6.Lies ein Buch mit einem oder mehreren Menschen auf dem Cover
The City of Ember: The People of Sparks - Jeanne DuPrau (1,4)
Nun sortiere ich doch nicht Gelöscht von Teri Terry ein, wie geplant, sondern das. Mir wurde der Schuber ja geschenkt, bevor er gar nicht mehr verfügbar war. Und obwohl ich nicht damit gerechnet hatte, so schnell schon den zweiten Band zu lesen (der erste wurde mir hier ja mal ausgeliehen
war's Laynia oder Stinkelilly?
), schließlich habe ich doch etwas Respekt vor englischen Büchern, aber ich hatte doch Lust und war neugierig. Und beende das Buch nun begeistert. Ich konnte es eigentlich ähnlich gut lesen wie deutsche Bücher, den Stil empfand ich als flüssig und leicht, einige Wörter habe ich natürlich nicht verstanden- manche habe ich nachgeschlagen, manche habe ich aber auch gelassen, sonst wäre ich viel häufiger am Handy zum Nachschlagen gewesen. Da wäre es als eBook schon nicht verkehrt 
Ich liebe es, ehrlich. Es wird authentisch aufgezeigt, wie Krieg mit kleinen Lügen beginnen kann, die sich immer weiter zuspitzen, bis es dann letztendlich ausartet. Außer, es gibt einen Menschen, der mutig genug ist, das Richtige zu tun. In dieser Größenordnung (400:400 etwa) zumindest.
Darkness cannot drive out darkness; only light can do that.
Hate cannot drive out hate; only love can do that.
Hate multiplies hate, violence multiplies violence, and toughness multiplies toughness in a descending spiral of destruction.
Dieses Zitat von Martin Luther King steht zu Beginn des Bandes und Jeanne DuPrau beschreibt diese Spirale im Laufe des Buches eindrucksvoll.
Man erfährt nicht viel darüber, was vor dem "Disaster" passierte, das die Welt zerstörte und weswegen die Stadt im Untergrund gebaut worden war. Denn eigentlich weiß keiner wohl so richtig, was genau vor ca 200 Jahren passierte. Viele Überlebende gibt es nicht. Die Städte sind zerstört, leer, überwuchert, es gibt nur hier und da weit voneinander entfernt kleinere Gemeinden, die alles neu erbaut haben und recht primitiv leben. Ich glaube, das alles wird im letzten Buch erst genau erklärt werden, The Prophet of Yonwood ist ein Prequel und soll wohl um die Zeit des Disasters handeln. Das hat mich aber kaum gestört, denn zusammen mit Lina und Doon lernen wir die neue Welt selbst ganz neu kennen. Und auch ein wenig, fand ich, wie schön die für uns selbstverständlichsten Dinge auf der Erde eigentlich sein können.
Klar, es ist und bleibt ein Jugendbuch, einige würden wahrscheinlich die fehlende Tiefe oder was auch immer bemängeln, aber ich fand es wirklich großartig. Die Stimmung, die immer mehr kippt und kippt, Zweifel, Skepsis, Wut, mit sich hadern, kamen bei mir verdammt gut rüber.
Ich habs echt genossen. 
Hat jemand zufällig die Bücher auch gelesen? Ein Ding habe ich sprachlich nicht ganz verstanden.
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Nur hab ich mir leider nicht ganz vorstellen können, was die Waffe gewesen ist. Ich dachte erst an eine Kanone, aber ich bin mir nicht sicher.