Es ist EINE Krankheit, die aber alles beeinflusst.
Bezogen auf den Hund: Nach meiner Erfahrung der letzten Monate werden solche systemischen Erkrankungen nicht schneller erkannt, weil erst lange an einzelnen Symptomen rumgedoktert wird.
Als HH sieht man den Hund 7/24, der TA aber nur ein paar Minuten. Er verlässt sich von daher auf Laborwerte, weil nur die für ihn real sind.
Meine Beobachtungen am Hund werden so in Einzelprobleme gesplittet, die überprüfbar sind.
Mein Crazy trank sehr viel = US: Nieren schlecht durchblutet
Leber vergrößert = Medi zur Unterstütung der Leberfunktion
T4 niedrig = Forthyron
Hund hechelt und ist schnell müde = US: Mitralklappeninsuffizienz
Ablagerungen in der Galle = Medi
...
Da habe ich die Reißleine gezogen. Da muss doch was in der zentralen Steuerung nicht funktionieren, wenn bei einem Hund, der ansonsten nicht alt und klapperig ist, die Organe Samba tanzen.
Wenn man zu Fachärzten geht, hat man zusätzlich das Problem, dass die einen Tunnelblick haben.
Eine Arbeitskollegin war mit ihrer Hündin in der Super-Klinik hier in der Gegend. Die Hündin wollte nicht mehr ins Auto springen und jankte dabei. Also geriet sie an den dortigen Orthopäden. Diagnose: Arthrose.
Mit Medis wurde es nicht besser.
Dann ist sie zu einer erfahrenen Allrounderin (Landtierärztin) gegangen. Diagnose: Gebärmutterkrebs.
Alles nicht schön.
Ich mache den TÄ keine Vorwürfe. Sie machen einen tollen Job, tun in ihrem Rahmen alles Mögliche.
Als HH behalte ich es mir aber vor, mich außerhalb der TA-Praxis zu informieren und dann auch in der Praxis zu diskutieren.
Manche TÄ sind dann unwirsch, weil sie lieber "Götter in Weiß" sein wollen. Ist mir egal. Mir geht es um das Wohl des Hundes, nicht um das Ego des TA.
Bleib dran, @Michi69!