Du kannst doch täglich in diversen Hundeforen lesen, dass von unerfahrenen und somit "intuitiv handelnden" Haltern das Aufreiten regelmäßig und ausschließlich als Dominanzgeste interpretiert wird. Oder dass Mobbing unter Hunden mit Spiel verwechselt wird. Oder dass das Knurren eines Hundes, der Distanz einfordert, aus Unwissenheit bestraft wird und das Geheule groß ist, wenn der Hund irgendwann nicht mehr warnt, sondern sofort beißt. Oder dass einem Welpen immer wieder das Futter weggenommen wird, damit er lernt, dass er keine Ansprüche darauf stellen darf und anschließend Staunen herrscht, wenn der Hund Ressourcen verteidigt. Oder dass Welpen ausgepowert werden und dann Verwunderung darüber herrscht, dass der Hund irgendwann überschnappt. All das spiegelt eine intuitive Einschätzung des Menschen wider, die eine menschliche Reaktion nach sich zieht, aber absolut nichts mit der Motivation des Hundes zu tun hat.
Ich denke, dass Deine Beispiele weniger mit Intuition zu tun haben als mit falschen Lehren.
Derlei Ratschläge kommen eben immer noch ... aus dem Bekanntenkreis, von schlechten Trainern usw.
Viele Leute lassen sich da "blind" verleiten, statt sich nach Alternativen umzuhören.
Bequemlichkeit statt Zweifel.
Funktionierende Intuition hat auch was mit Empathie zu tun. Will ich die Methode XY wirklich für meinen Hund?