Beiträge von Mikkki

    Hi,
    @Wasser: Unser Hund beispielsweise befolgt das Kommando Sitz auf 20 m. Er bleibt dann auch wie angetackert sitzen. Wenns draußen kalt ist kriegt er nur ein Bleib, dann bleibt er genau an der Stelle stehen wo er ist und rührt sich nicht. Sicher, ganz sicher.
    Und dann kommt ein starker Reiz, ( z.B.kleiner bellender auf ihn zulaufender Hund) und unserem wandert das Gehirn gen Schwanzspitze, das ist zuviel für ihn. Und deshalb bin ich mittlerweile bereit hinsichtlich dieser ganz besonderen Situation zu akzeptieren, dass unser Hund ein Starren oder auch den Angriff meidet. Auch durch Korrektur. Und deshalb find ich das Thema so klasse. Ganz bestimmt nicht weil in mir ein kleiner Sado lauert. Wenn mir bloss einer eine Methodik verraten könnte, die ich für unseren Hund individuell abstimmen könnte.

    LG

    Mikkki

    Hi,

    mal langsam hier mit den jungen Pferden. Julia hat geschrieben, wo sie mit ihrem Hund noch Baustellen hat. Und sie hat auch geschrieben, wie sie das derzeit händelt. Dabei ist die Frage aufgekommen ob die bisherige Methode effizient genug ist, und ob man möglicherweise über eine Korrektur des Verhaltens einen positiven Lerneffekt erzielen kann. Und wenn man diese Möglichkeit in Betracht zuieht, stellt sich die genaue Frage nach dem wie. Welche Herangehensweise ist technisch möglich und sinnvoll, bzw. vorab ist erst mal die Ethik zu beachten, was kann man dem Wesen Hund antun oder nicht.
    Meine persönliche Grenze wär das tatsächlich schlagen o.ä. aber ein an die Kandarre nehmen sprich die Leine mal eben ganz kurz machen, abblocken , schubsen o.ä. das könnte ich schon eine zeitlang akzeptieren, wenn man damit eine Gefahr für andere abwenden kann. es ist nur die Frage was wirkt wie.

    Heute wars hier beispielsweise schweineglatt. Ausgerechnet heute läuft uns ein Selbstmordkommando ala Terrier direkt vor die Füße, ich brauch das nicht. Schon damit Sino keinen Schwung holen kann und ich daniederliege, hab ich ihn heute quasi an meinem Oberschenkel festgetackert. der Hund war durchaus überrascht.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    da stimme ich absolut zu. Der Hund darf gerade mal wissen das er gleich fixieren will, da müsste man schon korrigierend handeln. Für uns würde das bedeuten dass er für ein Schau noch empfänglich sein müsste, nur in dieser kleinen Zeitspanne hätte eine Korrektur Sinn.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    für eine körperliche Korrektur wär ich schon, wenn mir was gescheites einfiele.
    Ein Schlag, Ein Stups oder sonst ein plötzliches Ereignis wird für den Hund entweder nicht oder kaum wahrnehmbar sein, bei besonderer Erregungslage schon mal gar nicht und - darüberhinaus wahrscheinlich gar nicht erst mit dem eigenen Verhalten verknüpft. So nach dem Motto: Ich saufe hier mein Wasser wieso sticht mich die Biene. Das bringt nichts. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. Das aus dem Gleichgewicht bringen wird von Sino zumindest als von mir ausgehend empfunden, wenngleich er sich wahrscheinlich auch hier fragt was das Ganze soll.
    Ich frage mich gerade ob man das Ganze nicht viellecicht aufsetzen kann. Der Hund fixiert, und bekommt das neue Kommando lass es. Macht man dies einige Male, wird der Hund den Zusammenhang erkennen. Kommt dann regelmäßig nach dem Wortlaut lass es eine körperliche Korrektur, kann er es vielleicht eher verknüpfen. ich könnte z.B. neben dem aus dem Gleichgewicht bringen den Hund mit ganz kurzer Leine an die Seite nehmen und bei einem aggressiven Aufbäumen zusätzlich kurz mit dem Oberschenkel wegschieben. Technisch gehen würde das. Aber bringt es mich weiter? Will ich das überhaupt? Abgesehen davon müsste ich das bisher gut funktionierende Management Schau aufgeben. Wär auch erstmal wieder Stress.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    hab mir den Thread grad noch mal angeschaut und festgestellt, dass für eine neuerliche Zusammenfassung noch zu wenig Infos drin sind. Sino hat uns ja auch erstmal wieder ganz schön beschäftigt. So wie es aussieht haben sich jedoch bei diesem speziellen Einzelhund Entwicklungen ergeben, die , sollten sie auch auf andere Hunde übertragbar sein, von großer Bedeutung wären.

    Ich fang mal mit Beobachtungen an, die bei Sino prägnant waren.

    Solange Sino dem Allergen ausgesetzt war, hat er rohes Fleisch komplett abgelehnt.
    Solange Sino dem Allergen ausgesetzt war, hat er unverträglich bei einem Zuviel an Eiweiss reagiert ( häufig Durchfall)
    Solange Sino dem Allergen ausgesetzt war, brauchte er häufigere kleinere Mahlzeiten.
    Solange Sino dem Allergen ausgesetzt war, desto empfindlicher reagiert die Verdauung z.B. auf Bakterien von außen.

    Es gelten die Umkehrschlüsse: Solange Sino rohes Fleisch frisst, ist er gerade keinem Allergen ausgesetzt, egal was er sonst zu fressen bekommt.
    Reagiert er mit Durchfall auf eine Ernährung ist die Chance groß, dass ein allergischer Vorgang stattfindet.
    Frisst er ein bestimmtes Trockenfutter eine ganze Zeitlang, und hat von Anfang an keinen Durchfall, ist es sehr wahrscheinlich dass in dem Futter kein Allergen ist. Dies gilt umso mehr je mehr Eiweiss in dem Futter ist. Durch Strecken des Futters könnte man so ein optimales einfaches Futter erhalten.

    Könnten sich die Beobachtungen verallgemeinern lassen, wäre eine Beurteilung der Gesamtsituation des Hundes vermutlich einfacher. Der Status wäre schneller zu ermitteln als durch eine Ausschlussdiät alleine, die immer viel Zeit beansprucht.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    aus dem bisher gelesenen ziehe ich im Augenblick den Schluss, dass eine Korrektur dann einen durchschlagenden Erfolg haben kann, wenn das was abgerufen werden soll schon richtig gut sitzt. Möglicherweise aber eben nicht das Allheilmittel ist, wenn Hund danebengreift und er nicht genau weiss um was es geht.
    Beispiel: Für uns ist Sitz und bleib eminent wichtig, weil der Hund sich nicht von der Stelle rührt, während ich weiter vorne in eine Einmündung peile ob dort ein freilaufender Suizidzwerghund kommt.
    Gestern, er bekommt an der Leine ein Sitz und bleib, weil ich meinte, da käme weiter vorne etwas auf uns zu. War auch so. Eine Katze, die genau wusste was eine Leine kann, stakste 5 m vor uns. Ich wollte sie gerade verscheuchen, da schießt doch der Hund an mir vorbei, und kriegt direkt einen fetten Anranzer und wird gleichzeitig nicht allzu hart zurück gezogen.

    Heute: Ich lasse ihn mit einem Sitz und bleib 20 m vor einer Einmündung zurück und verschwinde eine halbe Minute in eben dieser Einmündung ohne dass der Hund mich sieht.
    Ich komme zurück und er sitzt da wie angegossen , super , wurd auch gefeiert, denn das fand ich schon toll. Ich hab natürlich vorher geschaut dass da in den 30 Sekunden keiner reinrasselt.

    LG

    Mikkki