Heute in der Tauschpost:
Kate Atkinson: Die Ebene der schrägen Gefühle
Zwei Frauen - zwei charakterstarke Stimmen - vor dem Hintergrund der siebziger Jahre, widerspenstig und zerstreut die eine, überschäumend und respektlos die andere. Effie erzählt. Ausdauernd, ausführlich, aufgedreht - über das träge Chaos ihres Studentenalltags in Dundee, Nora, ihre Mutter, lakonisch und entspannt, unterbricht, kommentiert, hört zu. Zögernd nur und bruchstückhaft beginnt auch sie zu reden. Effie ist geschockt: ein überreiches Leben, erfüllt von Liebe und Tod, Hass, Krankheit und Mordlust. Ganz nebenbei erfährt sie, dass nicht Nora ihre Mutter ist, sondern ein Hausmädchen der Familie, von dem sie noch nie gehört hat. Und ebenso nebenbei kommt heraus, dass Nora nicht ganz unschuldig am Tod ihrer schönen älteren Schwester zu sein scheint ...
Die Beschreibung liest sich nach Kitsch.
Aber so wie ich Atkinson kenne, wird das nicht so sein.