Beiträge von tinybutmighty

    Hallo von einer weiteren Wienerin ;)

    Die Rückmeldungen und Tipps, die hier kommen, sind nicht böse gemeint. Hier haben nur sehr viele User sehr viel Hundeerfahrung und gerade wenn man viele Hunde im Umfeld hat, bekommt man eben auch die "Schattenseiten" der Hundehaltung mit.

    Ich persönlich würde an eurer Stelle mit der Hundeanschaffung noch warten, bis die Kinder älter seid und bis du und deine Frau wieder so weit im Berufsleben stehen, dass gravierende Änderungen in nächster Zeit nicht mehr (so) wahrscheinlich sind. Dann könnt ihr auch besser einschätzen, wie viel Zeit ihr für den Hund überhaupt aufbringen könnt. Gerade mit zwei Kindern ist der Alltag dann ja schon oft ziemlich anstrengend, dann noch die Arbeit, Haushalt, etc. - das kann schon sehr belastend werden, denn Hundehaltung ist halt manchmal auch anstrengend und frustrierend. Von daher glaube ich, es wäre vernünftiger, ihr wartet noch ab.

    Zudem würde ich mich an eurer Stelle noch mal genauer mit den Bedürfnissen von Hunden beschäftigen. Mit einem Welpen könnt ihr nicht stundenlang spazieren gehen oder toben. Gerade Welpen haben ein sehr hohes Ruhebedürfnis und brauchen Zeit, neue Reize in Ruhe verarbeiten zu können. Wenn ihr also von Anfang an mit dem Hund "richtig" spazierengehen wollt, kommt für euch nur ein erwachsener Hund ins Frage.

    Bei deiner Beschreibung, wie dein Sohn den Hund jagte, habe ich ehrlich gesagt auch Herzklopfen bekommen. So was ist schon sehr riskant, vor allem bei einem gerade mal zweijährigen Kind - und kann gehörig ins Auge gehen! Es kommt leider nicht umsonst immer wieder zu Beißvorfällen, da Hunde sich von einem Kind bedrängt oder bedroht fühlen. Man muss, wenn man Kinder hat und sich einen Hund holt, von Anfang an darauf achten, dass das Kind lernt, mit dem Hund achtsam und vorsichtig umzugehen. Ich würde euch raten, euch auch diesbezüglich mal Infos zu holen.

    In Wien gibt es ja einige Hundeschulen. Manche bieten auch Beratung gerade vor der Hundeanschaffung an oder wenn ihr noch nicht sicher seid, ob und wann ein Hund einziehen soll. Bei Interesse kann ich euch gerne empfehlenswerte Hundeschulen nennen, die mit einer Vorab-Beratung helfen könnten. Das ist nicht böse gemeint, aber man liest aus deinen Texten raus, dass es euch gut tun würde, euch mit Hunden noch einmal genauer auseinanderzusetzen, bevor ihr einen aufnehmt.

    Ich würde auch erst mal gründlich abklären lassen, ob vielleicht eine gesundheitliche Ursache vorliegt.

    Aber ich halte es auch für am wahrscheinlichsten, dass eure Hündin einfach altersbedingt nun schlechter alleine bleiben kann. Das kommt nicht so selten vor, dass Hunde im Alter Stress beim Alleinebleiben entwickeln - selbst wenn sie davor immer problemlos alleine geblieben sind. Eventuell gelingt es euch ja, ihr das Alleinebleiben doch irgendwie ein wenig zu erleichtern (z.B. indem ihr sie räumlich begrenzt, sodass sie nur noch ein Zimmer zur Verfügung hat anstatt die ganze Wohnung, auch beruhigende Düfte oder Entspannungsmusik/Fernseher laufen lassen sollen bei manchen Hunden ein wenig helfen). Im "schlimmsten" Fall bräuchtet ihr vielleicht jemanden, der eure Hündin kurz zu sich nimmt (sie müsste sich dort natürlich wohl fühlen) oder zu euch kommt und aufpasst, während ihr außer Haus seid.

    Mit "Atonememt" komme ich gerade nicht so recht voran. Dünple jetzt so bei Seite 100 rum. Ja, McEwan schreibt gut, aber irgendwie fehlt mir die Neugierde darauf, was weiter passiert. Die Charaktere haben es mir bislang auch nicht angetan. Ich verwechsle sogar die paar männlichen Charaktere :tropf:

    Oh, ok, scheinbar ist Momo schon beschlossen. Ich hab das eh vor Ewigkeiten schon mal gelesen, ein zweites Mal muss für mich nicht unbedingt sein... bin nicht so der Michael Ende Fan. Aber ich muss sowieso noch "Zartbitter", das Buch der letzten Leserunde, nachlesen.

    Ich denke, wenn der Welpe bei dir im Zimmer schläft, wirst du es merken, wenn er unruhig wird und raus muss. Notfalls könntest du dir auch den Wecker stellen - so alle 2 bis 2,5 Stunden zunächst, und dann gucken, ob das Welpi rausmuss. Stellt sich raus, dass er nachts eh nur zwei Mal nach draußen muss, kannst du dann ja auch ziemlich schnell dazu übergehen, dir den Wecker nachts nur noch für 2 Male zu stellen ;)

    Grundsätzlich sagt man: Nach jedem Fressen, Schlafen und Spielen und generell ca. alle 2 Stunden raus. Ich glaube, hier ist es am wichtigsten, seinen Hund einfach ein wenig zu beobachten, dann erkennt man ja nach einer Weile ganz gut, wann er wirklich rausmuss. Solche Faustregeln sind oft ganz nützlich, aber im Endeffekt ist jeder Hund anders und danach würde ich mich dann primär richten.

    Es heißt, am Stück sollte man 5 Minuten pro Lebensmonat mit dem Hund raus. Wobei viele sagen, dass diese Faustregel nur für Leinenspaziergänge gilt. Würde also bedeuten: Hund ist 4 Monate alt - Leinenspaziergang von 5 mal 4 = 20 Minuten am Stück geht in Ordnung.
    Ergibt für mich auch Sinn, an der Leine laufen ist gerade für junge Hunde ja anstrengender und erfordert mehr Konzentration als Freilauf. Freilauf muss ja zudem nicht bedeuten, dass man jeden Tag einen strammen 2-Stunden-Spaziergang durch den Wald läuft. Aber ich würde mit dem Welpen schon je nach Lust und Laune mal ein bisschen im Wald rumstreifen oder mich auch mal mit ihm für ne Stunde auf einer Wiese aufhalten etc. Es muss ja nicht jeden Tag eine größere Unternehmung sein, aber den Welpen in seinem eigenen Tempo die Welt erkunden zu lassen, finde ich schon wichtig. Übertreiben sollte man natürlich nicht. Ich finde auch regelmäßige "Ruhetage" für Welpen/Junghunde sinnvoll.

    Wünsche dir viel Spaß mit deinem kleinen Rabauken :winken:

    Bin durch mit "Unorthodox". Die zweite Hälfte gefiel mir dann irgendwie besser. War schon ziemlich heftig, was die Autorin da beschrieben hat und es freut mich sehr für sie, dass sie die Kraft hatte, auszusteigen aus dieser jüdischen Sekte. Trotzdem weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, ob ich auch "Überbitten" lesen werde. Irgendwie finde ich, dass "Unorthodox" eh schon einen ziemlich guten Einblick auf ihren Weg in die Freiheit bietet.

    Jetzt lese ich jedenfalls "Atonement" von McEwan. Bin gespannt, wie ich es finden werde, derzeit bin ich noch ganz am Anfang damit.

    Bin jetzt bei "Unorthodox" ca. bei der Hälfte. Ich finde es immer schwierig, Erfahrungsberichte zu bewerten. Da geht es schließlich um das Leben eines Menschen, um schlimme Dinge, die wirklich passiert sind/passieren.

    Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass "Unorthodox" mich nicht ganz so fesselt oder berührt bislang, leider. Irgendwie geht die Erzählung sehr flott voran, auf ihre Gefühle und Gedanken geht die Autorin oft gar nicht so ein, wie ich das erwartet hatte. Und auch was die jüdische Sekte betrifft, hatte ich mir da irgendwie fast noch mehr "Hintergrundinfos" erwartet.

    Es ist aber trotzdem ein interessantes Buch.


    Stachelschnecke: Mir ist heute Früh eingefallen, weil du ja auf der Suche nach großartigen Romanen warst/bist: Donna Tartt könntest du auch mal eine Chance geben :) "Der Distelfink" und "Die geheime Geschichte" fand ich wirklich besonders. Möglicherweise wäre das auch was für dich.