Beiträge von frolleinvomamt

    wir haben heute morgen unsere Linni (Australian Shepherd, 4 Jahre, kastriert mit 1.5) zu einer Bekannten gebracht, die den ganzen Tag auf sie aufpassen sollte.

    Wie habt Ihr das vorbereitet?
    Wart Ihr mal zusammen bei der neuen Sitterin?

    Gassi gehen reicht nicht als Test.
    Es muss im Haus klappen.
    Und das muss man in der anderen Umgebung eventuell erst üben.
    Nicht alle Hunde sind immer und überall stubenrein.

    Unsicherheit ist da ein Thema.

    und stehen die vielleicht auch manchmal mit anderen Anforderungen an einen guten Charakter im Konflikt?

    Nimm mal die Russell.
    Die sind vom Charakter her nicht wesensfest (In Deinem Sinn), zu hibbelig, zu wenig Will to please, zu triebig.

    Ob es da "saubere" Zuchtlinien gibt?

    Um das, was Du unter "wesensfest" beschreibst, beim Russell durchzusetzen, braucht es Erziehung. Und nicht zu knapp.
    Frag mal @Theobroma. Und ich kann davon auch ein Lied singen.

    Ich frag mich nur ob der Besitzer diese Tieres den Hund ohne jede Anleitung einfach machen lässt, und ob die Aggression draußen an der Leine nicht auch sofort da wäre. Oder geht man mit solchen Hofhunden nicht mehr raus?

    Das ist in ländlichen Regionen immer noch weit verbreitet.
    Hier gibt es das auch gerne mal ohne Zaun.

    Eine DSH aus Leistungszucht wird hier als reiner Hofhund gehalten, ohne ausreichende Beschäftigung und Kontrolle. Die Hündin ist eine Granate! Sucht sich halt ihre Beschäftigung selbst.
    Und sie bewacht nicht nur die Hofstelle, sondern macht ihren selbstgewählten Job auch, wenn man sie mal bei den kurzen Gassigängen trifft, die sie durchaus bekommt. (Reicht aber eben nicht für so einen Hund.)

    Was ich heute so überlegt habt - wie viel Territorialverhalten und Wachtrieb zeigen eure Terrier eigentlich?

    a) viel, b) viel. :D
    Allerdings hat sich das mit dem Alter gemildert.
    In den ersten Jahren wurde alles kommentiert: am Haus vorbeigehende Leute, anhaltende Autos, Menschen im Treppenaus (Mietshaus) usw.
    In meine Wohnung durfte niemand. Wenn Handwerker da waren, musste ich ihn wegsperren.

    Durch Gewöhnung ist das deutlich besser geworden. Melden tut er nur noch selten. Aber in der Wohnung muss ich ihn immer noch blocken. (Ich habe nur selten Besuch, da ist das mit dem Desensibilisieren schwierig.)

    Ich habe jetzt schon zweimal einen Frau gesehen die zwei Hunde hat. Aussehen tun beide wie reinrassige Border, allerdings nur ca. 40cm Schulterhöhe. Gibt es einen kleine Variante von Bordern oder sind das gut gelungene Mixe?

    Wie hieß es doch damals so schön im Borders Forum: Ein Hund, der hütet wie ein Border, ist ein Border.

    Ich kenne kleine, große, kurzhaarige, mittellanghaarige, kompakte, schlaksige ...
    Alle aus Leistungszuchten. Man würde nie denken, dass sie sich unter einer Rasse einordnen lassen.

    Der Border passt nicht in das Schema: Sieht immer gleich aus.

    Und das Beste ist: Die wenigsten Leute benötigen die Schnäppchen.

    Vor einigen Jahren gab es zum ersten Mal Brotbackautomaten beim Aldi.
    Ich habe (zu normaler Zeit) auf dem Parkplatz gestanden. Kein EKW kam ohne raus!
    Ich hab mich schlapp gelacht und überlegt, wie viele der Automaten demnächst in einer dunklen Ecke verstauben.

    Aber das ist jetzt nicht direkt hundegeschädigt.
    Oder backt jemand Hundekekse automatisch? :D

    Nicht weil sie so super klug ist und sich nen tollen Weg ueberlegt hat, sondern weil bei 'Futter' das Hirn aussetzt und man so schnell wie moeglich dran kommen will

    Man überlege sich aber mal den umgekehrten Fall: Ein Hund steht vor der Kiste und denkt tagelang drüber nach, wie er ans Futter kommen könnte. Er schleicht links rum, er schleicht rechts rum ...

    Und wir denken, wie schlau der Hund ist, weil er so intensiv nachdenkt. Derweil verhungert der Hund. ;)

    Wenn das Ziel ist, an das Futter zu kommen, dann ist der brachiale Hund nicht schlechter als der Analytiker.
    Wir bewerten das nur anders.

    Eddy hat keinerlei Auffälligkeiten...er ist wie immer...er ist fit, hat super Fell, gute Figur, frißt normal, Output o.k., keine Verhaltensveränderungen.

    Mit solchen Normwerten ist das immer so eine Sache.

    Norm unter- oder überschritten heißt ja nicht sofort krank.

    Und manche Werte werden auch zugunsten der Pharma-Industrie gesenkt, damit sich mehr Medis verkaufen. (Diabetes beim Mensch z. B.)

    Erstmal viel Freude mit dem neuen Hund!

    Und lasst sie langsam ankommen.
    Dass sie auf der Pflegestelle toll ist, heißt ja nicht, dass sie mit Euren Lebensumständen gut klar kommt.

    Und das Programm macht in der ersten Zeit der Hund. Was geht schon, was noch nicht?

    Fragt die Pflegestelle, was die Hündin schon kennen gelernt hat. Katzen, viele Menschen, Straßenverkehr usw.