Beiträge von frolleinvomamt

    Als er zu uns kam Nov.2017), war alles wunderbar mit ihm.

    Du erwartest zu viel und zu früh.
    Dass der Hund anfangs so gut "funktionierte", lag eventuell an seiner Unsicherheit durch die veränderten Bedingungen. Das wird leider oft als "Der Hund ist so dankbar, dass wir ihn gerettet haben" fehlinterpretiert, und dann soll der Hund plötzlich "ein möglichst schönes Hundeleben" haben ... ohne zu wissen, was das ist.
    Kann so nicht klappen.

    Ich würde alles zurück auf Null stellen. Kurze Runden an der Leine. Ruhe in den Hund bringen. Nicht mit Erwartungen überfordern.
    (Zeitrahmen nach meiner Erfahrung: 1 Jahr Eingewöhnung, 1 Jahr Vertrauensaufbau)

    Wenn Ihr unsicher seid, holt Euch einen Trainer, der Eure Situation anschaut.

    Ich würde mich nach einer guten Hundeschule umsehen.
    Wenn man dort in einer gemischten Gruppe seine Runden dreht, dann hilft das sehr, was Bindung und Vertrauen angeht.
    Dadurch, dass die großen Hunde dort nicht machen dürfen, was sie wollen, werden beim Kleintier Ängste und Aggressionen abgebaut. Und von den Trainern bekommt man Tipps, die einem den Rücken stärken.

    Mir hat das mit dem Terrier viel gebracht.
    (Mir ging es nicht um das Sitz/Platz-Gedöns; Will to please hatte er schon und Gehorsam auch. Aber mit ihm an seinem Hass-Schäfi -- den wir auch im Alltag manchmal treffen -- entspannt vorbei zu gehen, das haben wir dort gelernt.)

    Aber es ist doch legitim, dass der Halter sowas (Verträglichkeit beim Hund vorausgesetzt) entscheidet.

    Der Halter muss es ja entscheiden, da der Hund nur begrenzt selbst bestimmen kann, was er frisst, da Jagen und Müll fressen (die natürliche Ernährung) bei HH eher unbeliebt sind. ;)

    Ob man aus dieser Einschränkung dann eine Wissenschaft macht ... das muss jeder für sich selbst entscheiden, wie weit er dem Hund seine Ideologie aufpfropft. Der Hund hat keine; die ist nur in unserem Kopf.

    Ich bin da ja immer für eine Powerpoint-Präsentation, um dem Hund zu zeigen, was nicht schmecken darf, weil es mir nicht gefällt. :D

    Da ist aber schon ein sehr großer Unterschied zwischen frischen Zutaten die dann einmal erhizt werden um zu Trockenfutter verarbeitet zu werden oder ob Tierische Reste (alles was man so findet) in einen Topf geworfen wird mit Druck und großer Hitze so lange gekocht wird bis man Fleisch Fett und Reste trennen kann.

    Für wen macht das einen Unterschied?
    Doch nur für Dich!
    Dem Hund ist es wurscht. Hauptsache, er wird satt und verträgt das Futter.

    (Meine Hunde haben bisher noch nie Zutatenlisten gelesen und dann deswegen verweigert. ;) )

    Ja, seitdem ist sie ziemlich nervös beim spazieren gehen, pöbelt noch mehr an der Leine und geht auch nicht wirklich an anderen Hunden vorbei. Das ist allerdings immer schlimmer geworden. Vielleicht reagiere ich da einfach jedes mal falsch, aber ich versuche ruhig zu bleiben, sie aber bestimmt weiterzuschicken und dann möglichst so tun als wär nichts.
    Heute war ich mit ihr im Wald spazieren und sie ist 2 mal beinahe weggelaufen, weil uns Hunde entgegengekommen sind.

    Da passt was mit dem Vertrauen nicht.
    Die Hündin hat nicht das Gefühl, dass Du sie beschützen kannst. Sonst würde sie Schutz bei Dir suchen und nicht weglaufen.

    ich bin eigentlich ein "Hochnehmgegner

    Bin ich auch.
    Hochnehmen ist das letzte Mittel, um den Hund zu schützen.
    Davor kommt eigene Aktivität.
    Mach Dich stark! Blocke fremde Hunde!
    Zeige ihr, dass ihr nichts passieren kann, wenn Du dabei bist.