Hallo,
so süß unsere Kleine auch ist, nun hat sie doch ernste Probleme. Der Samjode ist gerade mal 1,5 Jahre alt. Die erste Regel liegt nun 10 Monate zurück, die hatte sie mit 8 Monaten.
Vor 9 Tagen wollte sie plötzlich nichts mehr fressen. Schmerzen hat sie vermutlich keine. Liegt den ganzen Tag in der Ecke, nur wenns raus geht spring sie auf wie von der Tarantel gestochen. Das aber nur ganz kurz im letzten Moment, kein langes herumhopsen wie früher. Wir waren nun schon bei 2 Tierärzten.Die Nierenwerte sehen nicht gut aus, allerdings sind die noch nicht so schlecht, daß es ihr deswegen so schlecht gehen dürfte. Kreatinin mit 1,9 leicht erhöht, aber Harnstoff (BUN) bei 81 und Phosphat bei 10,2. Ultraschall von Gebärmutter und Nieren förderte keine Besonderheiten zu Tage. Gerönt wurde auch - nichts zu finden.
Ob nun eine Vergiftung, Infektion die Ursache ist oder die Werte auf eine Erbkrankheit zurückzuführen sind oder schon länger so sind, weiß niemand. Das einzige Anzeichen war ihre Antriebsschwäche und Müdigkeit. Das besserte sich nach der Infusion, da waren die Werte auch besser, aber nach 3 Tagen wieder auf den alten Wert zurückgefallen.
Nun stellte der Arzt fest, daß sie Kortisol- (oder Kortisonmangel?) hat. Das wird in der Nebenniere erzeugt. Ich habe gelesen, daß sie extrem viel Kortisol benötigt, wenn sie die Regel bekommt. Vielleicht geht es ihr jetzt deswegen so schlecht und die Regel bleibt aus? Die Regel wäre ja schon lange überfällig.
Nun ist mir nicht ganz klar, was macht der Körper nun? Geht es ihr vielleicht wieder besser, wenn die Zeit, wo sie ihre Regel hätte, vorbei ist? Oder versucht der Körper immer wieder, die ausgebliebene Regel herbeizuführen, bis sie da ist? Dann würde sich dieser Zustand ja ewig hinziehen. Heute früh bekam sie Kortison, aber viel hat sich auch nicht geändert, sie trank nur mehr.
Ab und zu frißt die Maus noch mal einen halben oder ganzen Streifen getrocknetes Huhn, so alle 1-2 Tage. Sie schnuppert dran und geht wieder. Macnhmal nimmt das Stück und kaut mühsam darauf herum. Irgendwie schein sie ziemlich schlapp. Wir sind heute 2-2,5 km gelaufen, da hing sie ganz schön hinterher. Nur als wir einen anderen Hund trafen, wurde sie kurz mobil. Sie hatte vor Monaten schon mal eine Phase, wo sie kaum etwas fraß. Dann hatten wir sie einen Tag zum Hundespaziergang gegeben. Da lag sie dann 2 Tage wie tot in der Ecke, fraß aber wie ein siebenköpfiger Drache! Also ich sagte mir, wenn sie den ganzen Tag in der Ecke liegt, hat sie auch keinen Appetit. Aber schon die 2,5km waren wohl zuviel für sie, obwohl es fast eine Stunde dauerte. Danach trank sie, fraß einen Streifen Fleisch und bettelte mich so lange (da hatte sie viel Energie), bis ich sie wieder ins Freie ließ. Samojeden sind Schlittenhunde und wollen ja immer ins Kalte. Nur ob das gut ist, wenn sie stunenlang mit dem nackten Bauch im Schnee liegt? Menschen würden da schnell einen Nierenschaden bekommen, aber Schlittenhunde sollten das doch vertragen, zumal sie sich dort wohlfühlen?
Fast kommt es mir so vor, als wäre das Herz zu schwach, dann arbeiten ja die Nieren auch nicht richtig. Aber auch dort konnte der Tierarzt nichts ungewöhnliches feststellen. Morgen bekommt sie nun wieder eine Infusion. Aber was fehlt ihr nur??? Hat jemand eine Idee?