Unter welchem Thema stand das Seminar oder hatte jede/r Teilnehmer/in ein eigenes Anliegen von Problemverhalten über Alltagserziehung bis hin zum Sport?
Das Thema habe ich nicht genau im Kopf. Meine Seminarunterlagen liegen noch im Verein.
"Verhaltenspsychogie" kam drin vor. Wir hatten eher allgemeine Themen vorher abgemacht.
Am Samstagmorgen haben sich alle Teilnehmer vorgestellt und erzählt, welche Probleme sie haben. Das wurde von Katrin und ihrer Co-Trainerin notiert. Alles reine Erziehungsfragen. In Richtung Sport ging es erst am Sonntag. Das entwickelt dann ja eine Eigendynamik aus den Fragen, die im Verlauf kommen.
Warum solltet ihr die Hunde auf die Seite legen?
Das war im Rahmen des "Kennenlern-Trainings".
Es wurden verschiedene Verhaltensweisen getestet:
Teilnehmer im Kreis, Katrin wirft einem ihrer Hunde einen Ball aus dem Kreis, in verschiedenen Richtungen. Wie verhalten sich die Seminarhunde? Wer geht nach vorne, wie geht der HH damit um?
Das Aufdieseitelegen. Lässt der Hund sich das gefallen? (also nicht Alpha-Wurf, sondern Tierarzt-Training)
Es gab noch mehr Übungen zum Verhältnis Hund/Halter. Hab ich nicht mehr auf dem Schirm.
Worin bestanden die Fortschritte bei jenen Teams, die von dem Training profitiert haben?
In einem gestärkten Selbstbewusstsein der HH. Immer wieder die Ermutigung: Setz Dich durch!
Und dann die Anleitungen, wie.
Gab es außer dir & deinem Hund noch andere Teams, die die Trainerin im Verlauf des Seminars weniger beachtet hat, und woran lag es nach deiner Meinung bei ihnen?
Kann ich nicht sagen. Ich war ja immer mittendrin und habe nicht alle anderen Teilnehmer permanent "von außen" beobachten können.
Es war sicher so, dass manche Leute sich mehr nach vorne gedrängt haben, mehr Fragen gestellt haben, einen größeren Leidensdruck hatten.
Ich habe es nur bei mir so extrem empfunden. Bei den anderen kam in der Einzelbesprechung immer zuerst ein Statement zur Hund-Halter-Beziehung. Bei mir nicht. Da kam gleich: "Dein Hund nervt extrem durch die Bellerei in der Ablage am Zaun!" (Wir haben keine Boxen, für die Hunde gibt es Haken an der Umzäunung.)
Ist wohl eher mein Problem. Ich bin eher zurückhaltend. Und da gewinnen dann die die Forscheren.
Ich fühlte mich als Mensch nicht beachtet in meiner Mensch-Hund-Kombination.
Würdest Du sagen, dass K.S. explizit auf die einzelnen Teilnehmer und ihre Hunde eingegangen ist oder hat sie versucht, ihr "Schema" durchzuziehen ?
Siehe oben. Ich kann es nicht für alle sagen.
Sie hat ihre Philosophie, und das ist ja auch richtig so. Einen Trainer, der wackelt, heute Wasser und morgen Wein predigt, nimmt ja niemand ernst.
Es hat in der kurzen Zeit für einige gute Anstöße gegeben und auch wirkliche Durchbrüche erzielt.
Es gab auf alle Fragen fundierte Antworten, egal, ob Ernährung, Krankheiten, Rechtslage, Rasseeigenheiten ... was auch immer.
Und wie das halt immer ist: Manches passt nicht für einen selbst, aber man nimmt vieles mit.
Und ich habe auch keinen Vergleich mit anderen Top-Trainern.