Hi,
Fillis; danke für die Blumen, und dem Text stimme ich vollumfänglich zu. Sino ist aber wenn man ihn kennt und sich viel mit ihm beschäftigt recht einfach zu nehmen. das haben wohl die Vorbesitzer nicht in diesem Umfang gemacht. Ich denke mal er ist Ihnen dann über den Kopf gewachsen. Sino hat schlicht gemacht was er wollte, weil er den Eindruck hatte dass seine Menschen es für ihn nicht gebacken bekommen.
Einfaches Beispiel: Besuch klingelt, Hund macht Riesenaufstand. Einfache Lösung, Hund wird auf seine Decke geschickt Tür zu. Besuch wird nur von mir empfangen, für die Sicherheitsüberprüfung bin alleine ich zuständig. Ich entscheide dann das der Hund ruhig zum Besuch darf. Das dauerte dann keine 4 Wochen und der Hund blieb entspannt, weil er das bei mir in guten Händen wusste.
Ich muss ihm also absolut zugute halten, dass er sehr lernwillig ist und die Bereitschaft hat sich zu verlassen wenn er denn sieht das es kompetent funtioniert.
Extrem gutes Beispiel auch der Rückruf. 2 Tage nachdem er zu uns kam mit Leine geschaut obs geht, es ging. Freilauf ab dem 2 (!!!) Tag, klappte sicher, immer. und auch die anderen Baustellen waren eigentlich händelbar, bis eben auf manche Ausnahmeprobs. Nun ja die kennen wir jetzt immerhin und können uns einstellen. Tatsächlich werden wir Rüdenbegenungen einschränken.
@Wasser; ich hab Fragen, wie löst ein dominanter nicht deeskalierender Hund einen Konflikt.
Beisst der weiter auch wenn der andere aufgibt? Eigentlich hat er doch die stärkerer Position und der andere Hund müsste seine eigene Unterlegenheit doch auch mit Körpersprache ausdrücken??
Wegggehen zur Ressource HERRCHEN könnte auch angstaggressiv bedeuten.
Aber eben mit einem Teil Dominanz.
Das schließe ich für Sino aus. Er zeigt in diesem Fall eigentlich keinerlei Angst.
Anderes Beispiel mit mir als Mittelpunkt. Ein erwachsener männlicher Ridgeback ( ca. 55 kg) läuft frei herum, Sino ebenfalls. Die Hunde kümmern sich nicht umeinander.
Der Ridge riecht die Leckerchen die ich bei mir hab und springt mich an. Durch eine seitliche Drehung meinerseits geht der größte Schwung ins Leere, gleichwohl spring er nochmal hoch.
Ich verliere fast das Gleichgewicht. In der Sekunde kommt Sino angerast mit eingezogenem Schwanz und etwas geduckt, aber fletschend und laut knurrend. In dieser Sekunde war gsD die Halterin des Ridge da und wir konnten verhindern dass es zu einem Kampf kommt.
Dies hielt ich für angstaggressiv , quasi wissend das man kämpfen muss, aber keine Chance hat. Nee, Sino hat schon großes Vertrauen in sich selbst, auch unsere Trainerin hält ihn für soverän mit kleinen Macken. Bei manchen kleineren Hunden könnte er nur etwas gelassener sein. Unsere Trainerin vermutet, dss er möglicherweise früher mal von kleineren malträtiert wurde.
LG
Mikkki