Hi,
für mich gilt eigentlich immer ein Hund ist ein Hund, egal ob gross oder klein. Ich würd also schon versuchen an seinem Verhalten zu arbeiten, auch wenn man vielleicht nicht alles wegbekommt. Mein erster Gedanke wäre, er braucht mehr Hundekontakte als weniger. Wenn er merkt er braucht sich nicht so aufzupusten und ggf auch dass er von sanften größeren Hunden korrigiert wird, dass sich die Aufregung bei Kontakten etwas legt. Ich würd aber vielleicht auch mal einen Trainer kontaktieren.
Das Problem welches Du schilderst haben aber mehrere Kleinhunde. Ich muss dann mit Sino immer höllisch aufpassen, weil er in diesem konkreten Fall nichts von einer sanften Korrektur hält, gerade dann wenn der Kleine weiss ist und ein langes Fell hat..
Warum diese Falscheinschätzung der Situation bei manch einem Kleinhund überhaupt vorkommt entzieht sich tatsächlich meiner Vorstellungskraft. Wenn ein Kleiner einem großen droht muss er doch irgendwie mit Echo rechnen, tut er aber nicht.
Wenn man durch Training und Erfahrung diese Fehleinschätzung korrigieren könnte, könnte man viel für freundlichere Begenungen erreichen.
Ich muss hier mal erzählen, was uns mal mit einem Yorckshire Terrier vor einem Jahr passiert ist. ( Wir hatten Sino da knapp 2 Monate)
Die HH'in besass einen Dobermann, einen Rotti und eben den Yorki. Der Rotti war nicht mit.
Und den Yorki hab ich leider völlig übersehen, ich hatte damals noch nicht den komplett Scan Blick drauf.
Ich machte Sino los und der rannte direkt auf den Yorki zu. Der stellte sich ganz ruhig seitlich hin, hob eine Vorderpfote und gab nicht einen Mucks von sich. Frei nach dem Motto ich bin klein, ich will Dir nichts, aber Du, Großer beachte mich gefälligst.
Kurz vor dem Yorki bremste Sino ab, machte eine Spielverbeugung und spielte tatsächlich ein bisschen.
Dies war denn allerdings auch das letzte Mal das er frei mit einem Kleinen zusammen war.
Ich hatte einen gefühlten Puls von 220.
LG
Mikkki