Beiträge von Mikkki

    Hi,
    Atopica ist ein Immunsuppressivum und dürfte noch viel mehr in den Hundeorganismus eingreifen, als ein Antihistamin.
    Sino hatte als wir ihn bekamen allergisch bedingten Juckreiz. Durch Apoquel ebenfalls ein Immunsuppressivum hörte dieser Juckreiz quasi binnen Stunden auf. Das war damals zunächst das allerwichtigste. Der Hund fand keine Ruhe mehr. Ich persönlich kenne Atopica nicht. Sollte es tatsächlich die Symptome rausnehmen können wärs ja gut. Das müsste dann aber ebenfalls ganz schnell gehen, wirkt es nach 2-3 Tagen immer noch nicht, wärs das falsche Mittel. Nun ist Beulenbildung etwas anderes als Juckreiz. Um es laienhaft auszudrücken, hier kocht die Allergie geradezu hoch.
    Sollte Atopica wirken, kann man selbstverständlich während der Anwendung keinerlei Aussage über das auslösende Allergen treffen. Gäbe man es z.B. über 3 Wochen und gibt in dieser Zeit im Rahmen einer Ausschlussdiät ein Futter, dass zufällig keine Allergene beinhaltet, treten möglicherweise nach dem Absetzen keine allergischen Reaktionen mehr auf- sofern es eine Nahrungsmittelallergie ist. Dackelbenny hat ja schon geschrieben, was in der Umgebung noch als Auslöser in Frage käme.
    Hier ist eine Diagnostik möglicherweise noch schwieriger, da von Hausstaub bis Haushaltsreiniger quasi alles in Frage kommen kann.

    Zur Erläuterung der Strategie ( hoffentlich) des TA. Durch das Immunsuppressivum wird erstmal sozusagen ein Resetknopf gedrückt, das Immunsystem so weit heruntergefahren, dass möglichst krankhafte Abwehrreaktionen des Körpers nicht mehr auftauchen. Dies bedeutet aber auch eine Anfälligkeit gegenüber Erkältungen z.B., da das gesamte Immunsystem betroffen ist.

    Ein Antihistaminikum wirkt gezielt gegen das Histamin, so dass die Zuvielausschüttung aufgrund des allergischen Vorgangs reduziert wird. Das Histamin löst wahrscheinlich die Beulenbildung aus. Da es sich wohl tatsächlich um einen allergischen Vorgang handelt, würde man mit dem milderen Mittel einen Teilreset machen, ohne dass Immunsystem einzuschränken.

    Die Aussage des TA hinsichtich der Sorge der Hund müsse möglicherweise lange ein Antihistamin nehmen, kann ich aber nach wie vor nicht nachvollziehen. Ihr seid am Anfang einer Therapie, die zum Ziel hat die Allergene zu identifizieren und sie möglichst vom Hund fernzuhalten. Und dies als größte Sorge zu formulieren und gleichzeitig ein viel " deftigeres " Mittel zu verschreiben, bleibt für mich schräg formuliert.

    Es muss jetzt erstmal abgewartet werden, wie das Atopica wirkt.
    Gute Besserung

    Mikkki

    Hi,

    entschuldige bitte, Dein TA mag in der Diagnose recht haben, ( ich glaubs ja auch) aber der Therapieansatz geht gar nicht. Das Tier jetzt leiden zu lassen ohne Histaminhemmer ist in meinen Augen ein nicht hinnehmbarer Ratschlag.
    Nimm den Leidensdruck erstmal raus, das Tier kann sich erholen und in 3 Wochen wenn Du das Medikament absetzt, ist das Allerge wahrscheinlich aus dem Körper raus, und Du kannst sehen, ob das Futter was Du ihm gibst für ihn in Ordnung ist.
    Wäge ab: Ein Antihistamin hat so gut wie keine Nebenwirkungen ( vielleicht so gar gar keine bei deinem Hund) und kann ihm echt helfen.
    Stattdessen gar nichts tun, Leiden - für den Hund. Das Risiko bei Gabe des Mittels ich wiederhole mich ist extrem gering.

    Es ist Dein Hund, Du musst es wissen, aber bei dem TA wär ich das allerletzte Mal gewesen.

    Das ist für mich immer der Grund meinen eigenen Kopf einzuschalten.

    LG

    Mikkki

    Hi,

    einen Tip hab ich nicht hinsichtlich Gefrierschrank, nur einen Vergleich. Unser hat eine Höhe von 1,60 m.
    60 cm Breit, ca. 60 cm tief. 5 Fächer. 10 kg Fleisch für Sino in einem Fach wird schon recht eng, geht aber gerade so.
    Dann muss man aber auch bedenken, man macht den Schrank ja nicht komplett leer, es können ja noch 5 kg Fleisch tiefgefroren sein, und es kommt trotzdem ne neue Lieferung.
    Ich vermute also, die 1,20 hohen Dinger sind knapp, wenns 1,4 m gäbe, was ich nicht weiss, wärs gut.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    bescheidene Lichtverhältnisse, aber das ist unseren Halsbandsittichen egal. 5-6 Meisenknödel gehen heute drauf...

    LG

    Mikkki

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    Hi,
    das Apoquel nimmt erstmal Leidensdruck raus, gleichzeitig ist es für eine" therapeutische Diagnostik" geeignet. TÄ hassen so etwas, sie wollen immer erst eine Diagnose, bevor irgend etwas passiert. Da das Apoquel aber ohnehin gegeben werden sollte, schadet es nicht genau hinzusehen, was mit dem Hund passiert, wenn man das Mittel nicht mehr gibt.
    In einem Zeitraum von 4 Wochen sollte das nahrungsbedingte Allergen komplett ausgeschieden sein, und hat man eine Ausschlussdiät schon begonnen, kann man ja sehen obs die richtige Zusammensetzung war. Im Idealfall weiss man also relativ schnell ob der Hund auf Pferd reagiert oder eben nicht.
    Läufts gut kann man ca. nach 2 Monaten etwas Abwechsling in die Mahlzeiten bringen. Vor allem Omega 3, am besten eingebracht über ein pflanzliches Öl wäre wichtig. Lachsöl kann leider starke Allergieschübe auslösen, deshalb würd ich Pflanzen vorziehen.
    Kommt der Körper des Hundes nicht mehr mit nahrungsbedingten Allergenen in Kontakt, kann sich der Magen-Darmtrakt im Laufe der Zeit wieder beruhigen. Die Nahrungsmenge kann wieder geringer werden, selbst die Energieausbeutung aus Eiweissen funktioniert wieder besser. Erster Energielieferant sollte zwar nach wie vor Fett sein, aber wie gesagt, unserer zumindest hat keinerlei Probs mehr mit etwas Zuviel an Eiweiss.

    Gibts keine Darmprobleme mehr, kann man wenns denn sein muss zu einer weiteren Diagnostik kommen, werden nämlich die Pfoten des Hundes rot und jucken furchtbar, kann dies auch durch eine Kontaktallergie ausgelöst werden. Unserer reagiert auf Schimmelpilze im Gras, gerade zur Herbstzeit, wenn Gras gemäht und liegengelassen wurde. Bei unserem sinds eindeutig keine Milben, an die man auch schon mal denken müsste. Hier geben wir dann kein Immunsuppressivum sondern ein einfaches Antihistamin, Lorano und bringen ihn damit über die Zeit. Jetzt, Ende Dezember braucht er kaum noch was.

    Wenn Ihr ergänzend etwas wisst, wenns irgendwo besser geht, wenn ich irgendwo falsch liege ( bis auf meine Meinung zu manchen TÄ, die pfleg ich ) , wenn Ihr andere Ideen im selben Sachzusammenhang habt, gerne alles hier rein, hier kann man diskutieren, so wie man möchte.

    LG

    Mikkki

    Hi,
    wo fängt man bei ernährungsbedingten Problemen beim Hund an, wo hört man auf. Das Feld ist riesig, die Tiere reagieren individuell, die wissenschaftlich greifbaren Dinge sind demgegenbüber überschaubar, verschiedene Krankheitsmechanismen greifen ineinander über, bedingen,verstärken bzw. überlappen sich und heraus kommt eine für den Hund absolut quälende Situation, dass man sich als HH nur wünscht, lass es dem Tier endlich besser gehen.

    Symptome: Schön wäre es ja, wenn man sagen könnte, der Hund kratzt sich häufig, also hat er eine Allergie.
    Oder der Hund hat ständig Ohrentzündungen, er ist überermpfindlich gegen Pizerkrankungen. Oder der Hund hat ständig Durchfall, das Futter ist Mist.
    Der Hundehalter wird einfach mit schlimmen Symptomen seines Hundes konfrontiert, eben ohne dass man monokausal sagen könnte daran liegts, wir haben eine Diagnose und können unproblematisch mit Gegenmassnahmen was dagegen tun. So funktionierts leider nicht, aber auch das muss man erst erkennen.

    Bei verschiedenen Symptomen kommen eine Reihe von Ursachen in Betracht, die ineinander übergreifen. Bei einer eiweissartbedingten Allergie kann sich z.B. der Darm des Tieres dahingehend verändern, dass auch andere neutrale Nahrungsbestandteile nicht mehr so gut aufgenommen werden oder sich sogar Intoleranzen gegenüber zu viel Eiweiss eines Beutetiers ergeben, bei dem eigentlich gar keine Allergie vorliegt. Die Perestaltik im Darm kann sich verändern, ein optimaler Verdauungsvorgang ist nicht mehr möglich, Durchfall kann die Folge sein. Mein Hund hat mit seinen knapp 30 kg allergiebedingt teilweise bis zu 1800 g am Tag gefressen und hat gerade so eben mal nicht abgenommen.
    Und als wäre das noch nicht alles können sich krankhafte Veränderungen über einen längeren Zeitraum manifstieren, obgleich überhaupt keine Kontakte zu Allergenen mehr bestehen.
    Da bei Allergien auch der Fettstoffwechsel gestört sein kann und das Immunsystem in seiner unermüdlichen in diesem Fall krankhaften Abwehr bestimmte Stoffe einfach in einem Übermass braucht, fehlen diese Stoffe z.B. im Hautfett des Hundes oder auch bei der Ohrenschmalzherstellung. Es können sich Malassezien , die noch zusätzlich Juckreiz entstehen lassen, ansiedeln der Hund kratzt sich z.T. leider so viel dass Wunden entstehen, in die sich dann auch noch Bakterien einnisten.
    Und dann muss man sich fragen: Liegt möglicherweise eine Primärerkrankung eines Körperteils oder Organs vor
    ( z.B.Mittelohrentzündung, Schilddrüsenunterfunktion), eine Unverträglichkeit einem bestimmten Eiweiss gegenüber, einer Magenempfindlichkeit bei Futterumstellung, stressbedingten Symptomen, eine Allergie oder was ists sonst.

    Tja, und wer dann glaubt, man könne die Probleme mal eben komplett auf einen TA delegieren und dann gehts dem Hund schon wieder besser, der irrt leider. Erwischt man einen guten TA, kann der wenn er Glück hat zumindest die Krankheit und deren Ursache identifizieren, das wäre schon mal super. Meistens ist die Diagnostik aber aufwendig, komplex und teuer und es ergibt sich immer noch kein klares Bild. Dies bei einem guten TA. Bei einem schlechten hat man nicht nur kein klares Bild sondern bekommmt für sein Tier sofort ein Kortisonpräparat verschrieben und noch ein teures Futter, in welchem Eiweissbausteine soweit aufgepalten sind, dass sie nicht mehr allergen wirken.

    Wer das so will kann aufhören zu lesen. Mir reicht das nicht, man muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man hinsichtlich der Nahrungszuführung bei seinem Hund stets zu 100 % konsequent sein muss, ein unbekanntes Leckerlie vom Nachbarn ist dann einfach nicht mehr drin.

    Wir haben unseren Hund jetzt 2 einhalb Jahre er ist jetz 5 Jahre alt. Er hat diverse Allergien und Folgeerscheinungen, aber wir haben es hinbekommen, dass es ihm durchgängig gut geht. Dabei haben wir auf dem Weg dahin auch Fehler gemacht, und aus heutiger Sicht würd ich einiges anders machen, aber wie mans machen kann individuell auf seinen Hund abgestimmt, das trau ich mir zu kann man allgemeinverbindlich darstellen.


    Als allererstes würd ich bei meinem Tier den Leidensdruck rausnehmen, und ein Immunsuppressivum z.B. Apoquel geben. Dies unterdrückt die Symptrome ( ständiger Juckreiz) und Hautverletzungen können abheilen. Sind die Ohren betroffen, können in Absprache mit dem TA Massnahmen ergriffen werden, gerade dann, wenn das Ohrinnere komplett schwarz ist, dauert eine Heilung manchmal Monate. Immerhin kratzt der Hund nicht mehr ständig an den Ohren, und in 4 Wochen, so wäre mein vorsichtiger Vorschlag hinsichtlich der Dauer der Gabe des Apoquel, ist die Primärentzündung der Ohren wahrscheinlich schon etwas abgeklungen, so dass man schon wieder Trommelfell sehen kann und über den TA Ohrenreinigungen/ Spülungen machen kann.
    Als zweiten wesentlichen Punkt möchte ich die Bekämpfung saugender Insekten empfehlen, auch diese lösen häufig Allergien aus.

    Als drittes würde ich schon zu Beginn der Apoquel Gaben mit einer Ausschlussdiät beginnen, beispielsweise mit Pferd, Kartoffeln und Gemüse. Keine Zusätze. Am besten selbstgekocht, um Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Lockstoffe, Milben als mögliches Allergen/ Auslöser einer Unverträglichkeit auszuschließen.

    Und wenn dann schon mal der Durchfall des Hundes aufhört, ist man schon mal auf gutem Wege..

    Demnächst mehr...

    LG

    Mikkki