Ihr Lieben, ich möchte euch mal von einem Durchbruch berichten.
Ich hatte es glaube ich schonmal irgendwo erwähnt, aber hier gab es Spannungen zwischen den Hündinnen in letzter Zeit. Öre ging immer wieder auf Malin los- zähnefletschend und knurrend. Zum Glück nahm die Große das nicht wirklich ernst und behandelte das mit der gleichen Engelsgeduld wie alles andere. Ich hab's natürlich auch immer unterbunden, Öri aus der Situation genommen und Malin für ihre Geduld gelobt.
Aber natürlich ratterte es in mir- warum tut die Kleine das? Es wurde mehr, seit der Kleinling da ist, vorher eigentlich nicht. Eifersucht? Der Glaube, den Winzling beschützen zu müssen? Ich beobachtete also, denn mein Horrorszenario war dass es irgendwann eskaliert und die beiden dann nicht mehr zusammen leben könnten (und es wäre aus vielen Gründen Öre die dann gehen müsste, was mir schlicht und ergreifend das Herz rausreißen würde). Also habe ich aufgepasst wie ein Schießhund und die Kröte in den entsprechenden Situationen sofort gemaßregelt, abgeblockt und so weiter. Aber die Stimmung blieb danach ewig angespannt zwischen den Hündinnen und ein zu langer Blick genügte, um es erneut eskalieren zu lassen. Also richtig doof. Zudem hatte ich das Gefühl dass Öre sich unverstanden fühlte und sehr schlecht mit der Maßregelung klar kam.
Dann fiel mir irgendwann auf dass es zu dieser Situation nur und ausschließlich kam, wenn jemand, den Öre mochte, zur Tür reinkam. Wenn sie bei mir oben war wenn beispielsweise mein Mitbewohner nach Hause kam rannte sie nicht nach unten, sondern warf sich sofort auf ein Spielzeug, das sie dann erstmal durch die Gegend trug, anstatt ihn zu begrüßen.
... konnte das Fiasko unten jedesmal vielleicht eine ähnliche Übersprungshandlung sein? Malin nur ein Ventil für Frust/Freude?
Ich machte die Probe aufs Exempel- ich sorgte dafür dass unten in der Nähe der Tür immer ein Spielzeug lag. Und tatsächlich: Wenn jetzt jemand kam schaute Öre sich sofort nach dem Spielzeug um und stürzte sich zielgerichtet darauf, während die anderen Hunde begrüßt wurden. Nach der ersten Minute war es dann auch kein Problem mehr, sie legte das Spieli ab und ließ sich ganz brav und ohne Gezeter in Malins Richtung begrüßen.
Wieder ein Kapitel in dem Buch 'wie verstehe ich meinen Hund richtig'. Mal schauen ob es so bleibt, aber wie es aussieht war es keine 'persönliche' Sache. Malin war halt nur als Ventil in Reichweite wenn die Kröte nicht wusste, wohin mit ihrem Gefühlsüberschwang. ![]()
Jetzt muss ich zwar täglich mehrfach runter laufen um die Spielzeuge neu zu positionieren (der Kleinling trägt die natürlich durchs ganze Haus), aber was soll's. Ich bin erstmal erleichtert. ![]()