Nieren geschrottet hat. Über das letzte Blutbild, eine Woche vorm Einschläfern, war die TÄ echt erstaunt wie gut die Werte für die Anzahl der Medikamente waren. P war echt ein zähes kleines Hundeding :herzen1:

    Generell würde ich dir raten, auch wenn es schwer fällt, nicht über Tag x nachzudenken und zu rätseln wie viel Zeit euch noch bleibt. Sowas macht einen auf Dauer einfach nur kaputt stattdessen sollte man - so abgedroschen es auch klingen mag - jeden Tag zusammen genießen, als wäre es der Letzte. Dir nützen keine Vergleich etwas weil jeder Hund anders ist.

    zum Thema Pubertät....ich weiß auch nicht, was das hier nun sein soll:dizzy_face:

    An machen Tagen denke ich mir "oh, jetzt gehts los", da hat er mal leiche Anzeichen eines Dachschadens....dann ist er aber wieder komplett gechillt, hört gut, macht alles brav mit

    +/- 11 Monate ist er jetzt, als mittelgroßer Mix müsste es doch langsam mal soweit sein :thinking_face: Also nicht dass ich auf einen pubertären Rotzer warte aber ich hab immer Schiss dass das nur die Ruhe vor dem Sturm ist :exploding_head:

    Immerhin pinkelt er jetzt viel auf 3 Beinen, markiert und gekostet wird auch schon...

    Sidenote: Eine Bekannte von mir hat mit ihrem Hund ein "Tschüss" Signal trainiert was ich ganz interessant fand. Es gab den laschen Rückruf ala "hey, komm da jetzt Mal langsam aus'm Gebüsch ich möchte weiter", dann den ernsteren Rückruf "Hier!" und das absolute Ultimatum, ein scharfes "Tschüss". Danach wird sich ausnahmslos umgedreht und in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Aufgebaut hat sie das in unübersichtlichen Gefilden sodass der Hund sich wirklich aktiv nach ihr umsehen musste um sie nicht zu verlieren, man kann (Rückert Methode) auch ein Fahrrad o.ä. nutzen um sich schnell zu entfernen. Klingt evtl hart, aber richtig eingesetzt war das für sie und den Hund in Kombination mit Straße und Schreckreiz der Lebensretter.

    Mit sowas wäre ich mehr als vorsichtig. Mancher Hund gerät dann vielleicht so in Panik, dass er erst recht wegrennt.
    Außerdem erzeugt sowas mitunter massiven Streß beim Hund und Streß erschwert lernen. Ich will auch keinen Hund, der aus lauter Verlustangst hinter mir hergerannt kommt sondern einen Hund der mit Freude zu mir kommt bzw der kleinschrittig aufgebaut gelernt hat, dass Rückruf "ohne wenn und aber ab zu Frauchen" bedeutet.

    Meine Wahl für absolute Notfälle ist der Superrückruf mit der Pfeife, um ein immer gleich bleibendes Signal zu haben.

    Da gibts auch lustige Rückrufsspiele, zB

    Man rollt einen Keks mit Schmackes in die Gegenrichtig, Hund rennt zum Keks, frisst diesen und macht bestenfalls eine Kehrtwendung um zu dir zurück zu rennen um sich den nächsten Kekse abzuholen. In dem Moment gibst du dein Signal, so bekommst und belohnst du automatisch das Verhalten was du haben willst = Hund kommt zackig zu dir.

    Einer steht an Punkt a und der andere an Punkt b zum absichern.. Dann wird "frei" gelaufen und relativ spontan kommt dann der Rückruf.

    Das wäre für mich kein sinnvolles Training. Sowas kann euer Hund noch nicht leisten. Alles um sie herum ist interessant, riecht gut...dann ruft ihr sie vergebens und mit jedem Rückruf ohne Erfolg festigt sich im Hundehirn Frauchen ruft=ja unbedingt kommen muss ich jetzt nicht.... Aktuell scheint ihr nach dem Zufallprinzip zu "trainieren", mal kommt sie, mal eben nicht.

    Man fängt kleinschrittig und ganz einfach an. Wenn der Hund eh auf dem Weg zu dir und kurz vor dir ist und du dir 100% sicher bist dass er auch zu dir kommt, dann gibts du dein Rückrufsignal. Das kann am Anfang durchaus nur 1m Abstand sein. Dazu motivierende Körpersprache, am Anfang evtl sogar locken. Den Abstand vergrößert man, baut mehr Ablenkungen ein, trainiert an verschiedenen Orten usw. Bis dahin würde ich jegliche Situatinen vermeiden, in den sie sich dem Rückruf entziehen kann. Bedeutet absichern mit (Schlepp)leine bzw das Rückrufsignal gar nicht erst geben, wenn sie es eh nicht befolgen kann (zB wenn die Ablekung zu groß ist)

    Generell würde ich auch daran arbeiten dass sie eure Nähe gut findet. Wenn Hund eh immer in einem bestimmten Radius bleibt, dann muss es nicht immer zwangsläufig der Ruckruf sein. Ein Stop/Wartesignal auf Distanz kann auch helfen. Für mich ist der Rückruf ein Signal für ernstere Situationen, das gebe ich nicht ständig nur um den Hund bei mir zu halten. Natürlich sollte es aber nicht nur verwendet werden wenn wirklich was kommt, dann erzieht man sich ggf einen Hund, der erstmal die Umgebung abscannt bevor er sich auf den Weg macht.

    Wir haben den normalen Rückruf (heißt zackig ohne Umwege zu mir) und ein "komm her" (heißt komm einfach zu mir). Das einfache komm her wird dann natürlich nicht so hochwertig belohnt wie der Rückruf.