Ich fand den Vergleich mit den Kindern gar nicht so schlecht (hab in einer Krippe gearbeitet und meine Ma ist Erzieherin im Kindergarten). Im Kindergarten wird mit den Kindern viel mehr gebastelt, sie lernen, eine Schere richtig zu halten, sich zu entschuldigen, wenn sie einem anderen Kind wehgetan haben, man geht mit ihnen Laterne laufen, hat ein Sommerfest, bindet Schuhe etc.pp.
Aber im Kindergarten ist dein Hund noch nicht. Er ist noch in der Kinderkrippe. Gerade eben weg von Mama und den Geschwistern; und noch das ganze (Lern-) Leben vor sich. In der Krippe geht es vorwiegend darum, Grundbedürfnisse zu stillen. Essen, schlafen, wickeln und ein bisschen spielen lassen. Selten wird zum Spiel/zur Aktion angeleitet, vieles kommt vom Kind selbst! Draußen im Garten entdecken die Kleinsten selbst, lernen dazu. Die Erzieherinnen sind dabei, schauen aber meist nur zu und greifen ein, wenn was passiert.
Und ziemlich genau so ist es bei einem Welpen in dem Alter deines Hundes. Viel behüten, viel Wohlfühlfaktor schaffen, viel ruhen lassen, wenig Animation. Du darfst ja auch folgendes nicht vergessen: wenn du auf einer Wiese sitzt, denkst du: so, der Hund hat nun Blumen gesehen, einen Baum, eine Rabenkrähe und zwei Hummeln. Soooo viel war das jetzt doch nicht!
ABER er hat auch noch tausend Dinge gerochen, und viele davon kennt er noch nicht und kann die nicht einordnen. Nasenarbeit ist aber ganz, ganz anstrengend für Hunde, auch für bereits erwachsene. Und diese Welt geht an uns Menschen halt total vorbei.