Ich kann mich den Vorschreibern da eigentlich nur anschließen. Und 6 Monate sind einfach mitunter noch keine soo lange Zeit. Manche Hunde brauchen mehr Zeit, sich auf ihre neuen Zweibeiner einzulassen, gerade wenn es schon vorher Besitzerwechsel etc. gab.
Geht ihr mit ihr hauptsächlich dieselben Strecken? Ich würde vielleicht, wenn sie nicht zu den Hunden gehört, die das zu sehr stresst, regelmäßig kleine Ausflüge in neue Gegenden machen. In unbekannter Umgebung achten viele Hunde auch mehr auf ihre Zweibeiner und man kann gemeinsam Neues entdecken. Stärkt dann auch die Beziehung.
Bei der Erziehung würde ich ein Markerwort/Clicker empfehlen, um erwünschtes Verhalten bestätigen zu können. Belohnung muss nicht immer Futter oder Spielzeug sein. Überlegt mal, was sie alles mag, vielleicht lässt sich das ein oder andere ja auch als Belohnung abwandeln? Oder ihr versucht mal Futterbelohnungen aufzuwerten, indem ihr ihr die Leckerlis nicht einfach gebt sondern zB mal versteckt oder Leberwurst in die Schlecktube füllt oder die Leckerlis auf dem Boden rollen lässt. Aber wie gesagt, nicht jeder Hund ist mit Futter gut motivierbar und in allzu aufregenden Situationen geht das schon gar nicht.
Hundebegegnungen würde ich auch auf große Distanz und mit Clicker/Markerwort üben. Dazu gibt es ein tolles Buch mit zahlreichen Trainingstipps, "Leinenrambo". Wenn sie bei manchen Hundebegegnungen so in die Leine springt, würde ich persönlich zudem auf ein (gepolstertes) Brustgeschirr umsteigen.
Ach ja: Wenn sie draußen gern schnüffelt und beobachtet, könnt ihr auch das ja manchmal als Belohnung einsetzen. Und vielleicht wäre etwas Nasenarbeit für sie ja auch eine schöne Beschäftigung?