Hi,
ich finde, hier gehen irgendwie einige Begriffe durcheinander.
Das Gegenteil von sicher ist unsicher.
Entweder ein Hund hat Schutztrieb oder nicht.
Eine Selbstverteidigung hat mit Schutztrieb nichts zu tun.
Und jetzt darf man kombinieren.
ein unsicherer Hund kann Schutztrieb haben, natürlich hat er auch ein Interesse seine Ressource zu schützen. Da er Situationen aber möglicherweise eher emotional verarbeitet und bewertet, ist das Verhalten nicht gut vorhhersehbar und manchmal überraschend. Angst ist immer schlecht wenn Entscheidungen gefragt sind. Ist beim Menschen oft auch so.
Ein sicherer Hund mit Schutztrieb geht nach vorne wenn er meint es müsste sein. Abwägen und bewerten kann er besser.
Jedes Lebewesen, dass angegriffen wird und nicht die Chance zur Flucht hat wird sich wehren. Mäuse wehren sich gegen Katzen, lediglich das Ergebnis ist immer einseitig.
Ein Hund wird seine Bezugspersonen immer als besonders wichtig für sein Leben erachten. Hat er mental verankert, dass Kämpfe allgemein sich lohnen können, wird er dieses Mittel auch eher ganz selbstverständlich einsetzen wollen. Er schützt das was ihm wichtig ist. Manche Hunde würden eher sterben wollen, als das dem Hundebesitzer irgend etwas passiert. Jagdhunde z.B. die den verletzten Jäger beispielsweise vor einem Bären schützen wollen.
LG
Mikkki