Beiträge von frolleinvomamt

    Rohe, grobe Menschen hab es natürlich schon immer, aber der Großteil der Leute wußte immerhin "Wenn dus ärgerst biste selbst schuld wennsde gebissen wirst." während heute "Wie, der beißt??!?!!?" vorzuherrschen scheint.

    Naja, früher war nicht alles besser.
    In der "guten alten Zeit" wurde über bissige Hunde halt auch nicht lange diskutiert und nach x Hundetrainern geschrieen.

    Mein Hund (Bolonkarüde 2 Jahre jung unkastriert) trinkt seit langem unglaublich viel. Bis zu zwei Liter am Tag bei einem Gewicht von 5-6 Kilo.
    Seine blutergebnisse sind gut genauso wie Kot und Urinproben. Er ist also eigentlich gesund.

    Er ist definitiv nicht gesund.
    Bis zu 80 ml pro kg Körpergewicht sind noch normal.
    Mit meinem Hund bin ich auch zum TA, weil er plötzlich viel mehr trank als vorher. (Und das war noch innerhalb des Limits.)
    Die ersten Blut- und Urintests waren auch nicht Besorgnis erregend.

    mit extremer Leberzirrhose

    Ich sage mal ganz vorsichtig, dass das eine krasse Fehldiagnose gewesen sein könnte.

    Bei meinem im Ultraschall dann eine extrem vergrößerte Leber.
    Immer wieder Tests, Medis und Blutproben.

    Letztendlich ist es Morbus Cushing (noch im Low-Level-Bereich).
    Die TÄ hätte von sich aus keinen ACTH-Test gemacht, weil die deutlichsten Symptome (Kotzen, Fellverlust, Hängebauch) noch nicht da waren. Ich habe drauf gedrungen.
    Der Test hat es dann gebracht. Mein Hund wird jetzt medikamentös eingestellt.


    Soll keine Diagnose sein, nur eine Anregung, mal in dieser Richtung zu forschen.

    Gute Besserung!

    Nach meinen angelesenen Informationen kann ich selbst kein sich entwickelndes Cushing bei ihm ausschließen, in das typische Bild würde er aber nicht passen.

    Das ist das Problem.
    Bei meinem Hund waren die Blutwerte alle im Rahmen.
    Er trank mehr als früher, war müde und lustlos, hechelte nach wenigen Schritten, hatte auf der Hinterhand Muskulatur abgebaut.
    Im Ultraschall dann eine vergrößerte Leber. Und beim nächsten Blutbild dann auch verschlechterte Leberwerte, aber nicht dramatisch. Dazu Eiweiß im Urin.
    Die TÄ ratlos, tippte auf Leberkrebs.
    Ich habe von mir aus Cushing angesprochen.
    Die TÄ meinte, dass sie Cushing-Hunde nur mit heftigen Symptomen kennt (ständiges Kotzen, kein Fell mehr, exorbitante Leberwerte).
    Trotzdem ACTH-Test gemacht. Und bingo!

    So lange im Dunklen zu tappen, wünsche ich keinem.

    Das ist echt Hölle!
    Dieses Hangeln von Test zu Test. Medis ausprobieren. Wieder testen. Dazwischen liegen ja immer 1, 2 Wochen.
    Schlaflose Nächte vor Sorge.

    Ich finde das selbst auch immer sehr schwierig, wenn ein Tierarzt nur einen kurzen Eindruck von dem Hund hat und man aber selbst ständig die Schwierigkeiten im Zusammenleben mit dem Hund mitbekommt.

    Deswegen ist es besonders wichtig, dass man als Besitzer alle Auffälligkeiten protokolliert. Ohne intensive Zusammenarbeit mit dem TA hat er nur Laborwerte, an die er sich halten kann.


    Ich drücke die Daumen, dass Ihr ein Ergebnis bekommt!